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Sankt Josef

Stadtkyll, Gemeinde Stadtkyll
Hauptstraße

Katholische Pfarrkirche

Klassizistischer Saalbau, 1853/54. [1] 1853-54 anstelle eines 1824 von Schinkel errichteter Bau. Klassizistischer Saalbau. [2] Die Pfarrkirche liegt mitten im Ort. [...] Ein erstes Gotteshaus zu Stadtkyll wurde 1022 [...] erbaut. Es ist die frühere Margarethenkapelle. 1308 wird eine Kirche zu Stadtkyll erwähnt. Ein neues Gotteshaus erbaute man 1505, das drei Jahre später den Rang einer Pfarrkirche bekam. Der Brand im Ort von 1632 zerstörte auch die Kirche. Sie wurde 1634 wieder aufgebaut. Im Jahre 1814 fielen erneut Ort und Kirche dem Feuer zum Opfer. 1823/24 wurde das Gotteshaus nach Plänen des preußischen Architekten Karl Friedrich Schinkel neu aufgebaut. Ein noch größerer Brand wütete 1854. Kirche und Ort sanken erneut in Schutt und Asche. [...] In den folgenden Jahren baute man die Kirche nach den alten Plänen von Schinkel wieder auf. Sie blieb bis auf wenige Schäden im 2. Weltkrieg bis heute erhalten. [3] Die Kirche ist ein hell verputzter Rechteckbau. Große Rundbogenfenster an den Längsseiten der Kirche sorgen für einen lichtdurchfluteten Innenraum. Turm und Eingangsfassade, an der Westseite sind das äußere Prunkstück. Die in rötlichem Farbton gehaltenen Architekturelemente, treten hier besonders schön hervor. Ein Haupteingang, flankiert durch zwei Seiteneingänge führen in das Innere der Kirche. Der Innenraum ist weiß gestrichen. Im Übergangsbereich zwischen den Wänden und der Decke befinden sich schöne Pflanzen- und Tierornamente. Der Altarraum grenzt sich mit halbrunder Apsis von dem breiten Kirchenschiff ab. Der Altar stammt aus der Wahlholzkirche Morbach-Hunoldstein und wurde 1966/67 hier aufgestellt. Neben dem Hauptaltar befindet sich in der Kirche noch ein Zelebrationsaltar. Mehrere Statuen befinden sich in der Kirche. Vorne, links im Kirchenschiff die Muttergottes mit dem Jesuskind. Auf der anderen Seite der Kirchenpatron St. Josef mit einem Modell der Kirche. Hinten in der Kirche befinden sich mehrere Heiligenfiguren, darunter eine Figur des hl. Matthias. Die Kirchenfenster haben schöne Buntverglasungen mit Darstellungen von St. Anna, St. Barbara, St. Agnes, St. Michael, auf der linken Seite sowie auf der rechten Seite St. Josef, St. Georg, St. Tarzisius, und St. Johannes. Die kleinen Seitenfenster in den Seiteneingängen zeigen links, die hl. Elisabeth und die hl. Cäcilia und rechts den hl. Thomas Morus und den Bruder Konrad. Sechs große Bildtafeln hängen zwischen den Fenstern im Kirchenschiff. Sie wurden für die Kirche der Festung Koblenz-Ehrenbreitstein gemalt. Nach der Zerstörung der Kirche im zweiten Weltkrieg wurden die Bilder ausgelagert. Als Stadtkyll seine Pfarrkirche umgestaltete bekam man die Gemälde. Fünf Bilder zeigen die Geheimnisse des Freudenreichen Rosenkranzes, das sechste die Anbetung der Könige. In den Seitengängen hängen vier Holzreliefs. Abgebildet sind: die Geburt Christi, die Bergpredigt, Jesus mit den Samariterinnen am Brunnen und der Einzug in Jerusalem. Im linken Seiteneingang befindet sich eine Ikone mit Maria, der Immerwährenden Hilfe. Hinten im Kirchenschiff ist eine Empore, getragen vorne von vier runden Holzsäulen. Darauf befindet sich die Orgel, die zuletzt 1998 restauriert wurde. Geschichtliches: Die erste Erwähnung einer Pfarrei im Gebiet Stadtkylls datiert von 1100. Hauptort der Pfarrei war wohl zunächst Niederkyll. Als Stadtkyll mit dem Marktrecht immer bedeutender wurde, legte man den Pfarrsitz dorthin. 1505 wurde die Kirche zu Stadtkyll als Pfarrkirche bezeichnet. Damals bildeten Stadtkyll, Niederkyll, Schönfeld und drei Häuser von Glaadt (bis 1687) die Pfarrei. Jahrhundertelang war sie Teil des Eifeldekanates der Erzdiozese Köln. Bei der Neuordnung der kirchlichen Verwaltungsgrenzen durch die Franzosen erfolgte 1803 ein Wechsel der Pfarrei in das Bistum Trier. Gleichzeitig wurde sie um den größten Teil von Kerschenbach, das vorher zu Kronenburg gehörte, erweitert. Bis heute blieb die Pfarrei, die neben dem Pfarrort Stadtkyll aus den Filialen Schönfeld, Niederkyll und Kerschenbach besteht, im Bistum Trier und gehört zum Dekanat Gerolstein-Hillesheim. 1022 erbaute ein Bürger am linken Hang der Kyll ein erstes Gotteshaus. Es ist die frühere Margarethenkapelle, dann Friedhofskapelle und heute Leichenhalle. 1308 wird eine Kirche zu Stadtkyll erwähnt. 1505 wurde ein neues Gotteshaus erbaut, das drei Jahre später den Rang einer Pfarrkirche bekommt. 1632 zerstörte ein Brand die Kirche und auch den Ort Stadtkyll. 1634 wurde die Kirche wieder aufgebaut. 1814 erneute Zerstörung von Kirche und Ort durch einen Brand. 1823/24 Wiederaufbau des Gotteshauses nach Plänen des preußischen Architekten Karl Friedrich Schinkel. 1854 ein noch größerer Brand zerstört Kirche und Ort. In den folgenden Jahren wird die Kirche, nach den alten Plänen von Schinkel wieder aufgebaut. Sie überstand den zweiten Weltkrieg weitgehend unversehrt.1988 wurde ein Brunnen, auf dem Platz links neben der Kirche errichtet. Oben auf einer viereckigen Stele steht eine Bronzefigur des Kirchenpatrons St. Josef. Daher heißt der Brunnen auch Josefsbrunnen. 1996 erfolgte eine umfassende Innenrenovierung. Verputz und Fenster wurden ausgebessert, der Anstrich erneuert. Der Innenraum, einschließlich eines neuen Altares, wurden neu gestaltet. 1997 bekam das Gotteshaus einen neuen Wetterhahn. 1999/2000 wurde auf dem Platz, rechts neben der Kirche, eine Mariengrotte errichtet. [4]

