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23. November 2000

 

 
 
 



Ausstellungseröffnung "Malter, Morgen und Millennium"


"Malter, Morgen und Millennium" heißt eine Ausstellung im Freilichtmuseum Roscheider Hof, die sich dem Thema "Messen und Wiegen" widmet. Die Ausstellung wird eröffnet am Sonntag, dem 3. Dezember um 15.00 Uhr. Von seinen Anfängen an hat das Museum immer wieder Maße, Meßgeräte, Waagen und Gewichte in vielerlei Formen und Größen und aus unterschiedlichen Materialien gesammelt, die nun in einem größeren Rahmen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Zu sehen sind unter anderem eine ehemalige Faß-Eichstelle, bestehend aus drei Kubizierbehältern, eine Lohwaage für Eichenrinde, eine Zapfsäule der 60er Jahre, eine Bahnhofsgepäckwaage und eine Geldwaage der Trierer Stadtwerke.

Sonderseite zur Ausstellung



 

 


 

 

 
 
 
 
03. November 2000

 

 
 
 



Grenzüberschreitende Zusammenarbeit


Auf der Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft der Museen der Großregion SaarLorLuxRheinlandPfalzWallonie, die im Oktober im kürzlich wiedereröffneten Musée des Beaux Arts in Nancy stattfand, war auch das Freilichtmuseum Roscheider Hof vertreten. Hier wurden einige Weichen gestellt, die für die grenuzübergreifende Zudsammenarbeit der Museen in den nächsten Jahren von Bedeutung sind. So wird es notwendig werden, die zur Zeit noch lockere Arbeitsgemeinschaft - in welcher Form auch immer - zu institutionalisieren. Erst dann kann die Durchführung ind Finanzierung gemeinsamer Projekte in Angriff genommen werden. Diese könnten in der Entwicklung einer gemeinsamen Besucherkarte bestehen, die es den Mitgliedsmuseen erlaubt, ihren Mitarbeitern gegenseitig freien Eintritt zu gewähren, aber auch in einem touristischen Projekt wie einer 4-Länder-Museumsstraße. Auch die Möglichkeit, themenbezogene Arbeitsgruppen zu gründen, wurde diskutiert. Einen Blick über den Zaun in andere grenzübergreifende Arbeitsgemeinschaften ermöglichte ein runder Tisch, der am Nachmittag stattfand. Vertreter des "Europäischen Netzwerks der Jugendstilstätte" und des "Arbeitskreises Eifeler Museen" stellten sehr unterschiedliche Organisationsmodelle vor.

Einen Ausblick auf das Jahr 2001 gab Rainer Raber vom Saarländischen Museumsverband. Er präsentierte das Projekt "Salon der Museen der Großregion". Diese an die breite Öffentlichkeit gewandte Veranstaltung wird vom 28. bis zum 30. Oktober 2001 in Ottweiler stattfinden und stellt für die Museen eine gute Gelegenheit dar, sich alst attraktiver Bestandteil einer Zusammenwachsenden europäischen Kulturlandschaft darzustellen. Die Tagung endete mit einem Umtrunk der Teilnehmer, der vom Musée des Beaux Arts ebenso gut organisiert war wie die ganze Veranstaltung. Direkt an der Place Stanislas gelegen war allein schon der Tagungsort die Reise wert.



 

 


 

 

 
 
 
 
10. Oktober 2000

 

 
 
 



Keltertag im Freilichtmuseum Roscheider Hof


Am Sonntag, dem 15. 10. 2000 findet ab 11.00 Uhr im Freilichtmuseum Roscheider Hof in Konz der traditionelle Keltertag statt. Gekeltert werden frisch gelesene Trauben sowie die unbehandelten Äpfel aus den Steuobstwiesen des Freilichtmuseums. Der frische Most und der süße Viez können gekostet und käuflich erworben werden.

Im Gegensatz zu den modernen Weinbaubetrieben wird im Museum auf alten Keltern mit Fallkeilen gearbeitet, die schon seit der Zeit um 1900 bekannt sind. An Mosel und Saar waren diese Keltern auch als "Wecker-Keltern" bekannt, weil sie schon vor dem Ersten Weltkrieg von der Firma Duchscher im luxemburgischen Ort Wecker in hoher Auflagenzahl gebaut wurden. Wegen des Geräuschs der fallenden Keile (klipp-klipp-klipp) wurden sie auch als "Klipp-Kelter" bezeichnet.

Auch kulinarisch ist beim Keltertag bestens vorgesorgt. Frisches Bauernbrot und Kuchen kommen aus dem Backhaus des Hunsrückweilers und in der Hunsrückwirtschaft "Sensemichel" gibt es Viez, Federweißen, Zwiebelkuchen und "Schmieren" mit selbstgemachtem Griebenschmalz und Marmelade. Gründe genug also, sich diesen letzten großen Aktionstag im Freilichtmuseum Roscheider Hof in diesem Jahrtausend nicht entgehen zu lassen



 


Wine-pressing Day in the Museum

The museum's annual wine-pressing day will be on October 15 this year. Besides grapes we will press the apples from the Roscheider Hof's own orchards from which "Viez" is produced, the traditional cider-like bevage of our region. Both types of must can be tasted on the spot or bought in bottles to take home.

As may be expected from a museum of rural history, we will produce the must on historical presses ("Keltern") from our collection. The so-called "Wecker-Keltern" that press the fruit with the help of falling wedges were common since around 1900. Their name stems from the Luxemburgian town Wecker where the company Duchscher already produced them in large numbers before the first world war. Because of the characteristic sound ("clip-clip-clip") the wedges make during the pressing process these presses were also known as "Klipp-Keltern".

Besides the fresh must there will be a variety of rural food to be tasted on our wine-pressing day. The bakery in the museum's Hunsrueck village will provide fresh rye bread and yeast cake. In the village pub "Sensemichel" we offer Viez, "Federweissen" (wine that is still in the process of fermentation), Zwiebelkuchen (onion pie) and bread with home-made jam or lard with greaves.

We hope that the last special event of the year will again attract many visitors, and that they will enjoy the demonstrations as well as the food and drink we have to offer!




 


 

 

 
 
 
 
20. September 2000

 

 
 
 



Bauernmarkt im Freilichtmuseum Roscheider Hof


Am Sonntag, dem 24. September 2000 findet im Freilichtmuseum Roscheider Hof in Konz von 11-18 Uhr unter Mitarbeit des Hofgutes Serrig der Lebenshilfe e. V. der diesjährige Bauernmarkt statt, bei dem Selbstvermarkter der Region ihre Produkte zum Kauf anbieten. Fleisch, Geflügel, Obst, Gemüse, Wein, Fisch, Honig, Schnäpse und vieles andere mehr kann wie auf einem Markt früherer Jahre vom Erzeuger gekauft werden. Das Museum hat eigens einen Transportdienst mit Traktor eingerichtet, der gewährleistet, dass die erstandenen Produkte auch bequem vom Hunsrückweiler zu den Parkplätzen gebracht werden können. Neben dem regen Markttreiben sind noch weitere fleißige Hände in Aktion, denn an diesem Tag wird im Hunsrückweiler des Museums in einigen historischen Werkstätten, die sonst meist nur im Ruhezustand besichtigt werden können, tüchtig gearbeitet. Aus dem Backhaus dringt der Geruch des frisch gebackenen Brotes, und aus der Schmiede erschallt der Klang des Hammers auf dem Amboss. Der Webstuhl im Weberhaus aus Schug ist im Betrieb und in der Bosselstube zeigt der Drechsler seine Kunst. Für das leibliche Wohl der Besucher ist im Wirtshaus des Hunsrückweilers, der Wirtschaft Sensemichel, gesorgt, und falls die Witterung es zulässt, können auf dem Feld in der Asche des Kartoffelfeuers frisch ausgemachte Kartoffeln gebacken werden.



 
 


 

 

 
 
 
 
28. August 2000

 

 
 
 



Exkursion zu den "Musées Provinciaux Luxembourgeois - Fourneau Saint-Michel" am Samstag, 16. September 2000




Gerne beizeichnen wir unser Museum als "Das Freilichtmuseum in der Großregion SaarLorLuxRheinlandPfalz". Dabei gibt es neben einigen industriellen Freilichtmuseen sogar noch ein weiteres agrarhistorisches Freilichtmuseum in unserer Großregion: Das Museum Musée de la Vie Rurale (Museum des ländlichen Lebens) im Musées Provinciaux Luxembourgeois - Fourneau Saint-Michel". Im Rahmen unserer jährlichen Museumsfahrt wollen wir dieses Museum dieses Jahr besuchen. Wer teilnehmen möchte, kann sich beim Museum anmelden. (Die Kosten für die Fahrt werden auf die Teilnehmer umgelegt.)

Wie unser Freilichtmuseum wurde auch dieses Museum Anfang der 70er Jahre gegründet. Das Museum wird von der Provinz Luxembourg in Belgien getragen, die f nicht mit dem gleichnamigen Staat verwechselt werden darf. Sie umfasst im wesentlichen die Teile des ursrpünglichen Luxembourgischen Gebiets, das nach dem Wiener Kongress zu Belgien kam. Geographisch umfasst die belgische Provinz Luxembourg den südöstlichsten Teil der Wallonie, etwa von Boullon im Südwesten bis zur Grenze des Staates Luxembourg. Im Norden reicht sie bis Vielsalm (etwa in der Mitte zwischen Bastonge und Lüttich).

Das Museum selbst ist vom Roscheider Hof etwas mehr als 100 km von uns entfernt. Es liegt etwa 30 km nördlich der Autobahn Luxembourg -> Brüssel, etwa 10 km westlich von dem Städtchen St. Hubert mit seiner absolut sehenswerten, ehemaligen Klosterkirche in einem sehr einsamen Ardennental.

Das Museum besteht aus 2 Teilen: dem "Musée du Fer" und dem schon erwähnten "Musée de la Vie Rurale". Das Musée du Fer besteht aus einem Hochofen und einer Eisenaufbereitungsanlage, die am Ende des 18. Jahrhunderts von dem damaligen Benediktinerkloster in St. Hubert an einem kleinen Fluß errichtet worden war. Wirtschaftliche Grundlage waren vor allem die Ardennenwälder, die das Holz zur Herstellung von Holzkohle lieferten. Vielleicht war es der eher mäßige wirtschaftliche Erfolg der Hütte und ihre Abgelegenheit, die die Bauten vor Veränderung und Zerstörung bewart haben.

Ein paar hundert Meter neben dem Musée du Fer (Bild rechts) liegt das Musée de la Vie Rurale. Das Museum liegt sehr weitläufig in einem Ardennental, bzw. auf einer kleinen Hochterasse. Es stellt in drei Baugruppen die typischen Bauformen in der Provinz Luxembourg, von den Hochardennen bis zur Region "Gaumais" an der Grenzen zu Frankreich dar. Im Museum befinden sich neben eingerichteten Bauernhäusern, verschiedene Handwerkswerkstätten, eine Kapelle, eine Schule, eine Hütte zum Sirupkochen, sowie einige thematische Ausstellungen. Durch das Museum wird uns der Leiter des Museums, Herr Francis Tinchi führen. Für alle, die nicht so gut Französisch können, wird es eine fachkundige Übersetzung geben.

Zuguterletzt: Der Roscheider Hof und die Musées Provinciaux Luxembourgeois - Fourneau Saint-Michel wurden fast gleichzeitig in den 70er Jahren gegründet. Wie schwierig die Zusammenarbeit in der heuten Grossregion SaarLorLux lange Zeit war, zeigt die Tatsache, dass die beiden Museen mehr als 25 Jahre nichts von der Existenz des jeweils anderen Museums wussten. Letztendlich ist es dem "Arbeitskreis der Museen der Grossregion" zu verdanken, daß sich in den letzten Jahren auch hier verstärkt eine Zusammenarbeit entwickeln kann.


 


Excursion to the Museum in Fourneau St. Michel in Belgium

The Roscheider Hof considers itself as a museum of the European region "SaarLorLux". There is another agricultural open air museum in this border region, however: the "Musée de la Vie Rurale" in Fourneau St. Michel in the Belgian province of Luxembourg. On Saturday, September 16, 2000 it can be visited in the course of an excursion organised by the Roscheider Hof's Museum Association.

The museum was founded at the beginning of the 1970ies, just like the Roscheider Hof. It is situated about 100 km from here in the Belgian Ardennes, near the town of St. Hubert that possesses a very interesting former abbey church.

The complex of the "Musées Provinciaux Luxembourgeois" consists of two seperate museums: the "Fourneau de St. Michel" itself, a former iron furnace that was built in a river valley by the monks of the benedictine abbey of St. Hubert. At a short distance the "Musée de la Vie Rurale" stretches along the valley and on a small terrace. Three groups of buildings represent the house types of the province of Luxembourg, comprising workshops of different crafts as well as farm houses, a chapel, a schoolhouse, and many others. Among other things, there is a hut for cooking sirop, a Belgian speciality.

The director of the museum, M. Francis Tinchi, will give us a guided tour in French. Translation into German will be provided.

Those interested to participate can contact the museum for registration and for further information.







 


 

 

 
 
 
 
22. August 2000

 

 
 
 



Flachs-, Dresch- und Kartoffeltag


Wesentliche Arbeiten rund um Nahrung und Kleidung im Ablauf des bäuerlichen Jahres früherer Zeiten stehen im Mittelpunkt des Aktionstages im Freilichtmuseum Roscheider Hof in Konz am Sonntag, dem 27.8. ab 11.00 Uhr.

So befriedigten Flachs und das aus ihm gewonnene Leinen von alters her wichtige Kleidungsbedürfnisse, und die hierfür erforderliche Arbeit bestimmte einen wesentlichen Teil des dörflichen und familiären Lebens. „ Raufen, Riffeln, Rösten, Brechen, Schwingen, Hecheln“- viele einzelne Arbeitsschritte waren notwendig, um aus der Flachspflanze die Fasern herzustellen, die dann am Spinnrad weiterverarbeitet werden konnten. All diese Arbeitstechniken bis zum Spinnen und Weben sind zu sehen.

Waren die Flachsarbeiten ausschließlich den Frauen vorbehalten, so handelte es sich beim Dreschen des Getreides für das lebensnotwendige Brot um reine Männersache. Vor dem Aufkommen von Stiftendreschern und später Mähdreschern wurde das Getreide von Hand mit Dreschflegeln in einem bestimmten Rhythmus von mehreren Männern auf dem Scheunenboden gedroschen und mit der Worfel, später auch mit der Windfege (Wann) gereinigt. Auch diese Tätigkeiten werden ab 14.00 Uhr vorgeführt.

Neben dem Getreide hat sich seit dem 18. Jahrhundert die Kartoffel zum Hauptnahrungsmittel der ländlichen Bevölkerung entwickelt. Die Kartoffeln auf den Museumsfeldern werden geerntet, und im Kartoffelfeuer – früher überall von weitem zu sehen – können große und kleine Museumsbesucher ihre Kartoffeln garen und mit knuspriger Schale verzehren.





 
Demonstrations of rural works

On August 27, 2000 several demonstrations will take place in the Open Air Museum that show the work that had to be done in the course of the year.

We will show the many different steps it takes to turn flax into the linen fibres that can be spun and woven.

While the linen production was the women's task, the men were in charge of threshing. With the help of original tools and machines from the museum the development of the techniques for threshing and winnowing cereals will be demonstrated.

Since the 18th century the potato has become and important item of the rural population's diet, especially in our region. We will harvest the potatoes on our demonstration fields, and the visitors can roast them in open "potato fires" which traditionally belonged to the potato harvest.





 


 

 

 
 
 
 
27. Juli 2000

 

 
 
 



Hast Du Töne? - Das Jahrhundert des Radios.
Ausstellungseröffnung im Freilichtmuseum Roscheider Hof in Konz


Unter dem Titel "Hast Du Töne? - Das Jahrhundert des Radios" eröffnet das Freilichtmuseum Roscheider Hof in Konz am Sonntag, den 6. August um 15.00 Uhr eine Ausstellung zu Thema Radio, die bis zum 15. Oktober zu sehen sein wird.

Eigentlich ist das Jahrhundert fast vorbei, und was ist mit der Zeit des Radios? Der Musiktitel "Video kills the Radio-Star" lässt zumindest sensiblere Ohrenmenschen hellhörig werden. Ist das Radio noch zeit- oder angesichts der Vielzahl von Bildmedien eher unzeitgemäß?

Im Rahmen des Kultursommers Rheinland-Pfalz und in Zusammenarbeit mit dem privaten Sammler Reinhard Kautenburger widmet sich das Freilichtmuseum der Geschichte des Mediums, aber auch des Kleingerätes Radio. Die ausgestellten Geräte sind fast alle funktionsfähig, und historische Tondokumente wie auch alte Schallplatten (und hier nicht nur Hans Castorps Lieblingsplatten) sind zu hören. Die Ausstellung geht also weit über eine reine Geräteschau hinaus. Im Mittelpunkt dieser Sonderausstellung steht das Radio als technisches Medium, als Vermittler von Nachrichten, Kultur, Erlebnissen und Ereignissen, wobei auch der Mensch als Zuhörer in verschiedenen Lebens- und Zeitsituationen mit eingebunden wird.

