Datenbank der Kulturgüter
in der Region Trier





© OpenStreetMap Mitwirkende
CC-by-SA 2.0









zum Vergrößern auf das Bild klicken

Wüstung Hillscheid

Weidenbach, Gemeinde Weidenbach

Beschreibung

Fundbericht: RHEINISCHES LANDESMUSEUM TRIER Landesamt für Denkmalpflege, Archäologische Denkmalpflege Amt Trier Fundbericht: Gemarkung: Weidenbach Kreis: DAUN Flur/Flurst./Distrikt: "Hillscheid"; 450 m östlich H. 503, 3; 600 m WSWtrig. P. 477,2; 1 km SW Lindenhof; 850 m NW Waldhof TK 25 Nr.: 5806 Daun r 48650 h 55280 Berichterstatter: Dr. Löhr Gefunden am: 17. 8. 2001 von: M. Heinen, Bleckhausen und H. Schmitz, Gerolstein EV. Nr.: 2001, 118 Die bei W. Janssen, Studien zur Wüstungsfrage im fränkischen Altsiedelland zwischen Rhein, Mosel und Eifelnordrand (Köln/Bo 1975), Bd. II, 244, Kat. DAU 90 genannte Wüstung "Hillscheid" westlich Weidenbach konnte von Herrn H. Schmitz, Gerolstein, und M. Heinen, Bleckhausen, lokalisiert werden. Im heutigen Fichtenwald zeichnen sich auf mindestens 100 m Ausdehnung neben flachen Wegetrassen zahlreiche leicht erhöhte Hausstandorte ab, aus denen stellenweise kleinstückige Bruchsteine herausragen. Im übrigen zeichnet sich das Gelände durch ausgesprochen dunklen, humosen, holzkohlehaltigen Boden aus, der eine ungewöhnliche Maulwurfsaktivität begünstigt, so daß eine Serie kleinstückiger Scherben und Brandlehmbröckchen aufgelesen werden konnte. Die Keramik reicht mit verschiedener Grauware, braun engobiertem Steinzeug und Frühsteinzeug von 13. Bis zum 15. Jahrhundert. so daß auch eine schriftliche Erwähnung von 1238 in den abgedeckten Zeitraum fällt. Diese Wüstung kann als hervorragendes obertägiges Bodendenkmal gelten. Verbleib: RLMT, EV 2001, 118. Historische Informationen zu Hillscheid ZUM GESCHICHTLICHEN ATLAS DER RHEINPROVINZ DIE KARTE VON 1789 - EINTEILUNG UND ENTWICKLUNG DER TERRITORIEN VON 1600-1794 VON DR. WILHELM FABRICIUS BONN, HERMANN BEHRENDT, 1898 DIE TERRITORIEN DER RHEINPROVINZ in ihrer Einteilung und Entwicklung von 1600 bis 1749 Hilscheid (Wald bei SalmundWeidenbach, Wüstung) F18 118 207 a. 173. 352. 583 9 Im "Denombrement vom 27. Januar 1687" (S. 351) wird zwar Salm, jedoch Hilscheid nicht mehr erwähnt. Hilscheid ist 1787 schon Wüstung. (Staatsarchiv Koblenz, Kurtrier, Kellnerei Manderscheid, 21 a: Beschreibung des Amtes Manderscheid) Bei Weidenbach (207) lag der Wald Hillscheid, der dem Kurfürsten von Trier und dem Grafen von Sternberg-Manderscheid-Gerolstein in Gemeinschaft zustand. Seite 173 (die Seite enthält keine Jahresangabe) Der südliche Teil der Gemarkung Salm bildete mit dem angrenzenden Teil der Gemarkung Weidenbach den Walddistrikt Hillscheid, welchen die Grafen von Manderscheid in Gemeinschaft mit dem Kurtrierischen Amt Manderscheid besassen. 1790 wurde eine Teilung verabredet und zu diesem Zweck eine Karte aufgenommen (Staatsarchiv Koblenz, Kartensammlung, Mappe Oberes Erzstift Trier) nach welcher die Grenzen der kleinen Gemeinschaft und die projektierte Teilungslinie (in roter Farbe) auf der Karte eingetragen sind. Es war dies eine Wüstung (1238 als Dorf erwähnt). S. 351und352 Manderscheider Besitzungen Einen Überblick über die Manderscheider Besitzungen im 13. Jahrhundert erhalten wir durch eine Aufstellung von Karle van Pantenberg, Ritter und Burggraf zu Manderscheid. "Dyt synt sollyche leyne und eygen gudere, dye der edelhere Henrych, here zo Man derscheyt und zo Kerpen hat, dye hernae geschreben steynt: Item zu dem yrsten hayt er zo lehen daz vorgeburge und den dalle zu Manderscheyt under syme slosse unde den zynden yn dem lande, daz man nent dye vadye, und daz hogerycht daeselbs, das hort ghen Manderscheyt van eyme greffen van Luczenburg zo lene. Item anderwerffe hayt er zu lehen van eyme greffen van Luczenburg den hoffe Keylle und daz hogerycht dar zo hort und waz dorffer und gulden unde guder zo Keylle yn den hoffe gehorent nuyst ußgenomen und wye dye gensyt der Salmen gelegen synt. Item anderwerffe daz dorffe Salmen unde Hulscheyt und der hoffe uf Muckenberg." aus: Günter Hesse/Wolfgang Schmitt-Kölzer: Manderscheid - Geschichte einer Verbandsgemeinde in der südlichen Vulkaneifel, Bernkastel-Kues 1986 S. 117 Dorf Salmen unde Hulscheid und der Hoffe uff Muckenberg S. 117 unten im 13. Jahrhundert hogerecht zu Salmen S. 118 oben Manderscheider Eigengüter um 12. (13. Jahrhundert) SALMEN, HILSCHEID, HOF MÜCKENBERG [1] In der Nähe des versunkenen Dorfes Hillscheid, südöstlich davon, gibt es einen Bezirk, der "Auf dem Hof" heißt. Zur Pestzeit, als auch das Dorf Hillscheid von der Pest ergriffen worden war, schauten die Bewohner dieses ehemaligen Hofes nach dem Schornstein eines anderen Hofes, der auf "Mückenberg" bei Hillscheid stand, ob noch Leben da sei. Von den Einwohnern Hillscheids überlebten zwei Mädchen die Pest. Eines dieser Mädchen kam nach Michelbach, das andere nach Weidenbach. Die Steine des Dorfes Hillscheid gingen nach Wallenborn, das in den Jahren 1830, 1840 verbrannte. Die Hillscheider Flur wurde in meiner (des Wilhelm Schmitz) Jugendzeit unter den Nachbardörfern Salm und Weidenbach aufgeteilt. Von Mückenberg wurde der obere Teil beackert. [2]

Einordnung

Kategorie:
Archäologische Denkmale / Siedlungswesen / Wüstungen
Zeit:
1238 (Erwähnung)
Epoche:
Gotik

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.679825
lat: 50.131714
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Im Hilscherdorf

Internet

http://www.weidenbach-eifel.de/start.html

Datenquelle

[1] Rheinisches Landesmuseum Trier - Landesamt für Denkmalpflege, Online-Shop: www.landesmuseum-trier-shop.de und Archäologische Denkmalpflege Amt Trier. [2] Heinz Schmitz: Mündliche Überlieferung - Weidenbach; in: http://www.weidenbach-eifel.de/start.html

Bildquellen

1 Bild: Google Earth
2 Bild: Google Earth

Stand

Letzte Bearbeitung: 17.04.2015

Die Datenbank zum Mitmachen

Sie haben weitere Informationen und/oder Bilder zu diesem Kulturdenkmal oder zu anderen Kulturdenkmälern in der Region Trier. Wir freuen uns über alle weiteren Informationen. Bitte senden Sie uns eine e-mail an kulturdatenbank@gmx.de.

Vielen Dank!

Wir bedanken uns ganz herzlich bei den vielen Personen, die uns im Laufe der Jahre so viele Bilder und Objektbeschreibungen zugesendet haben. Ihre Namen sind auf den jeweiligen Seiten vermerkt. Darüber hinaus bedanken uns bei folgenden Institutionen für die Unterstützung unseres Projekts:


Volkskunde- und Freilichtmuseum Roscheider Hof, Konz


 
Fachbereich Wirtschaft und Rechenzentrum

 
NETGis, Gesellschaft für Geoinformation und Umweltplanung


Soziale Netzwerke

Bookmarken Sie diese Seite in einem sozialen Netzwerk:

facebook  twitter  studiVZ  Google  del.icio.us  digg  mrwong  webnews  yigg



Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit