Datenbank der Kulturgüter
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Heilig Kreuz

Kreuzweiler, Gemeinde Palzem
Moselstraße

Katholische Pfarrkirche

Siedlungsgeschichtlich interessant an der westlichen Ortsspitze exponiert stehende und die leicht abgesetzte Bebauung ausrichtende Kirche mit Pfarrhaus und Friedhof. Die in der Landschaft dominierende Saalkirche hat ein gestrecktes Langhaus. Der eingezogene Chor ist ebenfalls unter einem schiefereingedeckten Satteldach, das einseitig über die Sakristei abgeschleppt ist. [...] Die Kirche wurde nach schweren Beschädigungen 1944 / 45 wiederhergestellt. Ältester Bauteil der am Außenbau schlicht wirkenden Kirche ist der spätgotische Chor; der Überlieferung nach 1540 errichtet. An seiner Nordwand ein mit Fischblasen figuriertes Maßwerkfenster, an der Ostwand ein Okulusfenster, wohl Totenleuchte. Das 1762 neu erbaute - nach anderer Nachricht 1623 und im 18. Jahrhundert erneuerte -, 1848 um zwei Achsen und den Turm verlängertes Schiff ist durch rundbogige Fenster und steinernes Traufgesims schlicht charakterisiert. Klassizistisch betont ist die Turmfassade, deren Ecken als Pfeiler ausgebildet sind. Das Innere überrascht als einheitlicher, auf Wandpilastern stichkappengewölbter Saal, der sich im spitzbogigen Chorbogen öffnet; der Chor kreuzrippengewölbt. Im Chor 1623 aufgestelltes und datiertes Doppelepitaph für die als Kirchenstifter angesehenen Lothar Ernst und Margaretha Römer, handwerkliche Renaissancearbeit aus Kalkstein. In der Nordwand ein kleines Epitaph mit ausgeschlagenem Wappen und daneben ein archaisch wirkendes, interessantes Epitaph, wohl als Tumbaplatte anzusehen, in der Randumschrift 1677 datiert. Altarschmuck ist eine Kreuzigungsgruppe, zusammengestellt aus barockem Kruzifix und in gotischer Nachwirkung stehenden Beifiguren (17. Jahrhundert). Barocker Figurenschmuck auch am rechten Seitenaltar, darunter Engelfiguren. Im Kirchenschatz die für die Pfarrgründung und Ortsbenennung maßgebliche, im 18. Jahrhundert neugefaßte Kreuzreliquie. Die Kirchenbänke mit barocken Wangen; die Empore mit gotisierender Holzbrüstung wurde 1852 eingebaut. An der südlichen Außenwand ein neugotisches Kreuzigungsrelief in Blendädikula, wohl Priestergrabstein Johann Wilhelm Hess. Zum geschützten Bereich gehört das 1889 als zweigeschossiger Walmdachbau neu errichtete Pfarrhaus. [1]

Einordnung

Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Katholische Kirchen
Zeit:
1540
Epoche:
Renaissance

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.402111
lat: 49.553799
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ortslage

Internet

http://www.palzem.de

Datenquelle

[1] Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz, Kreis Trier-Saarburg, 12.1 Wernersche Verlagsgesellschaft 1994

Bildquellen

Stand

Letzte Bearbeitung: 30.03.2006

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