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Ecce-Homo

Bernkastel, Gemeinde Bernkastel-Kues

Wallfahrtsstätte

Das Ecce-Homo in den Bernkasteler Weinbergen. Einem alten Brauch folgend, machen Bernkastler Männer alljährlich in den Abendstunden des Gründonnerstag, einen Bußgang zum Ecce-Homo. Während die Tinkel-, die Josef- und Sankt Annakapelle das ganze Jahr über von den Gläubigen aufgesucht werden, ist das Ecce-Homo-Bild bei der Bevölkerung etwas in Vergessenheit geraten. Woran das liegt, vielleicht weil der Bildstock etwas abseits steht? Gerade diese Gebetsstätte hat eine besonders ehrwürdige Tradition. Das Ecce-Homo ist der sichtbare Ausdruck einer Vereinigung, die sich im 17. Jahrhundert Todesangstbruderschaft nannte. Eine noch vorhandene Urkunde beweist, dass Papst Urban der VIII die Todesangstbruderschaft im Jahre 1643 in Bernkastel aufgerichtet und bestätigt hat. Auffällig sind die in der Urkunde genannten Bedingungen zur Gewinnung von Ablässen. Neben praktischen Gebetsübungen werden Werke der Nächstenliebe empfohlen und verlangt. Man hat leider keinen Hinweis auf welche Weise, durch welche Mittelsperson, diese Papsturkunde, die mit dem Papstsiegel - dem Fischerring, versehen ist, nach Bernkastel gekommen ist. Die Chronik besagt, dass das Zentrum der Todesangstbruderschaft ursprünglich im Rheingau - in Mariental, gewesen ist. Auch dort wurde als sichtbares Zeichen, ein Gnadenbild Jesus am Ölberg, Nothgottes oder auch Todesangst Christi genannt, verehrt. Weite und beschwerliche Wallfahrten sind damals von überall her, auch aus der Moselgegend, nach Mariental unternommen worden. Es ist anzunehmen, dass die seit 1619 in Bernkastel tätig gewesenen Kapuziner, die auch das Kloster Noth Gottes im Rheingau erbaut und betreut haben, den Papstbrief erwirkten. Die kostbare Erinnerung an die Bernkastler Todesangstbruderschaft, ist das sogenannte Ecce-Homo im Weinberg nach Graach. Der Bildstock wurde gestiftet von Johann Neef und seiner Ehefrau Margaretha Jonkin, er wurde aufgerichtet am 13. April 1654. Es ist das typische Noth - Gottesbild, ähnlich dem im Rheingau. Die Unterschrift lautet: Unserer Bosheit wegen verwundet, zerknirscht und zerschlagen. Quelle: Festschrift Kolpingfamilie Sankt Michael Bernkastel 1981 Hermann Schmidt

Einordnung

Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Wallfahrtsstätten
Zeit:
1654
Epoche:
Renaissance

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   7.07301
lat: 49.92106
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Im Laserbäumchen

Internet

http://de.wikipedia.org/wiki/Bernkastel-Kues

Datenquelle

Festschrift Kolpingfamilie St. Michael

Bildquellen

1 Bild: © Franz-Peter Kropp, Bernkastel-Kues, http://www.net-art.net/kropp/
2 Bild: © Franz-Peter Kropp, Bernkastel-Kues, http://www.net-art.net/kropp/

Stand

Letzte Bearbeitung: 29.07.2014

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