Datenbank der Kulturgüter
in der Region Trier





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Corneliuskapelle

Machern, Gemeinde Bernkastel-Kues
An der Zeltinger Brücke

Ehemalige Wallfahrtsstätte

Corneliuskapelle ist Chor der früheren Klosterkirche. Von der 1700 fertig gestellten Kirche wird heute nur noch der Chorteil zum Gottesdienst benutzt. Das Kirchenschiff ist in einen Festsaal für kulturelle Veranstaltungen umgewandelt worden. Hauptpatron dieser Restkirche ist heute der heilige Cornelius. Daher jetzt der Name Corneliuskapelle. Der Altar aus der ersten Hälfte des 18. Jahrh. zeigt in der Mitte auf einem Gemälde die Himmelfahrt Mariens sowie rechts und links die Statuen des heiligen Josef und des heiligen Carl Borromäus. In einer Nische auf der linken Seite steht in etwa halber Lebensgröße eine farbige Steinfigur des heiligen Cornelius. Laut Jacobs ist dies "eine gute Arbeit" aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, die von Kommerzienrat Ellinkhuysen, dem früheren Eigentümer des Anwesens, anstelle einer früher vorhandenen älteren Figur beschafft wurde, die er vorher verkauft hatte. Cornelius hält in der Linken den Papststab, in der Rechten ein Buch. Der Sockel trägt die Inschrift: "S Cornelius". Links vor der Statue steht auf einem Leuchter eine Kerze, auf der in senkrechter Schrift zu lesen ist: heiliger Cornelius. Über das Schicksal der verkauften älteren Figur ist anscheinend nichts bekannt. Am 16. September, dem Namensfest des Heiligen, wird jeweils ein festlicher Gottesdienst abgehalten, wegen des großen Andrangs bei guten Wetter draußen im Klosterhof. Wie Prof. Zender näher ausführt, gab es früher Wallfahrten und Besuche aus einer Anzahl Orte der näheren und weiteren Umgebung, vor allem bei Fallsucht, Nervenleiden und Kinderkrämpfen. Die Reliquien des heiligen Cornelius und des heiligen Valentin seien zum Segnen von Wasser benutzt worden, das in neun Tagen dreimal täglich getrunken wurde. Dadurch sollten Kinder gesund werden oder sie sterben. [1] Nach der Auflösung gingen die Klostergebäude in Privatbesitz über. Die Wallfahrt zu den dort ruhenden Gebeinen des heiligen Eberhard und des heiligen Kornelius – zur Befreiung von epileptischen Krankheiten – aber ist bis heute [1911 Anm. d. Red.] bestehen geblieben. [2]

Einordnung

Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Wallfahrtsstätten
Zeit:
Um 1700
Epoche:
Barock / Rokoko

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   7.001569
lat: 49.954803
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Machern

Internet

http://www.cornelissen.de/name/cor_tri3.htm

Datenquelle

[1] http://www.cornelissen.de/name/cor_tri3.htm [2] Thiel, Nicolaus: Der Kreis Bernkastel. Seine Natur, Kultur und Geschichte. Leipzig, 1911.

Bildquellen

Stand

Letzte Bearbeitung: 08.09.2008

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