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Kriegerdenkmal auf dem Wehrbüsch

Daun, Gemeinde Daun

Wohl ältestes Kriegerdenkmal Deutschlands

Das Denkmal von über 11 m Höhe auf dem Wehrbüsch wurde 1870 durch den damaligen Verschönerungsverein (Vorläufer des Eifelvereins) als Pyramide aus Basaltsteinen fertig gestellt. Es steht auf der 490 m hohen Basaltkuppe des Wehrbüschs, dem Naherholungsgebiet Dauns. Auf dem Wehrbüsch, mit Terrassen, Lauben und sogar einem Getränkekeller, wurden im 19. Jahrhundert zahlreiche Feste der Dauner Vereine gefeiert. Die Steinpyramide war zunächst nur als Baudenkmal auf einem markanten Punkt über der Stadt gedacht. Die Spitze der Pyramide zierte eine vergoldete Kugel. Nach Kriegsbeginn gegen Frankreich, im Juli 1870, wurde bei den Dauner Honoratioren und dem beruflich durch den Eisenbahnbau in Daun wohnenden Juristen Robert Thomé die Idee geboren, die Pyramide als Kriegerdenkmal für die Gefallenen umzunutzen. Thomé hatte als aktiver Leutnant im 1870/71er Krieg teilgenommen. Nach seiner Rückkehr setzte der Vorsitzende des Verschönerungsvereins, Robert Thomé, die vor dem Krieg geborene Idee um. Neben einer Tafel, die auf den glorreichen Feldzug gegen Frankreich hinweist, wurden auch die Gefallen des Krieges 1870/71 verewigt. Anstelle der vergoldeten Kugel wurde auf der Spitze ein Adler aus Bronze, in Anlehnung an den Reichsadler, angebracht. Der Adler schaut nach Westen - zum ehemaligen Feind: Frankreich. Die Pyramide dürfte wohl das älteste Kriegerdenkmal Deutschlands sein. Heute sind neben den Gefallenen des Krieges 1870/71 auch die Gefallenen des I. und II. Weltkrieges auf Bronzetafeln gegossen. Am Volkstrauertag wird nach dem Gedenken auf dem Wehrbüschfriedhof für die Opfer von Krieg und Gewalt, auch am Kriegerdenkmal von 1871 in einer Feier der Gefallenen der Kriege gedacht und Kränze durch die Stadt niedergelegt. Die gegossene Erinnerungstafel hat folgende Aufschrift: Zur Erinnerung an den glorreichen Feldzug gegen Frankreich, für des Vaterlandes Ehr und Unabhängigkeit in den Jahren 1870-71 und zum Andenken an die Wiedererstehung des deutschen Reiches. Auf der Tafel sind die Namen der Gefallenen aus dem Kreise Daun aufgeführt. Weitere Tafeln, die nach dem ersten und zweiten Weltkrieg angebracht wurden, enthalten die Namen der Gefallenen der beiden Weltkriege aus Daun. [1] Nach der Renovierung des Kriegerdenkmals in den 1990er Jahren hat man die Blickrichtung des Adlers verändert. Er schaut jetzt nicht mehr zum "Feind" nach Frankreich, sondern in nördliche Richtung. [2]

Einordnung

Ersteller, Baumeister, Architekt, Künstler:
Robert Thomé, Verschönerungsverein Daun.
Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Marken und Male / Ehrenmale
Zeit:
1870
Epoche:
Historismus / Jugendstil

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.827479
lat: 50.1917
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Wehrbüsch

Internet

http://www.stadt-daun.de/ http://www.stadt-daun.de/

Datenquelle

[1] Friedbert Wißkirchen, Daun, 2009. [2] Friedbert Wißkirchen, Daun, 2015.

Bildquellen

1 Bild: © Friedbert Wißkirchen, Daun, 2009
2 Bild: © Friedbert Wißkirchen, Daun, 2009
3 Bild: © Friedbert Wißkirchen, Daun, 2009
4 Bild: © Friedbert Wißkirchen, Daun, 2009
5 Bild: © Friedbert Wißkirchen, Daun, 2009
6 Bild: © Friedbert Wißkirchen, Daun, 2009

Stand

Letzte Bearbeitung: 18.03.2015

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