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Sankt Martin

Rittersdorf, Gemeinde Rittersdorf
Pfarrer-Michels-Straße

Katholische Pfarrkirche

Spätgotischer Chorturm, 1870 Aufstockung und Strebepfeiler, Schiff 1833, Erweiterung 1954. [1] Für den erstmals im Jahre 962 genannten Ort, der schon vor 1050 Pfarrei war, wird eine Kirche ausdrücklich zuerst im Jahre 1140 angesprochen. Diese Über 1000jährige kirchliche Geschichte von Rittersdorf läßt sich am Bau der heutigen Pfarrkirche nicht ohne weiteres ablesen. Allerdings ist sie bereits der vierte Kirchenbau an dieser Stelle und hatte Vorgängerbauten aus hochmittelalterlicher und spätgotischer Zeit sowie aus dem mittleren 19. Jahrhundert. Von den mittelalterlichen Bauten befinden sich noch Reste im Kirchturm, der in seinen beiden unteren Geschossen spätgotisch, im Kern des Erdgeschosses möglicherweise noch romanisch ist. 1870 wurde der Turm aufgestockt, damals erhielt er seine Drillingsfenster - die mittleren sind erhöht - und den Spitzhelm. Schon 1833 war anstelle eines spätgotischen Schiffes ein größerer Saalbau errichtet worden, dessen von fünf Fensterachsen gegliederte Nordwand sich ebenso wie die Eingangsfront bis heute erhalten hat. Der einfache, relativ schmucklose Bau in klassizistischen Formen und Proportionen wurde 1954 großflächig nach Süden erweitert. Dort entstand eine dreischiffige Halle mit flachem Satteldach über dem Mittelschiff und abgewalmten, quer gerichteten, niedrigeren Satteldächern über den einzelnen Achsen der Seitenschiffe. Architekt war Hans Geimer, Bitburg. Im Inneren dominiert der Neubau, der nach Süden gerichtet ist. Dünne Stützen tragen die weite Halle, deren verengter Chor halbrund schließt. Der etwas höher gelegene erhaltene Teil der Kirche von 1833 erhielt um die letzte Jahrhundertwende eine Ausmalung in intensiven Farben. Diese wurde bei der Restaurierung der ganzen Kirche im Jahr 1989 wieder freigelegt. Dabei erhielt auch das Langhaus von 1954 eine Ausmalung, die sich an einzelne Ornamente der Ausmalung des alten Teils anlehnt. Hierdurch werden die beiden Raumteile besser zusammengebunden. Im Neubau sind heute neuromanische Ausstattungsstücke aus dem späten 19. Jahrhundert (Taufstein, Kanzel, Kommunionbank) aufgestellt. Das Altarkreuz und der kleine Kreuzweg im Turmuntergeschoß sind schöne Emaille-Arbeiten des Kölner Künstlers Egino Weinert, die um 1973 angeschafft wurden. [2]

Einordnung

Ersteller, Baumeister, Architekt, Künstler:
Geimer, Hans (Architekt), Bitburg.
Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Katholische Kirchen
Zeit:
Circa 1100 bis circa 1500
Epoche:
Gotik

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.495829
lat: 49.998374
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ortslage

Internet

http://www.bitburg-land.de/index.php?id=437

Datenquelle

[1] Denkmalliste der Generaldirektion Kulturelles Erbe, Rheinland-Pfalz; 2010. [2] Michael Berens: Die Kirchen und Kapellen des Bitburger Landes. Beiträge zur Geschichte des Bitburger Landes. Sondernummer 8/9 1992. Fotos: Heinz Drossard. http://www.gak-bitburg.de/bericht/Heft_8_9.pdf

Bildquellen

1 Bild: Heinz Drossard in: Michael Berens: Die Kirchen und Kapellen des Bitburger Landes.

Stand

Letzte Bearbeitung: 19.11.2012

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