Datenbank der Kulturgüter
in der Region Trier





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Römische Töpferöfen

Speicher, Gemeinde Speicher

Beschreibung

Im südlichen Stadtgebiet von Trier ist ein ausgedehntes Töpfereigebiet nachgewiesen, das nach Ausdehnung und Dauer durchaus als eines der größten Industriegebiete der antiken Welt bezeichnet werden darf. Grob- und Feinkeramik einheimischer Tradition, sogenannte Belgische Ware, wurde zwischen Hohenzollernstraße und Sankt Matthias in unvorstellbaren Stückzahlen fabriziert. Die vorzüglichen Tonvorkommen [...] auch im Gebiet um Speicher - Herforst boten die Möglichkeit, neue Techniken und Moden mitzutragen. Tongrundige Waren, feinere gefirnißte Gefäße, Becher, Kannen und Flaschen werden seit dem 2. Jahrhundert in die Produktion genommen. Seit dem 2. Jahrhundert wird das Angebot um die aus dem Süden bislang importierte Terra sigillata, die rot gefirnißte Glanztonware, die zum Teil auch mit kunstvollen Reliefs verziert ist, vermehrt. Der große Absatzmarkt der Grenzprovinzen und günstige Exportmöglichkeiten ermunterten die Töpfer und Fabrikherren aus dem Süden näher nach Trier, näher an die Absatzmärkte, zu ziehen und so die Transportkosten und das Risiko von Bruch und Verlust zu mindern. (Trier - Wirtschaftszentrum mit Tradition. 2000 Jahre Trierer Wirtschaft. Hrsg. IHK Trier, 1984.)

Einordnung

Kategorie:
Archäologische Denkmale / Wirtschaft, Gewerbe und Verkehr / Rohstoffgewinnung und -verarbeitung
Zeit:
Circa 500 vor Chr. bis circa 500 nach Chr.
Epoche:
Kelten- / Römerzeit

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.692865
lat: 49.929476
Lagequalität der Koordinaten: Vermutlich
Flurname: Hinter Pützwies

Internet

http://gepc189.uni-trier.de/RMnet/index.html

Datenquelle

Sonderforschungsbereich 235 Zwischen Maas und Rhein. Karte: Zeugnisse zur antiken und mittelalterlichen Topographie im Umkreis der römischen Töpfereien von Speicher. Entwurf: Bernd Bienert, 1998.

Bildquellen

Stand

Letzte Bearbeitung: 24.08.2006

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