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Wendelinuskreuz

Esch, Gemeinde Esch (Vulkaneifel)

Beschreibung

In einer Waldschneise neben dem Soldatenfriedhof steht das Wenelskreuz. Außer unleserlich gewordenen Schriftzeichen sind der Name Wendelinus sowie die Ortsbezeichnung Feusdorf und die Jahreszahl 1626 oder 1666 zu erkennen. Der Ortsname Feusdorf lässt vermuten, dass dieses Waldstück zur damaligen Zeit zur Gemarkung der Gemeinde Feusdorf gezählt haben könnte und später von der Gemeinde Esch erworben wurde. Dieses Kreuz wird seit unzähligen Jahren von bestimmten Pilgergruppen vom Niederrhein, die zum Grab des Apostels Matthias nach Trier pilgern, zum Gebet besucht. Da weitere ähnliche Kreuze in der Marschrichtung dieser Pilger zu finden sind, kann es sich nur um ein Wegkreuz zur Orientierung handeln. Bei der jährlichen Fronleichnamsprozession dient das Wenelskreuz, reich geschmückt, zur Erteilung des Segens. [1] Das Wendelinuskreuz befindet sich etwa 300 Meter weiter an der Straße nach Esch in der Nähe des Ehrenfriedhofes. Der untere Sockel ist mit folgender Inschrift versehen: J. Wendelinus Hoeffel, Augustiner, G. aus Feusdorf, 1806 Der Augustiner-Laienbruder Johannes Wendelin Hoeffel (genannt Kutsch) ließ dieses Kreuz vermutlich aus Dankbarkeit über Rettung aus höchster Gefahr errichten. Hoeffel war Laienbruder im Augustinerkloster in Hillesheim und für die Geldgeschäfte des Klosters verantwortlich. Im Jahre 1804 fielen die Truppen Napoleons ins Land ein, raubten, plünderten und brandschatzten, was sich ihnen in den Weg stellte. So auch das Hillesheimer Kloster; die Insassen waren vorher teils geflüchtet; der Rest wurde vertrieben. Bruder Wendelinus floh mit der Klosterkasse und einer Mutter-Gottes-Statue nach Feusdorf. Die Statue befindet sich noch heute in der Feusdorfer Kirche. Das Wegekreuz ließ er 1806 errichten. Mit dem Geld aus der Klosterkasse soll die Kapelle 1804 nach Westen verlängert worden sein. J. Wendelinus Hoeffel starb am 09.02.1821 in Feusdorf im Alter von 63 Jahren. Bis in dieser Zeit hat sich auch sein Gedenkstein auf dem alten Friedhof noch erhalten. [2]

Einordnung

Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Bildstöcke und Kreuzwegstationen
Zeit:
1821
Epoche:
Klassizismus

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.611167
lat: 50.354418
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Efferath

Internet

http://www.jahrbuch-daun.de/VT/hjb1996/hjb1996.32.htm

Datenquelle

[1] Peter Metzen. Esch: Denkmäler der Gemeinde Esch; in: http://www.jahrbuch-daun.de/VT/hjb1996/hjb1996.32.htm [2] [1] Hilger, Dieter: Feusdorf im Wandel der Zeiten. Auszug aus der gleichnamigen Dorfchronik, 2005.

Bildquellen

1 Bild: © Helmut Bauer, Trier, 2013.
2 Bild: © Helmut Bauer, Trier, 2013.
3 Bild: © Helmut Bauer, Trier, 2013.

Stand

Letzte Bearbeitung: 22.02.2016

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