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Ortsgeschichte Klausen (2)

Klausen, Gemeinde Klausen

Beschreibung

Der fromme Tagelöhner Eberhard aus Esch errichtete ein Heiligenhäuschen und stellte eine Heiligenfigur auf, die sich alsbald als Gnadenbild erwies. Es kamen zahlreiche Wallfahrer, und 1447 begann Eberhard mit dem Bau einer Kapelle für das Gnadenbild, dann mit dem Bau einer Kirche, die 1448 geweiht wurde. Eberhard starb 1451. Gottfried von Esch und der Dechant des Domkapitels beriefen 1459 die Augustinerchorherren nach Klausen. Sie errichteten an Stelle der ersten eine neue Kirche, nur der alte Turm blieb stehen und wurde erhöht. Eine Erweiterung erfolgte 1502. Das Kloster wurde 1802 aufgehoben. Das Gnadenbild zu Klausen Nicht weit von dem langgestreckten Brauneberg, näher noch dem Moselflecken Piesport, liegt der Wallfahrtsort Klausen. Zu jener Zeit, als der gelehrte Nikolaus Cusanus schon ein berühmter Mann der Kirche und der Wissenschaft war, lebte im Dorfe Esch an der Salm ein frommer Bauer namens Eberhard. Dieser hatte eine besondere Andacht zur Muttergottes; einmal träumte ihm dreimal hintereinander, er müsse der Gottesmutter ein Haus bauen. Man schenkte ihm auch in Trier ein Bild der schmerzhaften Mutter Jesu, ein Glöckchen und einen Leuchterstock. Dann baute er eine kleine Kapelle und sich selbst eine Hütte dabei. Bald erzählte man auch von allerlei Wundern, die dort geschehen sein sollten; der Gnadenort bekam Zulauf, und Eberhard begann eine Kirche zu bauen. Eben damals kam auf einer Reise durch Deutschland der Kardinal Cusanus nach Trier. Als er von den Wundern bei Eberhards Klause erfuhr, meinte er, dies könne nicht mit rechten Dingen zugehen; er reiste hin, schalt den Bauern gehörig wegen seines törichten und abergläubischen Treibens und verbot ihm, mit dem Bau fortzufahren. Als der Kardinal aber weitergereist war und sich in Koblenz bei seiner Schwester aufhielt, wurde er schwer krank. Da hielt ihm seine Schwester vor, er habe vielleicht die Jungfrau Maria böse gemacht, indem er dem Klausner verbot, die Kirche auszubauen. Nun fiel dem Kardinal sein unwirsches Gebaren gegenüber dem frommen Bauersmann schwer aufs Herz; er schickte Boten aus und ließ Eberhard mitteilen, er solle nur weiterbauen; ja, er versprach ihm noch Beihilfe dazu. Bald darauf wurde der Kardinal wieder gesund und konnte seine Reise fortsetzen. Auch der Klausner Eberhard nahm sein Werk wieder auf, und die Bauern aus der Nachbarschaft halfen ihm eitrig dabei. Nun wollte ihnen Eberhard dafür etwas zugute tun und ließ, da es sehr heiß war, ein Fäßchen Wein von der nahen Mosel holen. Aber das war für die vielen Arbeiter nicht groß genug gewesen, deshalb ging der Wein bald aus. Der fromme Mann hatte zwar einen Boten um ein zweites Fäßchen geschickt, aber dieser blieb lange aus. Als Eberhard nun sah, wie seine Leute Durst litten, eilte er zu dem Gnadenbild und bat : Meine liebe himmlische Magd! Ich habe das meinige getan, die Reihe ist jetzt an Dir. Hilf mir und den Meinen in dieser Not! Und wirklich, die himmlische Magd hatte das Gebet des frommen Klausners erhört, das Fäßchen war mit einemmal wieder gefüllt. Das Volk aber erzählt, das Wunder sei weitergegangen. Als das Fäßchen lange, lange nicht leer geworden war, kam Eberhard ein Zweifel, wie lange es noch so fortgehen könne, und neugierig untersuchte er mit einem Maßstab, wieviel Liter noch im Faß seien. Im selben Augenblick aber hörte zur Strafe für seinen Zweifel das Fäßchen zu laufen auf. Heute noch wünscht sich mancher, wenn ihm zum heißen Tagewerk der Trunk abgeht, Eberhards Fäßchen, so sagen die Moselländer Landsleute. http: / /www.gutenbergol.de/sagen/rheinlan/gnadentm

Einordnung

Kategorie:
Geschichte / Ortsname / Ortsgeschichte / Ohne
Zeit:
1447
Epoche:
Gotik

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.882845
lat: 49.905455
Lagequalität der Koordinaten: Ortslage
Flurname: Ortslage

Internet

http://www.gutenberg.aol.de/sagen/rheinlan/gnaden.htm

Datenquelle

http://www.gutenberg.aol.de/sagen/rheinlan/gnaden.htm

Bildquellen

1 Bild: Internet

Stand

Letzte Bearbeitung: 22.10.2000

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