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Profanierte Dorfkirche

Malberg, Gemeinde Malberg
Schlossstraße / An der alten Kirche

Alte Kirche Sankt Quirin

1755 im Winkel von Schloßstraße / An der alten Kirche in steiler Hanglage erbaut, wegen der beengten Verhältnisse nach Nordosten ausgerichtet. Seit der Profanierung im Jahr 1833 als Stallscheune genutzt. Kleiner, zweiachsiger Saalbau mit stark eingezogenem, dreiseitig geschlossenem Chor, die glatt verputzten Wandflächen nur durch die großen, heute vermauerten Rundbogenfenster und gequaderte Eckverzahnungen an der Giebelseite gegliedert. Bei der Umnutzung nach 1833 trat anstelle des ursprünglichen Eingangs ein seitlich aus der Mitte verschobenes Scheunentor. Das neue, unpassende Dach vollzieht die Abschrägung des Chorschlusses nicht nach. Der Innenraum verbaut, im Chor befinden sich Freskenreste. [1] Die alte Kirche Die erste urkundliche Nennung einer Kapelle in Malberg erhalten wir im Jahre 1316. Im Jahre 1570 wird diese Kapelle im Visitationsbericht des Landkapitels Bitburg erneut erwähnt. Aus diesen Bistumsakten geht hervor, dass sich im Ort Malberg eine dem Sankt Quirinus geweihte Kapelle mit einem Altar und einer Wochenmesse befunden hat. Diese als Filiale von Kyllburg genannte Kapelle wurde 1621 von einem diensttuenden Priester für baufällig erklärt, jedoch erst im Jahre 1755 wieder neu erbaut. Die Kapelle reichte den Bedürfnissen der wachsenden Gemeinde nicht lang; eine Erweiterung war wegen der räumlichen Enge nicht möglich. Daher ließ der Schlossherr von Veyder 1826 die Schlosskapelle vergrößern und gewährte den Malberger Bürgern die Mitnutzung. Die Kapelle wurde daraufhin 1833 profaniert, das heißt, für weltliche Nutzung freigegeben. Seit der Zeit wurde sie als Scheune u. Stallung genutzt. Die Kapelle ist ein einfacher geputzter Bruchsteinbau mit sorgfältiger Eckquaderung und zwei Achsen langer Fenster. Der dreiseitig geschlossene Chor ist vor dem "Ostgiebel" eingezogen. Durch die engen baulichen Verhältnisse in der Ortschaft Malberg ist der Bau nicht, wie zu erwarten, nach Osten ausgerichtet, sondern in Richtung Nord-Nord-Ost. Vor wenigen Jahren erwarb Herr Alois Keppers die Kapelle und restaurierte diese mit viel Liebe und Engagement von Grund auf. Eine Fotoausstellung in der Kapelle dokumentiert die Inwertsetzung vom fast baufälligen Zustand in den einzelnen Umbauphasen bis heute. Dabei wurden unter den vorhandenen Anstrichen wertvolle Fresken freigesetzt und restauriert. Heute erscheint der Bau außen in einem zarten Gelb und mit neuem Dach und erweist sich als baulichen "Gewinn" für den Ort. Zukünftig will Herr Keppers das Gebäude eventuell als Museum der Waldeifel mit Ausstellungen über die Eisenhüttenzeit oder Sandsteinverarbeitung nutzen. Auch Konzerte bieten sich aufgrund der hervorragenden Akustik der Kapelle an. [2]

Einordnung

Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Kapellen
Zeit:
1755
Epoche:
Barock / Rokoko

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.57969
lat: 50.04662
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ortslage

Internet

http://www.malberg-eifel.de/sehens/alte_kirche/rechts35.html

Datenquelle

[1] Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz, Kreis Bitburg-Prüm, 9.1 Wernersche Verlagsgesellschaft 1994. ISBN 3-88462-081-9 [2] Malberg-Online http://www.malberg-eifel.de

Bildquellen

1 Bild: © Ellen Arenz-Wihr, Kyllburg, 2010.
2 Bild: © Ellen Arenz-Wihr, Kyllburg, 2010.
3 Bild: © Ellen Arenz-Wihr, Kyllburg, 2010.
4 Bild: © Ellen Arenz-Wihr, Kyllburg, 2010.

Stand

Letzte Bearbeitung: 22.08.2014

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