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Ehemalige Thekla-Kapelle

Trittscheid, Gemeinde Üdersdorf
Dorfstraße

Beschreibung

Lage: heutiger Vorplatz des Gemeindehauses. Erbauung: 1774. Einfacher Bruchsteinbau: 4,70 Meter breit; 9,50 Meter lang. Sie war Eigentum der Kirchengemeinde und kaum begütert (1830: 8 Taler Vermögen; 1869: kein Vermögen). In der Kapelle hing ein Glöckchen von 1650, die sogenannte Grafenglocke, die aus der Burgkapelle Manderscheid stammte und bis 1850 in der Kirche Buchholz Verwendung fand. 1960 Abriß der baufälligen Dorfkapelle im Zuge der Flurbereinigung. 1958 erbaute die Gemeinde 200 Meter nordwestlich eine neue Thekla-Kapelle. Übernommen wurden zwei Figuren der heiligen Thekla und Nothburga, sowie die Grafenglocke, die heute als Sterbeglocke dient, da die Kapelle mit zwei neuen Glocken der Firma Mark, Brockscheid, ausgerüstet wurde. Die Kreuzwegstationen erhielt die Kirche in Bleckhausen. An den ehemaligen Standort erinnert nichts. Quelle: Wackenroder. Die Kunstdenkmäler des Kreises Daun, Seite 244; Schug: Geschichte der Pfarreien Adenau, Daun, Gerolstein, Hillesheim und Kelberg (Trier 1956), Seite 507; Staatsarchiv Koblenz 1c 2983; Die ehemalige Thekla-Kapelle, erbaut 1774 und in den 1960er Jahren abgerissen, stand mitten im Dorf. Bereits das alte Kapellchen trug in seinem kleinen Türmchen die so genannte Grafenglocke, die später auch in die neue Kapelle kam. Die kleine Glocke wurde ehemals 1650 durch Graf Philipp Dietrich von Manderscheid für die Burgkapelle der Niederburg in Manderscheid in Auftrag gegeben und gegossen. Die französischen Raubkriege 1673 und 1689 die Eroberungskriege Ludwig XIV. hinterließen Spuren der Verwüstung rund um Manderscheid. Dabei wurden auch die Burgen stark in Mitleidenschaft gezogen. Niederburg und Kapelle verfielen immer mehr, so dass auf Antrag des Laufelder Pastors die Burgkapelle für Gottesdienste geschlossen wurde. Die kleine Glocke kam zunächst in die Kirche nach Buchholz und um 1880, als Buchholz ein neues Geläut erhielt, über die Glockengießerei Mark nach Trittscheid. [Friedbert Wißkirchen, Daun, 2013.]

Einordnung

Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Kapellen
Zeit:
1774
Epoche:
Barock / Rokoko

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.825382
lat: 50.149333
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Der große Pesch

Internet

http://www.jahrbuch-daun.de/VT/hjb1986/hjb1986.96.htm

Datenquelle

Alois Mayer, Daun-Pützborn: Untergegangene kirchliche Einrichtungen im Kreis Daun in: http://www.jahrbuch-daun.de/VT/hjb1986/hjb1986.96.htm

Bildquellen

1 Bild: Archiv der Verbandsgemeinde Daun.
2 Bild: Archiv der Verbandsgemeinde Daun.

Stand

Letzte Bearbeitung: 20.01.2013

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