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Ehemaliger Hof Reiferscheid

Kyllburgweiler, Gemeinde Kyllburgweiler

Beschreibung

Die Chronik Kyllburgweiler sagt: "Zu Schnepphausen (einem Flur/Distrikt) stand früher ein Galgen und in dessen Nähe der Hof 'Reiferscheid'. Dieses Gut gehörte der Familie deBohse zu Malberg. Diese Familie stammte aus Malmedy und hatte mehrere Hofgüter. Auf den Höfen wohnten Pächter, welche jährlich eine Rente an ihren Herrn zu schicken hatten. Die Pächter nahmen sich des Hofes schlecht an; denn er verfiel nach und nach. Es verbreitet sich hier die Sage, die letzten Pächter seien aus Trägheit eines erbärmlichen Todes gestorben. Einer von ihnen sei verhungert, der andere im Ofenloche (unmittelbar an der Herdstelle) erkältet. Der Hof wurde von Bilen (= Burges) und noch einer Familie 1824 gegen 500 Thaler = 1500 Mark gekauft. Weil das Geld nicht rechtzeitig beigebracht werden konnte, erhielt die Gemeinde das Gut. Jetzt ist es in viele geteilt. Man sieht noch Reste der Mauern und im Boden daselbst fand man eine Aschengrube (1887).'' Um 1920 berichtet Meyer davon, daß der Volksmund wissen will, das Even-Haus in Steinborn habe von dem Hause Reiferscheid Portal und Treppenaufgang erhalten. Der Reifferscheider Hof zu Kyllburgweiler gehörte ursprünglich dem Kloster Sankt Thomas. In der Französischen Revolution säkularisiert, wurde der Hof am 1. März 1805 für 1000 Francs (etwa 800 Mark) versteigert (Barsch a. a. O.). [1]

Einordnung

Kategorie:
Archäologische Denkmale / Siedlungswesen / Wüstungen
Zeit:
Circa 1780 bis 1850
Epoche:
Klassizismus

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.621146
lat: 50.066359
Lagequalität der Koordinaten: Vermutlich
Flurname: Auf Schneppenhausen

Internet

http://www.bitburgerland.de/index.php?id=1397

Datenquelle

[1] Karl E. Becker: Das Kyllburger Land. Kyllburg 1977. Hrsg. Verbandsgemeinde Kyllburg.

Bildquellen

Stand

Letzte Bearbeitung: 07.11.2007

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