Datenbank der Kulturgüter
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Brandgräber

Ferschweiler, Gemeinde Ferschweiler

Beschreibung

Fundstelle 481 Am nordwestlichen Ortsrand von Ferschweiler wurden 1939 beim Wegebau drei Brandgräber entdeckt, vom Rheinischen Landesmuseum Trier dokumentiert und geborgen. Es handelte sich um annähernd quadratische Grabgruben, deren Wände z. T. aus senkrecht gestellten Steinplatten gebildet wurden. Leichenbrand und Holzkohle lagen über die Grubensohle verteilt. Grab 1 macht von der Gefäßkeramik (zwei Flaschen und zwei Becher) einen noch rein latènezeitlichen Eindruck, doch belegt eine frühe Distelfibel (Metzler 1995, 210ff.; Typ 11 b) eine frühaugusteische Zeitstellung. Grab 2 lieferte BW und TR sowie zwei Bronzefibeln, darunter ebenfalls eine frühe Distelfibel des Typs Metzler 11 b, und ist ebenfalls frühaugusteisch. Augusteisch bis frühtiberisch ist Grab 3 mit früher BW und etwas TS. 1940 wurde an der Stelle ein weiteres Brandgrab entdeckt, das spätaugusteisch-tiberisch sein dürfte. Bereits Anfang der 1930er Jahre wurden im "Heidenkirchhof" vier frührömische Brandgräber geborgen, die unveröffentlicht blieben (Skizzenb. 387, 133ff.; Rheinisches Landesmuseum Trier EV 1932, 266-268). van Doorselaer 1964, 87; Mahr 1967, 23; Miron 1986, 174; Trierer Zeitschrift für Geschichte und Kunst des Trierer Landes und seiner Nachbargebiete 8, 1933, 135f.; Trierer Zeitschrift für Geschichte und Kunst des Trierer Landes und seiner Nachbargebiete 15, 1940, 72f. mit Taf. 24, 25und28 b; Trierer Zeitschrift für Geschichte und Kunst des Trierer Landes und seiner Nachbargebiete 16/17, 1941/42, 225f. in: Römisch-Germanische Forschungen, Bd. 63. Eisenzeitlicher Kulturwandel und Romanisierung im Mosel-Eifel-Raum. Die keltisch-römische Siedlung von Wallendorf und ihr archäologisches Umfeld. Römisch-Germanische Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts Frankfurt a. M. Fundstellenkatalog von: Dirk L. Krausse unter Mitarbeit von Antje Fischbock. 2006

Einordnung

Kategorie:
Archäologische Denkmale / Bestattungen / Brandgräber
Zeit:
Circa 500 vor Chr. bis circa 500 nach Chr.
Epoche:
Kelten- / Römerzeit

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.402098
lat: 49.865779
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ortslage

Internet

http://www.dainst.org/medien/de/krausse.pdf

Datenquelle

- Fundstellenkatalog: Die keltisch-römische Siedlung von Wallendorf und ihr archäologisches Umfeld. Dirk L. Krausse unter Mitarbeit von Antje Fischbock, 2006. - Dirk Krausse: Eisenzeitlicher Kulturwandel und Romanisierung im Mosel-Eifel-Raum. Verlag: Philipp von Zabern, Mainz, 2006. Beilage 1.

Bildquellen

Stand

Letzte Bearbeitung: 08.02.2012

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