Datenbank der Kulturgüter
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Mineralbrunnen Dauner Sprudel (3)

Daun, Gemeinde Daun
Maria-Hilf-Straße 22

Beschreibung

Industrialisierung 1900: 1900 - Fuhrunternehmer Franz Groß holt die Genehmigung ein, die zahlreichen Quellen im Liesertal wirtschaftlich und industriell zu nutzen. Anfangs wurde das begehrte Mineralwasser noch mühselig aus den Quellen geschöpft. Erstaunlicherweise musste die Abfüllung beim Dauner Sprudel bereits früh in Glasflaschen erfolgt sein, wohingegen die meisten anderen Brunnenbetriebe die Abfüllung noch in Tonkrügen vornahmen. Bis 1925 wechselte der Besitzer mehrmals. Erneuerung 1925: Am 16.10.1925 wird der Brunnenbetrieb aus einer Zwangsversteigerung vom Amtsgericht Daun für 40.000,- Goldmark übernommen. Den Schritt zur Übernahme wagten die 3 Kaufmannsfamilien Groß, Hommes und Schneider mit je einem drittel Anteil. Von diesem Zeitpunkt an firmierte man unter: Dauner Sprudel KG, O. Hommes & Co. Geschäftsführer wurde Jean Groß. 1929 beträgt der Jahresabsatz 1 Million Füllungen. In Berlin unterhielt der Dunarisbrunnen eine Vertriebsgesellschaft m.b.H. Berlin. Die Weltwirtschaftskrise Anfang der dreißiger Jahre brachte viele Unternehmen an den Rand des Ruins. Menschen und Firmen litten erheblich unter der großen Arbeitslosigkeit. 1938, der Dauner Sprudel gründete in den Großstädten Köln und Duisburg eigene Niederlassungen. Wiederaufbau 1945: Nach dem Einmarsch der amerikanischen Truppen mussten sämtliche Wohnungen und der Betrieb geräumt werden. Am 22. Mai 1945 konnte der Betrieb wieder aufgenommen werden. Wegen mangelnder Stromversorgung lief die Produktion zaghaft an und konzentrierte sich hauptsächlich auf die Nachtzeit. Alle Schwierigkeiten der Nachkriegszeit wurden überwunden und Dank des glücklichen Umstands, daß der Betrieb von einer Bombenzerstörung verschont geblieben war, hatte der Dauner Sprudel bald wieder Ansehen und Anerkennung weit über die Heimatgrenzen hinaus erreicht. Hierzu trug, wie könnte es anders sein, die Spezialität des Hauses, die Dunarisquelle erheblich bei, ebenso das Sophienbad (heutiges Mineralbad). Besondere Verdienste hat sich der Direktor Jean Groß auch innerhalb der Brunnenindustrie erworben. Er war einer der Initiatoren bei der Gründung der Genossenschaft Deutscher Brunnen (GDB) und Mitglied der ersten Gründungsversammlug vom 2. Februar 1937 und letztlich ehrenamtliches Vorstandsmitglied von 1937 bis 1966. Die Verdienste von Jean Groß fanden in der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes Erster Klasse am 3. Mai 1962 ihre besondere Würdigung. Investitionen wurden getätigt - Neubau Verwaltungsgebäude und Bau einer Leerguthalle. Eine neue Abfüllanlage für 12.000 Flaschen pro Stunde wurde in Betrieb genommen. Neue Generation 1966: Walter Groß übernimmt 1966 die Geschäftsführung. Die Umstellung von Holz- auf Kunstoffkisten wurde durchgeführt und der erste Gabelstabler wurde angeschafft. Die Nachfrage nach Dauner Sprudel war so angestiegen, daß die Lagerkapazität nicht mehr ausreichte. Die ersten Gasbeton Lagerhallen wurden errichtet. Im Anschluss an den Bau einer neuen Abfüllhalle erfolgte die Inbetriebnahme einer neuen Abfüllanlage für 21.000 Flaschen pro Stunde. [Homepage Dauner Sprudel GmbH. Http://www.dauner-sprudel.de/d_historie.htm] Bereits im Mittelalter wurde der "Lentzigsbrun", die Quelle des Dauner Sprudels beschrieben. ["Trier" Deutscher Architektur- und Industrieverlag, Berlin-Halensee, 1925 http://www.privatschule-eberhard.de/dari/dauner.html]

Einordnung

Kategorie:
Naturobjekte / Quellen / Mineralquellen
Zeit:
1900 (Industrialisierung)
Epoche:
Historismus / Jugendstil

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.833188
lat: 50.185798
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ortslage

Internet

http://www.dauner-sprudel.de/d_historie.htm

Datenquelle

Homepage Dauner Sprudel GmbH. Http://www.dauner-sprudel.de/d_historie.htm und "Trier" Deutscher Architektur- und Industrieverlag, Berlin-Halensee, 1925 http://www.privatschule-eberhard.de/dari/dauner.html

Bildquellen

Stand

Letzte Bearbeitung: 01.10.2008

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