Datenbank der Kulturgüter
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Sankt Rochus und Katharina von Alexandrien

Oberscheidweiler, Gemeinde Oberscheidweiler
Brunnenstraße

Katholische Filialkirche

Vierachsiger Saalbau mit dreiseitigem Chorschluß und Dachreiter, im Kern 18. Jahrhundert, um 1870 und 1922 erweitert. [1] Das genau Jahr der Erbauung der Kapelle in Oberscheidweiler ist nicht bekannt. In der Pfarrchronik Niederscheidweiler, S. 5v, ist hierüber zu lesen: "Im Jahre 1869 ließ die Gemeinde Oberscheidweiler die daselbst befindliche Kapelle im Äußeren restaurieren resp. Vergrößern, welche Restauration circa 500 Thaler kostete. Auf Antrag der Gemeinde that Pfarrer Esch die nothwendigen Schritte, damit in der Kapelle Gottesdienst gehalten werden könne. Die Erlaubnis zur Benediction der Kapelle war Seitens des Bischöfl. General-Vikariates gegeben, und die Benediction Seitens des Herrn Definitor Clames von laufeld am 27. April 1870 vorgenommen, wonach feierliches Hochamt. Patron der Kapelle, der hl. Rochus und die hl. Catharina. Für die innere Einrichtung der Kapelle zum Gottesdienst gab die Gemeinde an freiwilligen Beiträgen circa 67 Thaler, ferner eine Familie 12 Thaler; den Schrank sowie verschiedene andere Artikel ließ der jetzige Ortsvorsteher Peter Schäfer auf seine Kosten machen, die Mehrkosten will die Gemeinde aus Geldmitteln decken." Im Juni 1937 wurde die Kapelle von Oberscheidweiler nach einem Vorschlag des Kirchenmalers Gottwald aus Bonn durch Anstreicher Geduldig aus Wittlich neu gemalt. Aschermittwoch 1938 erhielt die Kapelle in Oberscheidweiler einen neuen Kreuzweg, der von 14 Familien gestiftet wurde. Die Bilder waren vom Künstler Fugel und wurden von der Familie Schulien in Düsseldorf geliefert (Pfarrchronik Niederscheidweiler, S. 117v). Am 9./10. März 1942 wurde die Rochusglocke aus der Kapelle Oberscheidweiler ausgebaut. Sie sollte zu Kriegszwecken eingeschmolzen werden. Alle alten Männer des Dorfes läuteten nacheinander über eine Stunde zum Abschied (Pfarrchronik, S. 118). Im Winter des Jahres 1958 ließ die Kirchengemeinde eine elektrische Nachtspeicherheizung in der Kapelle einbauen. Gleichzeitig wurde der Altarraum renoviert. Der barocke Holzaltar musste entfernt werden, da das Holz durch Feuchtigkeit sehr schadhaft und zum Teil morsch geworden war. Durch eine Drainage entlang der nördlichen Außenwand erfuhr die Kapelle eine wohl nicht endgültig befriedigende Trockenlegung (Pfarrchronik, S. 121). Im Jahre 1973 erfolgte eine gründliche Renovierung der Kapelle Oberscheidweiler. Man nahm den Dachreiter herunter und montierte einen neuen Glockenstuhl. Während dieser Zeit war im Gemeindesaal eine Notkirche eingerichtet. Am 10. Dezember 1973 wurde der alte, restaurierte Holzaltar in der Kapelle aufgestellt. Im Jahre 1974 erhielt die Kapelle einen neuen Außenanstrich, und man gestaltete den Kirchenvorplatz neu. [2]

Einordnung

Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Katholische Kirchen
Zeit:
1869
Epoche:
Historismus / Jugendstil

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.934409
lat: 50.074534
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ortslage

Internet

http://www.oberscheidweiler.de/

Datenquelle

[1] Denkmalliste des Landkreises Bernkastel-Wittlich, Juni 2008. Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich, Fachbereich Beraten, Planen, Fördern. Postfach 1420, 54504 Wittlich [2] http://www.oberscheidweiler.de/kirche/kirche_index.html

Bildquellen

Stand

Letzte Bearbeitung: 27.07.2008

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