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Pfarrkirche Sankt Maximin

Kyllburg, Gemeinde Kyllburg
Annenberg 7

Beschreibung

Von der 1945 zerstörten Kirche sind nur das spätgotische Sandsteintabernakel mit der Inschrift Gerhart von Kyllburch 1487 und ein achteckiger Taufstein mit Kopfmasken und Blendmaßwerk erhalten; beide wurden in den 1953/54 errichteten Nachfolgebau übertragen. [1] Chronik der Maximinkirche Die St. Maximinkirche zählt zu den ältesten Pfarrkirchen der Eifel. Die Siedlungsgeschichte datiert ihre Gründung ins 8. Jahrhundert, doch läßt sich nicht mehr feststellen, wer diese erste Kirche baute und wie sie ausgesehen hat. Nur ein beschädigter Taufstein ist aus der romanischen Zeit erhalten geblieben. Im 12. Jahrhundert waren die Luxemburger Grafen von Vianden Vögte der Reichsabtei Maximin in Trier. Sie besaßen das Patronats- und Zehntrecht der Mutterkirche St. Maximin in Kyllburg, zu der einst auch die Pfarreien Malberg und Neidenbach sowie die Vikarie St. Thomas gehörten. Die Grafen waren wahrscheinlich auch die Erbauer der gotischen Maximinkirche. Als zweischiffige Kirche mit achteckigen Säulen hatte sie Ähnlichkeit mit der Trinitarierkirche in Vianden. Die St. Maximinkirche war Begräbnisstätte der Herren von Malberg, die ihr Schloß als Lehen der Luxemburger Grafen verwalteten. Fragmente der Grabsteine sind noch erhalten. Im Jahre 1304 übernahm das Kollegiatsstift Kyllburg die Maximinkirche, der Stiftsdekan wurde mit der Pfarrseelsorge beauftragt. Der zweischiffige Bau wurde 1745 zu einer dreischiffigen Kirche erweitert. Vier Säulen teilten nun den Raum in neun gleiche Quadrate ein. Die spätbarocke Ausstattung stammte aus dem 18. Jahrhundert. Am 2. Januar 1945 wurde die Maximinkirche bei einem Fliegerangriff restlos zerstört. Am 14. Oktober entschlossen sich die Kyllburger Gläubigen zum Wiederaufbau. Am 19. März 1953 fand die Grundsteinlegung, am 12. September 1954 die Einweihung statt. Im Jahre 1976 wurde die Kirche renoviert. Die Holzfaltdecke wurde eingebaut, der Chorraum wurde nach den liturgischen Richtlinien des Konzils umgestaltet. Das mittelalterliche Sakramentshaus des Gerhard von Kyllburg und der alte Taufstein fanden einen würdigen Platz. [2]

Einordnung

Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Katholische Kirchen
Zeit:
1953-54
Epoche:
20. Jahrhundert

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.59075
lat: 50.042252
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Hinter Sankt Maximien Kirche

Internet

http://schmino.de/

Datenquelle

[1] Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz, Kreis Bitburg-Prüm, 9.1 Wernersche Verlagsgesellschaft 1994. ISBN 3-88462-081-9 [2] Info-Tafel in der Kirche, 2017.

Bildquellen

1 Bild: © Michael Fischer, Malberg/Waxweiler, 2017.
2 Bild: © Michael Fischer, Malberg/Waxweiler, 2017.
3 Bild: © Michael Fischer, Malberg/Waxweiler, 2017.

Stand

Letzte Bearbeitung: 29.03.2017

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