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Erste Erwähnung als Diemunderode

Demerath, Gemeinde Demerath

Beschreibung

900 Jahre Demerath Im Jahre 1075 schenkt Erzbischof Anno von Köln dem Stift Maria ad gradus (Maria zu den Stufen) Gutsbesitz, und zwar den in der Prekarie mit der Königin Richezza erworbenen, darunter zu Diemunderode und das Gut Cloven. Dass es sich bei dem genannten Diemunderode um das spätere Demerath handelt, ist nachgewiesen durch die laufende Veränderung des Ortsnamens, der sich im Laufe der Zeit immer mehr dem heutigen Demerath angepasst hat. Im Jahre 1341 wird der Ort erstmalig mit Diemolderode, 1488 mit Demerode, bereits 1498 mit Demerait, 1587 mit Diemenrodt und im 17. Jahrhundert mit Demeradt erwähnt. Außerdem ist nachgewiesen, dass im Jahre 1333 der Ritter Egidius, Herr zu Daun, von Probst und Kapitel des Stifts Maria ad gradus zu Köln, die Springiersbacher Güter in Demerath für 90 Mark abkaufte. Eine notariell beglaubigte Abschrift von 1716 der Schenkungsurkunde aus dem Jahre 1075 befindet sich bei dem Stadtarchiv in Köln. Mit großer Wahrscheinlichkeit ist der Ort jedoch wesentlich älter als diese erstmalige urkundliche Erwähnung. Dies ist aus den später geschilderten Funden in der Gemarkung zu schließen. Die Endung -rath deutet auf eine Rodung hin, die in den damals noch dichten Wäldern der Eifel angelegt worden ist, und die Vorsilbe Diemund- des ältesten Namens gibt einen Mann namens Thiomund an, der vielleicht die Rodung angelegt oder sie als erster bewohnt und bebaut hat. Landesherr war immer der Kurfürst von Trier. Das Erzstift hatte zeitweise mehrere adlige Familien mit Gütern in Demerath belehnt, welche aber dem Erzstift nach und nach wieder anheim fielen, so im Jahre 1591 das Lehn der von Orley, 1608 das der von Wassenberg und 1623 das Lehn der von Monreal. Demerath hatte eine freie Bannmühle. Sie gewährte einem Verfolgten drei Tage und sechs Wochen freien Aufenthalt und Sicherheit vor dem Zugriff der Verfolger (siehe Weisthum von 1578). Die Demerather Mühle ist noch gut erhalten und wird noch bewohnt. Sie ist ein beliebtes Wanderziel. In Demerath war ein Hochgericht, auch Halsgericht oder peinliches Gericht genannt. Es richtete über Verbrechen, die zu Hals und Hand geahndet wurden, das heißt Todes- und Verstümmelungsstrafen. Vor der Pfarrkirche steht noch heute der Gerichtsstein aus kurfürstlicher Zeit. 1587 wurde ein Galgen in Demerath errichtet. M. 1] Geschichte der Kirche und Pfarrei Demerath Bei der Visitation der Pfarrei Wollmerath im Jahre 1569 wird auch die Kapelle in Demerath erwähnt, die dem heiligen Petrus geweiht war und zwei Altäre und zwei Kelche besaß. In ihr wurde alle vierzehn Tage samstags eine heilige Messe gefeiert. Erst ab 1657 erscheinen in den Akten die Apostelfürsten Petrus und Paulus gemeinsam als Patrone der Kapelle von Demerath. Zu dieser Zeit gehört der Ort schon lange dem Erzbischof von Trier. Dieser hatte verschiedene ritterliche Familien mit Gütern in Demerath belehnt, die ihre Lehen nacheinander an ihn zurückgeben mussten. Bis 1794 gehörte Demerath zum Amt Daun im Erzbistum Trier. Im Gefolge der französischen Revolution wurde die politische Macht des Erzbischofs abgeschafft. Nach kurzer Zugehörigkeit zum Kaiserreich Napoleons kam Demerath dann mit dem übrigen Kreis Daun zur preußischen Rheinprovinz. Der von Napoleon eingesetzte französische Bischof Charles Mannay ordnete das Bistum neu. Er gründete 1803 die Pfarrei Demerath. Da die Kapelle zu Demerath, die 1724 gebaut worden war, nun Pfarrkirche wurde, musste man sie im selben Jahr (1803) nach Osten und Westen erweitern. Der Turm wurde erst 1827 neu errichtet. ... Bischof Mannay hatte der neuen Pfarrei auch zwei Filialen der Pfarrei Mehren, Steineberg und Steiningen, zugeteilt. Beide Filialdörfer wollten aber nach Mehren zurück. Steiningen erreichte 1805 die Rückgliederung, Steineberg verblieb bei Demerath. ... [2] Das Erntefotovon Fredy Lange zeigt Katharina Sänger und ihren Vater. [3]

Einordnung

Kategorie:
Geschichte / Ortsname / Ortsgeschichte / Ohne
Zeit:
1075
Epoche:
Frühmittelalter / Romanik

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.941507
lat: 50.173624
Lagequalität der Koordinaten: Ortslage
Flurname: Ortslage

Internet

http://www.demerath.de/ http://www.demerath.de/

Datenquelle

[1] Quelle: Festschrift 900 Jahre Demerath, 27. bis 29. Juni 1975, Verfasser wohl Bürgermeister Manfred Kordel. [2] Festschrift 900 Jahre Demerath, 27. bis 29. Juni 1975, Verfasser: Kaplan Michael Hoellgen; Ausschnitte. [3] Wilma Herzog, Gerolstein, 2015.

Bildquellen

1 Bild: © Dorothea Witter-Rieder, Konz, 2005
2 Bild: © Dorothea Witter-Rieder, Konz, 2005
3 Bild: Fredy Lange (undatiert). Sammlung Wilma Herzog, Gerolstein, 2015. © Edith Lange-Löckenhoff.

Stand

Letzte Bearbeitung: 18.10.2015

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