Datenbank der Kulturgüter
in der Region Trier





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Sankt Martin (4)

Oberdorf, Gemeinde Messerich
Kirchstraße

Seitenaltäre

An der höchsten Stelle des Kirchhofs erhebt sich die, in ihrer Giebelspitze auf 1841 datierte, Martinskirche. Ihr klassizistischer Saal wurde von dem späteren Kreisbaumeister Peter Julius Wollf nach Plänen seines Vaters, des Trierer Land- und Stadtbauinspektors Johann Georg Wolff errichtet. Ein Teil des Vorgängerbaus, einer romanischen Hallenkirche aus dem 12. Jahrhundert ist in Form eines dreischiffigen, plattgeschlossenen Chores zwischen dem Schiff und dem viergeschossigem Turm erhalten. Er wurde zunächst als Sakristei des Neubaus genutzt und 1970 als Sakramentskapelle wieder zum Schiff geöffnet. Der spitze Chorbogen mit Bemalung in Beschlagwerkformen mit der Aufschrift AD 1614 beschriftet, ruht auf Halbrundpfeilern mit für die trierisch-lothringische Bautengruppe charakteristischen Basen und Kapitell. An den Gewölben finden sich Reste spätgotischer Malerei. Die Empore ruht auf zwei wiederverwendeten romanische Rundpfeilern und vier Kapitellen. Die beiden romanisierenden Rundpfeiler, die die klassizistischen Türblätter rahmen, gehen offensichtlich auf Anregungen des Vorgängerbaus zurück. Der frühbarocke linke Seitenaltar aus Sandstein ist auf einer Kartusche mit 1714 bezeichnet und trägt eine Figur der heiligen Katharina. Der rechte Seitenaltar gehört mit seiner Zier aus Beschlagwerk noch dem 17. Jahrhundert an. Er wird von einer Gruppe des heiligen Martin zu Pferde mit Bettler abgeschlossen. Des weiteren befinden sich in der Kirche einige Figuren vor allem aus dem Ende des 17. Jahrhundert sowie ein spätgotischer Taufstein. Der um 1900 in Köln entstandene Hochaltar, der Schalldeckel und ein Teil der Treppenwange der Kanzel kamen in das Kreismuseum von Bitburg. [1]

Einordnung

Ersteller, Baumeister, Architekt, Künstler:
Wolff, Peter Josef Julius (Kommunal-Kreisbaumeister), Bitburg [1824-1911] und Wolff, Johann Georg.
Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Katholische Kirchen
Zeit:
1849
Epoche:
Klassizismus

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.481594
lat: 49.938944
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ober-Messerich

Internet

http://www.bitburgerland.de/index.php?id=339

Datenquelle

[1] Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz, Kreis Bitburg-Prüm, 9.2 Wernersche Verlagsgesellschaft 1994. ISBN 3-88462-132-7

Bildquellen

Stand

Letzte Bearbeitung: 12.01.2006

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