Einordnung

Ersteller, Baumeister, Architekt, Künstler:
Schinkel, Karl Friedrich (Architekt), [13.3.1781-9.10.1841]
Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Katholische Kirchen
Zeit:
1854
Epoche:
Historismus / Jugendstil

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.529712
lat: 50.350354
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ortslage

Internet

http://cms.bistum-trier.de/bistum-trier/Integrale?SID=CRAWLER&ACTION=ViewPageView&MODULE=Frontend&PageView.PK=57&Document.PK=75367

Datenquelle

[1] Denkmalliste der Generaldirektion Kulturelles Erbe, Rheinland-Pfalz; 2010. [2] Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler: Rheinland-Pfalz, Saarland, 1984. Deutscher Kunstverlag [3] Rund um die Kirche im Dorf - Kirchen und Kapellen der Westeifel. Hrsg. Geschichtsverein Prümer Land, Prüm, 2004. ISBN: 3-931478-14-9 http://www.gvpl.de/ [4] Pfarrgemeinschaft Obere Kyll http://cms.bistum-trier.de/bistum-trier/Integrale?SID=CRAWLER&ACTION=ViewPageView&MODULE=Frontend&PageView.PK=57&Document.PK=75367

Bildquellen

1 Bild: © Uwe Widera, 54550 Daun, 2011.
2 Bild: © Uwe Widera, 54550 Daun, 2011.
3 Bild: © Uwe Widera, 54550 Daun, 2011.
4 Bild: © Uwe Widera, 54550 Daun, 2011.
5 Bild: © Uwe Widera, 54550 Daun, 2011.
6 Bild: © Uwe Widera, 54550 Daun, 2011.

Stand

Letzte Bearbeitung: 09.10.2012

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