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Eröffnung zu Christi Himmelfahrt am 10. Mai 2018, zu sehen bis 24. Mai


Die Ausstellung „Reformatorinnen. Seit 1517“ ist ein Beitrag der Evangelischen Kirche im Rheinland zum Reformationsjubiläum und wird in unserem Museum in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirchengemeinde Konz-Karthaus gezeigt. Sie zeigt: Die Reformation war keine „Ein-Mann-Show“ Martin Luthers. Die Ausstellung stellt 13 bedeutende Frauen der Reformation vor. Ausgewählt wurden drei Gruppen: Erstens Frauen, die als Schriftstellerinnen theologisch gearbeitet haben, wie Argula von Grumbach. Sie verfasste Flugschriften in hohen Auflagen, „die mit denen von Luther durchaus mithalten können“, wie Irene Diller formuliert, die an der Ausstellung mitgewirkt hat. Zweitens Herrscherinnen, die beherzt das umsetzten, was sie für wahr und richtig hielten, wie Elisabeth von Calenberg-Göttingen. Die Herzogin habe eine Landeskirchenordnung und die erste protestantische Staatsethik verfasst. Drittens Ehefrauen von Reformatoren, die wie Luthers Frau Katharina von Bora das reformatorische Wirken unterstützten und beförderten.

Später kamen andere Rollen hinzu, die Frauen wahrnehmen konnten und in denen sie die Kirche weiterhin reformierten. Deshalb gehörten auch Friederike Fliedner, die Mitbegründerin der Kaiserswerther Schwesternschaft, die erste ordinierte Theologin der rheinischen Kirche, Pfarrerin Ilse Härter, und die Theologin Dorothee Sölle in die Ausstellung.