Datenbank der Kulturgüter
in der Region Trier





© OpenStreetMap Mitwirkende
CC-by-SA 2.0









zum Vergrößern auf das Bild klicken

Hünengrab Drei Mörder (1)

Bonerath, Gemeinde Bonerath

Beschreibung

In der Nähe der Straße Holzerath-Reinsfeld liegen in einem Lärchenwald drei große Quarzitblöcke. Sie tragen im Volksmund die Bezeichnung Drei Mörder. Dort, wo die Straße von Holzerath kommend den Waldrand erreicht, muß man etwa 100 Meter der Straße waldeinwärts folgen und dann rechts in eine kleine Schneise einbiegen. Nach wenigen Schritten sieht man die Quarzitblöcke ungeordnet nebeneinander liegen. Sie wurden offensichtlich von Menschenhand hierhin geschafft. Wenn auch bis heute eine eingehende archäologische Untersuchung aussteht, so darf man doch mit großer Sicherheit vermuten, daß es sich hier um ein zerstörtes Grab aus der Frühzeit der Besiedlungsgeschichte unseres Raumes handelt. Es ähnelt den Hünengräbern, wie sie in Norddeutschland anzutreffen sind. Diese Bestattungsweise ist in unserem Raum äußerst selten anzutreffen. Kein Wunder, daß der Volksmund andere Erklärungen für diese auffällige Steingruppe fand. Es entstand die Sage von den drei Mördern, die in den benachbarten Dörfern in verschiedenen Versionen erzählt wird. Die einen erzählen, drei Mörder hätten hier einem Mädchen aufgelauert und seien zur Strafe in Stein verwandelt worden. Andere bringen das in der Nähe liegende sogenannte Römerlager mit der Sage in Verbindung. Demnach überfielen die drei Mörder dieses Lager und seien zur Strafe mit ihrem Hund in drei große und einen kleinen Stein verwandelt worden. In einer anderen Version wird berichtet, der Reinsfelder Pfarrer sei zu einem verunglückten Holzhacker gerufen worden. Im Wald seien drei Mörder und ein Hund auf ihn eingedrungen. Der Pfarrer habe das Kreuzzeichen gemacht, und die Mörder seien zu Stein geworden. (Homepage der VG Ruwer) > Hünengrab von Bonerath-Holzerath An der Landstraße von Reinsfeld nach Holzerath - Bonerath liegen kurz vor Ende des Waldgebietes auf der linken Seite ganz versteckt mehrere Megalithen im Wald nahe dem Parkplatz Drei Mörder . Die Quader aus Hunsrückquarzit wurden offenbar von Menschenhand hierher geschafft und lassen die Vermutung zu, dass es sich um ein zerstörtes Steingrab aus der Megalithkultur handelt. Wer einmal die norddeutschen Hünengräber in der Ahlhorner Heide besucht hat, muss Ähnlichkeiten erkennen. Es handelt sich bei dem für unsere Gegend sehr untypischen Megalithbau wohl um einen einfachen Dolmen (=kelt. Steintisch). Zwei Quader wurden als Tragsteine ähnlich aufgestellt wie die Menhire und ein dritter Quader diente als Deckstein. Später im Mittelalter wurde die Grabstätte genauso durch Umstürzen zerstört wie die Hinkelsteine. Heute liegen die seltsamen Steinquader im Bonerather Wald. Es verwundert so nicht, dass man sich in den umliegenden Dörfern verschiedene Versionen einer Sage erzählt, die dem heidnischen Grabmal wiederum eine christliche Bedeutung zuweisen und den Namen der Steingruppe Drei Mörder erklären. (Marlene Bollig; Eselstratt, der Hinkelstein in der Trittenheimer Moselschleife, Rätsel der Megalithkultur im Moselraum; Trittenheim 2002)

Einordnung

Kategorie:
Archäologische Denkmale / Steinmale, Menhire / Ohne
Zeit:
Circa 500 vor Chr. bis circa 500 nach Chr.
Epoche:
Kelten- / Römerzeit

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.786535
lat: 49.684011
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Bei den drei Mörder

Internet

http://www.bonerath.de/

Datenquelle

Homepage der VG Ruwer http://home.tonline.de/home/vgruwer/huenengrab.htm und Marlene Bollig; "Eselstratt" Trittenheim 2002

Bildquellen

1 Bild: © Marlene Bollig, Trittenheim, 2003 www.trittenheim.de/marlenebollig
2 Bild: © Marlene Bollig, Trittenheim, 2003. www.trittenheim.de/marlenebollig

Stand

Letzte Bearbeitung: 22.02.2008

Die Datenbank zum Mitmachen

Sie haben weitere Informationen und/oder Bilder zu diesem Kulturdenkmal oder zu anderen Kulturdenkmälern in der Region Trier. Wir freuen uns über alle weiteren Informationen. Bitte senden Sie uns eine e-mail an kulturdatenbank@gmx.de.

Vielen Dank!

Wir bedanken uns ganz herzlich bei den vielen Personen, die uns im Laufe der Jahre so viele Bilder und Objektbeschreibungen zugesendet haben. Ihre Namen sind auf den jeweiligen Seiten vermerkt. Darüber hinaus bedanken uns bei folgenden Institutionen für die Unterstützung unseres Projekts:


Volkskunde- und Freilichtmuseum Roscheider Hof, Konz


 
Fachbereich Wirtschaft und Rechenzentrum

 
NETGis, Gesellschaft für Geoinformation und Umweltplanung


Soziale Netzwerke

Bookmarken Sie diese Seite in einem sozialen Netzwerk:

facebook  twitter  studiVZ  Google  del.icio.us  digg  mrwong  webnews  yigg



Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit