Datenbank der Kulturgüter
in der Region Trier





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Ehem. Prämonstratenserinnenkloster

Niederehe, Gemeinde Üxheim
Im Klosterhof

Wallfahrtsstätte

Inmitten des Ortes Niederehe. Albero (1158-97), Alexander (1168-97) und Dietrich (1173-1201) von Kerpen bauten um 1175 mit Erlaubnis des Kölner EB ein Kloster für adelige Jungfrauen auf ihrem Besitz in Yee. In den kommenden Jahrzehnten erhält das Kloster reiche Zuwendungen von Adel, Volk und Klerus. 1246 nimmt Papst Innozenz IV. das Kloster unter seinen Schutz und bestätigt alle Schenkungen und Privilegien. 1322 zahlreiche Ablässe lassen Pilger und Wallfahrer herbeiströmen. Üppigkeit und Wohlstand nehmen zu; Klosterzucht und Moral nehmen immer mehr ab. 1460: das Kloster hat große Schulden. 1474: ein Großbrand vernichtet Kloster und einen Teil der Klosterkirche. Man sieht darin die strafende Hand Gottes. 1505: das Kloster ist durch Oede, Brand und unordentliche Regierung in Wüstung gekommen. Der Abt von Steinfeld und die Landesherren von Niederehe drängen auf Entfernung der Nonnen und auf Umwandlung in ein Männerkloster. 1505: Prior Heinrich von Engelen aus der Abtei Steinfeld zieht mit Patres in das Niederehener Kloster ein. Bald kehren wieder Zucht, Ordnung und Wohlstand ein. 1569-93: der Gottesdienst bleibt unterbunden, da die Herren von Manderscheid-Schleiden zum lutherischen Glauben übertraten. 1593: Niederehe kommt in den Besitz des katholischen Grafen Philipp von der Mark. Das Kloster kann sich wieder weiter und frei entfalten. 1700: Ausbau des Konvents und einer Noviziatsschule. 1803: Aufhebung aller geistlichen und weltlichen Herrschaften durch die französische Regierung. Das Kloster wird aufgelöst. Die Güter werden für 1260, das Brauhaus für 245 und die Klostermühle für 360 Taler versteigert. Die gesamte Klosteranlage ist heute noch gut erhalten. Sie wird umschlossen von der alten in Bruchsteinen ausgeführten Klostermauer. Die ehemalige Klosterkirche ist heute Pfarrkirche. Zender, Nr. 677; 678. 6. Schug: Geschichte der Pfarreien Adenau, Daun, Gerolstein, Hillesheim und Kelberg (Trier 1956) , S. 380; Barsch, S. 107; P. Kees, Kloster Niederehe.

Einordnung

Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Wallfahrtsstätten
Zeit:
1175
Epoche:
Frühmittelalter / Romanik

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.754325
lat: 50.312496
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ortslage

Internet

http://www.jahrbuch-daun.de/VT/hjb1986/hjb1986.96.htm

Audio




Datenquelle

Alois Mayer, Daun-Pützborn: Untergegangene kirchliche Einrichtungen im Kreis Daun in: http://www.jahrbuch-daun.de/VT/hjb1986/hjb1986.96.htm und Kreisverwaltung Vulkaneifel, Abteilung 1 - Kommunales und Recht; 2008.

Bildquellen

1 Bild: © Gilles Soubeyrand, Maximilianstrasse 4, 53111 Bonn http://www.foto-welten.de/index/index.htm
2 Bild: © Helge Rieder, Konz, 2000
3 Bild: © Clemens Baasch, 54570 Wallenborn
4 Bild: © Clemens Baasch, 54570 Wallenborn
5 Bild: © Clemens Baasch, 54570 Wallenborn

Stand

Letzte Bearbeitung: 22.02.2010

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