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Kreuz am Tirolerstein

Neuhütten, Gemeinde Neuhütten

Beschreibung

Inschrift: Zum Gedenken an den tiroler Händler Thomas, der hier am 19.01.1741 von einem Unbekannten erschlagen worden ist Tirolerstein Der Raubmord an dem Tiroler Händler Thomas am 19. Januar 1741 auf dem Dollberg bei Neuhütten. Die Bezeichnung "Tirolerstein" ist der hiesigen Bevölkerung schon immer bekannt. Diese Stelle liegt genau auf der Wasserscheide des Dollbergs zwischen Zinsershütten und dem früheren Forsthaus Neuhof bei Achtelsbach. Ein Fremder wird sich fragen, was hat das dortige Denkmal mit Tirol zu tun? Ca. um 1740 kam der aus Tirol stammende Wanderhändler namens Thomas (sein Familienname ist nicht überliefert) öfter in die hiesige Gegend, um dort seine mitgebrachten Waren zu veräußern. Im Januar 1741 war er wiederum hier. Als hoher Schnee und bittere Kälte die Wege über die Berghöhen für Händler mit Traglasten unpassierbar gemacht hatten, blieb er vier Tage in Abentheuer und nächtigte bei dem Wirt David Roth. Am 19. Januar (sonntags) machte er sich auf den Weg nach Züsch und weiter nach Malborn, Dhronecken und Hilscheid, um dort die Märkte aufzusuchen. Doch dort kam er nie an. Man machte sich Sorgen und ließ nach ihm suchen. Ein Trupp Männer machte sich auf den Weg in Richtung Züsch. Er entdeckte die gefrorene Leiche des Händlers, "5 - 6 Schritt diesseits der Amtsgrenze von dem letzten Stein gegen Züsch, sodann einen Flintenschuß von dem Züscher Weg, welcher sowohl an das Dorf Züsch als auch an den Hammer gehet". 23. Januar "..vormittags gegen 9 Uhren in den Hoch Walt begeben, den Birckenfeldter Ambts Grenzen Weißthumb (Dorf- und Stadtrecht) anno 1669 eingesehen, solchemnach an dem gehauenen Stein, der bey Hox Pfuhl stehet, der die Birckenfeldtische und Nohfeldtische Grenze scheidet angefangenen. Von diesem Kaft Stein ist man fort auf die Höhe zu einem Wackenstein gangen, so der zwey und zwanzigste Stein in dem Weißthumb beschrieben ist, welcher Birckenfeldt und Nohfeldten und Züscher Lehen scheiden solle, ohneweit von solchem Stein, wie der bey Aufsuchung und gleich anfänglich gefundene todte Cörper gezeiget hat, soll der todte Cörper auf acht Schritt gerad herüber auf der Seiten, wo Birckenfeldt diesen zwey und zwanzigsten Stein (der neben diesem Wacken stehet) eingehauen sich befindet, gelegen haben, " so die Angaben einer Kommission. Seine Ruhestätte fand Thomas auf dem Friedhof Birkenfeld. Der Tat dringend verdächtig war der Knecht Nicklas aus Hoppstädten, der zusammen mit dem Händler in Abentheuer übernachtet hatte und später in Hilscheid mit "allerhand Geld" angetroffen wurde. Ob er wirklich der Täter war, das geht aus den Akten nicht hervor. Lange Jahre stand an der Stelle ein einfaches Holzkreuz; der Heimatverein Neuhütten errichtete im November 1981 eine würdige Gedenkstätte. [1]

Einordnung

Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Bildstöcke und Kreuzwegstationen
Zeit:
1741
Epoche:
Barock / Rokoko

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   7.05025
lat: 49.65451
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Dollberg gegen Osten

Internet

http://www.neuhuetten-hochwald.de/

Datenquelle

[1] Reiner Schmitt, Neuhütten in: http://www.neuhuetten-hochwald.de/geschichte.htm

Bildquellen

1 Bild: © Sandra Wack, Neuheilenbach, 2016. www.koerbchen-gesucht.de
2 Bild: © Sandra Wack, Neuheilenbach, 2016. www.koerbchen-gesucht.de
3 Bild: © Sandra Wack, Neuheilenbach, 2016. www.koerbchen-gesucht.de

Stand

Letzte Bearbeitung: 14.09.2016

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