Datenbank der Kulturgüter
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Spätrömische Villa

Konz, Gemeinde Konz
Gartenstraße

Kaiservilla

Am Rande einer Anhöhe an und unter der Sankt Nikolaus-Kirche. Beschreibung: Unter und um die heutige Kirche konnte das Rheinische Landesmuseum Trier bei deren Neubau zwischen 1959 und 1961 die Mauern einer großen Portikusvilla mit Mittel- und Eckrisaliten freilegen, die danach jedoch größtenteils jenem Neubau weichen mußten. Das Kernstück der 84 x 38 Meter großen Anlage bildete ein riesiger Apsidensaal in der Achse des Mittelrisalites, der das palastartige Gebäude dominiert haben dürfte. Sichtbar und begehbar sind die noch bis zu 8 Meter hoch erhaltene Westapsis des Kaltbades (frigidarium) mit den Wannenestrichen sowie die östliche Hälfte der moselseitig gelegenen Stützmauer mit der Porticus und dem weit vorspringenden Mittelrisalit sowie der Eingangsseite des großes Mittelsaales. Von hier erreicht man unter der Kirche den Heizungskeller mit Praefurnium und Blick ins Hypokaustum. Reste von Marmorinkrustation, reich bemalte Putzreste und das Fragment eines Diatretglases lassen die Bewohner dieser Villa im Umfeld des kaiserliches Hofes suchen. Offenbar beziehen sich die von Ausonius in seiner Mosella (Vers 367ff.) erwähnten kaiserlichen Mauern, unter denen die Saar in die Mosel mündet, auf diesen Palastbau, in dem dann auch Kaiser Valentinian I. die zu Contionacum im Jahre 371 ausgefertigten Erlasse unterschrieben haben dürfte. Gilles

Einordnung

Kategorie:
Archäologische Denkmale / Siedlungswesen / Siedlungen
Zeit:
4. bis 5. Jahrhundert nach Chr.
Epoche:
Kelten- / Römerzeit

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.575079
lat: 49.695181
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ortslage

Internet

http://www.landesmuseum-trier.de/ http://www.landesmuseum-trier.de/

Datenquelle

Archäologie zwischen Hunsrück und Eifel - Führer zu den Ausgrabungsstätten des Rheinischen Landesmuseums Trier. 1999. ISBN 3-923319-43-6 (Schriftenreihe des RLM Trier Nr. 15). Online-Shop: www.landesmuseum-trier-shop.de

Bildquellen

1 Bild: © Rheinisches Landesmuseum Trier. 1999
2 Bild: © Rheinisches Landesmuseum Trier. 1999

Stand

Letzte Bearbeitung: 11.07.2010

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