Die Ausstellung wird erweitert und ergänzt durch Situationen im Museumsbereich, in denen das Radio in einem jeweils konkreten Zusammenhang zu sehen ist. So wird die Anfangsphase des Radios in der Gaststätte aus den 20er Jahren und die Wirtschaftswunderzeit mit Musiktruhe, Plattenspieler und Tonbandgerät im Haus Trappitschens dargestellt.

Die Ausstellung versucht nachzuvollziehen, wie das Radio als Nachrichten- und Unterhaltungsbringer das Verhalten der Menschen verändert hat. Zumindest tönern hielt auf einmal die ganze Welt im Wohnzimmer Einzug. Die erste Runde der modernen Kommunikationsgesellschaft ist mit der Erfindung und Verbreitung des Radios eingeläutet worden.

Mehr hierzu auf der Sonderseite zur Ausstellung.



 


"Listen to the radio"

A new special exhibition titled "Century of the Radio" will be opened on Sunday, August 6, 2000, and is to continue until October 15.

The century is nearly over, and what has become of the radio? A recent pop song with the title "Video Kills the Radio Star" makes one wonder if the radio is still up-to-date or if it is rather outdated, having been replaced by today's multitude of visual media. This is the topic of our latest special exhibition. It is part of the country-wide program of the "Kultursommer Rheinland-Pfalz" ("Summer of Culture in Rhenania-Palatinate") and was prepared by the museum in cooperation with the collector Reinhard Kautenburger.

The exhibition deals with the history of the radio as a medium as well as with the development of radio devices. Nearly all of the radios presented are fully workable, and in addition to this the visitors can listen to old records and radio recordings. So we have more to offer than just the opportunity to see a lot of old equipment. We take a look at the radio as a transmitter of news, culture, events and experiences.

Through the radio, the whole world "entered the living-room", at least accoustically. The exhibition attempts to trace back the changes this produced in people's way of living and thinking. In fact, the invention and spreading of the radio was the first step into the age of communication.

The special exhibition is supplemented by a number of presentations in other parts of the museum, where the radio appears in a special context. Thus, the beginning of the radio age is documented by an original device from the 1920s in the old village pub, and the time of Germany's "economic miracle" of the 1950s is present in the furnishing of the house "Trappitschens" in the Hunsrueck village, which according to the fashion of the day includes a radiogram.





 


 

 

 
 
 
 
17. Juli 2000

 

 
 
 



Herzliche Einladung zum Kindertag am 30. Juli



Ganz im Zeichen der Kinder steht am Sonntag, dem 30. Juli, das Freilichtmuseum Roscheider Hof in Konz. Am Tag für Kinder und Jugendliche machen diese mit den Handgriffen und Techniken Bekanntschaft, die für frühere Generationen noch zur Selbstverständlichkeit gehörten, heute jedoch in Vergessenheit zu geraten drohen.

So können sie im Backhaus erleben, wie früher Brot gebacken wurde. Das Weben am kleinen Webrahmen kann erprobt werden, ebenso wie der Umgang mit dem Eisen in der Schmiede. Auch die Töpferscheibe ist diesmal für die jungen Besucher reserviert. Sie können Papierblumen basteln, mit denen man bei feierlichen Anlässen Tische und Türen schmückte, und Erfahrungen im Kochen und Backen sammeln. Die Filzerin fertigt mit den Kindern zusammen Filzbälle aus Wolle, die ein beliebtes Spielzeug waren, bevor Gummi und Plastik in die Kinderzimmer Einzug hielten. Auch das Bedrucken von Stoffen kann man ausprobieren. Die Kinder können sich in der Kunst der Steinbearbeitung versuchen, und in einem Fachwerkhaus staken sie Gefache aus und mischen Lehm und Stroh mit den Füßen.

Auch frühere Kinderspiele kommen nicht zu kurz: Zahlreiche Varianten des Klickerns hatten die Kinder entwickelt wie sie auch alltägliche Gebrauchsgegenstände wie Konservendosen zum Laufen und Fassreifen zum Treiben für ihre Spiele nutzten. Auch die Kunst des Stelzenlaufens beherrschten die Kinder früher wie heute nur noch wenige. All dies und noch vieles mehr kann ausprobiert und getestet werden. So können sich die Kinder bei kostenlosen Museumsführungen mit dem Freilichtmuseum Roscheider Hof vertraut machen und mit "Oma Kättchen" erleben, wie früher gewaschen wurde. Für leibliche Stärkung der kleinen und "großen" Kinder sorgen die Wirtschaft "Sensemichel" im Hunsrückweiler und das Museumsrestaurant "Hofschänke".

Der Tag für Kinder und Jugendliche soll den jungen Museumsbesuchern Gelegenheit geben, frühere Arbeitstechniken kennen zu lernen und Verständnis für den ländlichen Alltag einer vergangenen Zeit zu entwickeln, indem sie selbst Hand anlegen und Dinge ausprobieren, die man sonst im Museum nur von Vorführungen kennt. Sie können erfahren, dass das Freilichtmuseum kein langweiliger und verstaubter Ort ist, sondern sehr lebendig, und viel Spaß machen kann.



 


Chilrens´ Day in the Museum

On June 30 the annual Children's Day of the open air museum is going to take place.

The youngsters will have the opportunity to practise a variety of historical crafts and household techniques such as baking, weaving, pottery, and even forgery. It is also possible to learn how the frames of the half-timbered houses were filled out with pleated twigs and clay.

Other activities include the production of paper flowers and of woollen balls, which once were very popular toys. In addition to this there will be many traditional games to be tried out. And particularly for the younger ones, Granny "Kättchen" will explain how strenuous washing was in the past...





 


 

 

 
 
 
 
4. Juli 2000

 

 
 
 



Der "Clambour-Pavillon" ist schon vor der Einweihung bewohnt




Am Nachmittag des Pfingstsonntags wurde im Freilichtmuseum der sogenannte Clambour-Pavillon erlöffnet. Dieser stand früher in der Wiltinger Strasse 7 in Konz im Areal des alten Deutschherrenhofes. Es handelt sich um einen Fachwerkbau des frühen Jugendstils etwa von 1880. Die Fachwerkkonstruktion ist nahezu vollständig erhalten, nur die Front war stark verändert und ist nun in Abstimmung mit dem Denkmalamt angepasst worden. Die Dachkonstruktion ist weitgehend original und wurde mit viel Einfühlungsvermögen durch die Zimmereifirma Steier mit neuen Hölzern rekonstruiert.

In der Denkmaltopographie Rheinland-Pfalz wird das Gebäude als "Wintergarten" bezeichnet und als schützenswert eingestuft. Im Museum wird der Pavillon künftig als "Gute Stube" dienen: zum Empfang von Gästen, für Besprechungen und kleinere Seminare, aber auch zum Vermieten für Familienfeiern und dergleichen, also auch zum dringend notwendigen finanziellen Nutzen des Museums.

Einigen Besuchern mag aufgefallen sein, dass die Innenausstattung mit Tapeten etc. bei der Eröffnung noch nicht fertiggestellt war. Der Grund ist (scheinbar paradoxerweise) der, dass der Pavillon bereits bewohnt ist: In den Rohbau war eine Rotschwänzchenfamilie eingezogen, die eine Nische in der kunstvollen Dachkonstruktion im Inneren des Pavillons als ideale Nistmöglichkeit entdeckt hatte. So bleibt nun vorerst immer ein Fenster geöffnet, und die Fertigstellung der Innenausstattung muß warten, bis die Jungen flügge sind...



 


Inauguration on Whit Sunday

On Whit Sunday afternoon the "Clambour" pavilion that was recently reconstructed next to the museum entrance was officially inaugurated. It originates from Konz, where it stood in the garden of the former "Deutschherrenhof". The small half-timbered building in early Art Nouveau style is from around 1880. The wooden construction is almost perfectly preserved whereas the front side had been considerably altered. In the course of the reconstruction it was adapted in co-operation with the office for the preservation of historical monuments (Denkmalamt). The original roof truss could also be re-used for the most part. Where necessary it was carefully supplemented with new timber by the carpentry Steier.

The pavilion is listed as "worth of protection" in the atlas of historical monuments of Rhenania-Palatinate. It is intended to become the museum's "parlour": we will use it for conferences, seminars and for the reception of guests. It will also be possible to rent the room for family parties and the like, which will hopefully create some revenue that the museum is very much in need of.

The interior decoration with paint and wallpaper is not yet completed. Paradoxically, this is due to the fact that the pavilion is already inhabited: a couple of redstarts found that the interior roof construction offered a very suitable place for a nest. We shall therefore leave one of the windows open and postpone the completion of the interior until the young redstarts are able to fly and leave their nest...




 


 

 

 
 
 
 
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