Datenbank der Kulturgüter
in der Region Trier





© OpenStreetMap Mitwirkende
CC-by-SA 2.0













zum Vergrößern auf das Bild klicken

Sankt Antonius von Padua

Züsch, Gemeinde Züsch
Saarstraße

Katholische Pfarrkirche

Saalbau von 1780-84, erbaut von Johann Baptist Bingler aus Trier. 1911 von Johann Goergen zur dreischiffigen Stufenhalle erweitert. Neubarocke Ausstattung erhalten. Hochaltar und Kanzel Rokoko. [1] Seit 1750 bemühten sich die Katholiken von Züsch und Dechant Burg aus Hermeskeil um einen Kirchenbau als Ersatz für die in einem erbärmlichen Zustand befindliche Kapelle im Albachtal. 1776 kam die Herrschaft Züsch an Baden. Toleranter als seine Vorgänger erlaubte Markgraf Karl-Friedrich von Baden-Durlach 1780 den Bau einer katholischen Kapelle zu Züsch. Da die Katholiken bettelarm waren, schenkte der Markgraf der Gemeinde eine jährliche Rente von 66 Gulden aus dem katholischen Kirchenfonds zu Kirchberg. Außerdem schenkte er das notwendige Bauholz aus dem herrschaftlichen Wald. Die neue Kirche, eine bescheidene Kapelle, die 290 Personen Platz bot, wurde 1784 eingeweiht. 1840 war sie bereits baufällig geworden. Kommunalbaumeister Bingler fertigte einen Plan an. Danach sollte die Kirche um 15 Fuß der Straße zu erweitert werden. Da die Pfarrei Züsch keine Mittel hatte, schenkte 1843 der Preußische König der Pfarrei 1320 Taler. Mit diesem unerwarteten Geschenk versuchte Pastor Großgart noch größer als geplant zu bauen. Nach Schwierigkeiten mit der Verwaltungsbehörde und einigem Hin und Her durfte Bingler einen neuen Plan ausarbeiten. Dadurch wurde die Kirche nicht nur verlängert, sondern auch um 15 Fuß erweitert, sodass eine Kirche in Kreuzform entstand. Inzwischen hatte die Gemeinde selber 200 Taler zum Bau gesammelt. 1848 konnte der Grundstein gelegt und eingesegnet werden. Im Winter 1848/49 hatten die Männer von Züsch, Neuhütten, Muhl und Damflos bereitwillig und unentgeltlich die Bausteine gebrochen und auf den Bauplatz gefahren. Das Bauholz erhielt man gegen eine geringe Taxe aus den königlichen Waldungen. Beim Anfahren des Baumaterials beteiligten sich, wie die Chronik lobend erwähnt, ganz bereitwillig auch die evangelischen Christen aus Züsch. 1849 war der Rohbau fertig und der erste Gottesdienst wurde gehalten. Bischof Wilhelm Arnoldi konsekrierte am 15. September 1851 die Kirche in einer großen Feier, an der Gläubige aus allen Hochwalddörfern regen Anteil nahmen. 1909 war man der Ansicht, daß die Kirche zu klein sei und vergrößert werden müsse. Architekt Foergen aus Fraulautern wurde mit der Planung beauftragt. Die Kirche wurde nun dreischiffig mit verbreiterter Westfassade. Statt des früheren Dachreiters erhielt sie drei Turmbauten. Am 16 Mai 1910 wurde der Grundstein gelegt. am 12.11.1911 konnte die Kirche von Dechant Linn aus Hermeskeil benediziert werden. Auf eine Konsekration durch den Bischof wurde verzichtet. Die Renovierungen von 1967/68 und 1993 machte die Kirche von Züsch wieder zu einer wirklichen Sehenswürdigkeit. Der neubarocke Kirchenbau mit Dreiturmfassade und auch entsprechendem Innenraum zählt zu den schönsten Kirchen im Hochwald. [2]

Einordnung

Ersteller, Baumeister, Architekt, Künstler:
Bingler, Johann Baptist (Kommunalbaumeister), Trier
Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Katholische Kirchen
Zeit:
1780-84
Epoche:
Klassizismus

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   7.009717
lat: 49.647609
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ortslage

Internet

http://www.hermeskeil.de/gemeinde/zuesch/zuesch.htm

Datenquelle

[1] Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler: Rheinland-Pfalz, Saarland, 1984. Deutscher Kunstverlag [2] Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Rheinland-Pfalz 12.1

Bildquellen

1 Bild: © Norbert Kutscher, Waldweiler, 2009
2 Bild: © Norbert Kutscher, Waldweiler, 2009
3 Bild: © Norbert Kutscher, Waldweiler, 2009
4 Bild: © Norbert Kutscher, Waldweiler, 2009.

Stand

Letzte Bearbeitung: 22.02.2009

Die Datenbank zum Mitmachen

Sie haben weitere Informationen und/oder Bilder zu diesem Kulturdenkmal oder zu anderen Kulturdenkmälern in der Region Trier. Wir freuen uns über alle weiteren Informationen. Bitte senden Sie uns eine e-mail an kulturdatenbank@gmx.de.

Vielen Dank!

Wir bedanken uns ganz herzlich bei den vielen Personen, die uns im Laufe der Jahre so viele Bilder und Objektbeschreibungen zugesendet haben. Ihre Namen sind auf den jeweiligen Seiten vermerkt. Darüber hinaus bedanken uns bei folgenden Institutionen für die Unterstützung unseres Projekts:


Volkskunde- und Freilichtmuseum Roscheider Hof, Konz


 
Fachbereich Wirtschaft und Rechenzentrum

 
NETGis, Gesellschaft für Geoinformation und Umweltplanung


Soziale Netzwerke

Bookmarken Sie diese Seite in einem sozialen Netzwerk:

facebook  twitter  studiVZ  Google  del.icio.us  digg  mrwong  webnews  yigg



Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit