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Sankt Aper

Wasserliesch, Gemeinde Wasserliesch
Hauptstraße 59

Katholische Pfarrkirche

Denkmalzone Katholische Pfarrkirche Sankt Aper. Neubarocke Stufenhalle, 1910/11, Architekt Peter Marx; Denkmalzone mit Kirchenvorplatz, Pfarrhaus von 1884 (Hauptstraße 64) und Kriegerdenkmal von 1921. [1] 1910-11 von Peter Marx, Trier, errichtet. Bedeutender Bau wegen der frühen Verwendung von Eisenbeton. Hochaltar und rechter Seitenaltar im Rokokostil. [2] Die Katholische Pfarrkirche "Sankt Aper" mit ihrem spätbarocken Glockenturm ist 1910 als dreischiffige Hallenkirche erbaut worden. Das Mittelschiff wird von einem Tonnengewölbe mit großer Spannweite überdeckt. Neu und außergewöhnlich war zur Bauzeit die Verwendung von eisenbewehrtem Beton, der erstmals eine von historischen Baustilen losgelöste Bauweise erlaubte; gleichwohl wird sie dem Neobarock zugeordnet. Architektonisch bemerkenswert ist das große 7teilige Rundbogenfenster über dem Haupteingang. Während des zweiten Weltkrieges trug die Kirche infolge Artilleriebeschusses erhebliche Schäden davon. Dabei wurden auch die großen kunstvoll gestalteten Bleiglasfenster zerstört und konnten nach dem Kriege nicht mehr ersetzt werden. Die dem selten anzutreffenden Schutzpatron "Sankt Aper" geweihte Kirche – er war von 500 bis 507 Bischof in der lothringischen Stadt Toul – besitzt einen wertvollen spätbarocken Hochaltar mit zwei Seitenaltären. Der Hochaltar stammt aus dem 18. Jahrhundert. Bis 1910 stand er in der Michaeliskapelle in Wetzlar. Über dem Altartisch befindet sich eine Nachbildung des Gnadenbildes Mariahilf von Lucas Cranach dem Älteren, eines seiner berühmten Madonnenbilder; das Original befindet sich im Innsbrucker Dom. Das spätgotische wuchtige Taufbecken mit der Jahreszahl 1556 aus der im Jahre 1920 abgerissenen spätgotischen Kirche, die im Bereich des Marktplatzes stand, ist ein beachtenswertes Kunstwerk des sakralen Steinmetzhandwerks. Sehenswert sind im Kircheninneren auch die beiden großen Wandgemälde an den Seitenwänden des Chorraumes mit Szenen aus dem Alten Testament, ferner die "Madonna mit der Birne" in einer Nische an der Ostseite, eine seltene Art der Mariendarstellung. In den beiden rückwärtigen Nischen neben dem Haupteingang befindet sich eine Pietà und eine kunstvoll gestaltete Gedenktafel mit den Namen der Gefallenen des 1. Weltkrieges. Links neben der Kirche befindet sich, etwas versteckt hinter einer Hecke, eine Ölberggrotte. [3]

Einordnung

Ersteller, Baumeister, Architekt, Künstler:
Marx, Peter (Architekt) Trier [1871-1958]
Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Katholische Kirchen
Zeit:
1910-11
Epoche:
Historismus / Jugendstil

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.539486
lat: 49.709001
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Im Rechgarten

Internet

http://www.wasserliesch.de/

Datenquelle

[1] Denkmalliste der Generaldirektion Kulturelles Erbe, Rheinland-Pfalz; 2010. [2] Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler: Rheinland-Pfalz, Saarland, 1984. Deutscher Kunstverlag [3] Homepage der Ortsgemeinde Wasserliesch

Bildquellen

1 Bild: © Ferdinand Hein, Wasserliesch, 2011.
2 Bild: © Ferdinand Hein, Wasserliesch, 2011.
3 Bild: © Ferdinand Hein, Wasserliesch, 2011.

Stand

Letzte Bearbeitung: 29.06.2011

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