Datenbank der Kulturgüter
in der Region Trier





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Sankt Wendalinus

Gelenberg, Gemeinde Gelenberg
Kirchstraße 1

Katholisch Filialkirche

Zweiachsiger Saalbau, 1848. [1] Zu den 48 Gotteshäusern des Bistums Trier, die den heiligen Wendalinus zum Schutzpatron haben, gehört auch das schmucke Kirchlein zu Gelenberg. Sankt Wendalinus zählt zu den Schutzpatronen der Landwirte und des Viehes. Gelenberg ist uralter Siedlungsboden, wie uns eine Grabhügelgruppe aus vorgeschichtlicher Zeit kündet. Es handelt sich hier um mindestens 17 Grabhügel im Staatsforst, Jagen 113 und 117, beiderseits des Jagesweges 113/117. Die Grabhügel sind meist unberührt. In der Nähe eines Basaltberges bei Gelenberg fand Steininger ein Mandelsteinlager in der Grauwacke. Bereits im Jahre 1683 hatte Gelenbeg ein Oratorium, wie uns die Karte des kurtrierischen Amtes Daun aus dem Jahre 1683 verrät. Diese Stätte des Gebetes war dem heiligen Rochus, dem Patron der Pestkranken, geweiht. Dieses Oratorium wurde im Jahre 1717 durch ein neues Gotteshaus ersetzt, das 33 1/2 Fuß lang und 14 1/2 Fuß breit war. Schutzpatron dieser Kapelle war bereits der heilige Wendalinus. Nach der Überlieferung wurde in diesem Gotteshaus einmal im Jahr das heilige Meßopfer gefeiert. Aber von Allerheiligen bis Ostern versammelten sich hier die Bewohner von Gelenberg im Gotteshaus, um gemeinsam den Rosenkranz zu beten. Im Jahre 1739 erhielt das Kirchlein eine Glocke. Im Jahre 1794 besaß das Kirchlein ein Vermögen von 200 Talern. Im Jahre 1834 war das Kirchlein, so wird uns berichtet, so baufällig, dass dort kein Gottesdienst mehr stattfinden konnte. Im Jahre 1848 schritt man zum Bau einer neuen Kapelle, dem heutigen Gotteshaus. Es ist ein schlichter, verputzter Bruchsteinbau mit einem barocken Altar aus Holz in derb handwerklicher Ausführung. Dieser Altar ist geziert mit den Figuren der Madonna mit dem Kinde, sowie des Schutzpatrons Sankt Wendalinus und der heiligen Margaretha. In der Bekrönung befindet sich eine Darstellung der Kreuzigungsgruppe. Im Jahre 1886 erhielt dieses Kirchlein eine neue Glocke, die ein Opfer des 2. Weltkrieges wurde. Im Kriegsjahr 1943 erhielt die Gemeinde eine neue Glocke aus Stahl. Gelenberg hatte nach dem Feuerbruch von 1563 vier Feuerstellen, und nach den Wirren des 30-jährigen Krieges hatte die Gemeinde im Jahre 1654 noch drei Feuerstellen. Bis zum Jahre 1684 stieg die Zahl der Feuerstellen wieder auf sechs. Nach dem Ortschaftsverzeichnis von 1817 hatte die Gemeinde 88 Einwohner. Im Jahre 1840 hatte Gelenberg 21 Wohnhäuser und 93 Einwohner. Nach dem deutsch-französischen Kriege von 1870/71 war die Einwohnerzahl auf 80 gefallen und erreichte im Jahre 1905 mit 73 Einwohner ihren ersten Tiefstand. Vor Ausbruch des 2. Weltkrieges war die Einwohnerzahl auf  83 wieder gestiegen, um im Jahre 1950 wieder auf 73 zu fallen. Bis zum Jahre 1964 war die Einwohnerzahl wieder auf  87 geklettert und erreichte mit dem Ende des Jahres 1967 mit 95 Einwohnern ihren bisher höchsten Stand. Zum äußersten Zipfel des Kreises Mayen gelegen, gehörte Gelenberg früher zur Pfarrei Kelberg im Grenzgebiet von Kurköln und Kurtrier. Erst am 25. November 1861 wurde die Pfarrei Bodenbach kanonisch errichtet und Gelenberg war eine der vier Gemeinden dieser Pfarrei. Diese Grenzlage hat bis heute ihre Auswirkungen gehabt. [2]

Einordnung

Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Katholische Kirchen
Zeit:
1848
Epoche:
Klassizismus

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.863481
lat: 50.291598
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ortslage

Internet

http://www.vgv-kelberg.de/vg_kelberg/Gemeinden/Gelenberg/

Datenquelle

[1] Denkmalliste der Generaldirektion Kulturelles Erbe, Rheinland-Pfalz; 2009 [2] http://www.vgv-kelberg.de/rpn/vg_kelberg/index.html

Bildquellen

Stand

Letzte Bearbeitung: 17.01.2009

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