Datenbank der Kulturgüter
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Muttergottes-Ehrenmal

Neroth, Gemeinde Neroth

Wallfahrtsort

Östlich vom Leh-Berg, auf der Grenze zu Kirchweiler. [1] Muttergottes-Ehrenmal (Grotte) am Weierborn (Unterroth) Am 31. Mai 1959 wurde in einer Andacht die Muttergottes-Statue mit bischöflicher Erlaubnis von Pfarrer Johannes Batteux gesegnet, von Jungmännern in einer langen Prozession getragen und an ihrem Ehrenplatz aufgestellt. "Möge die liebe Gottesmutter von ihrem neuen Heim aus eine Zuflucht werden für stille Beter und hilfesuchende Menschen und ihre Gnaden ausgießen über die Eifellandschaft und das ganze Land." Das "Muttergottes-Ehrenmal" ist heute ein Wallfahrtsort, der von vielen Prozessionen aus der näheren Umgebung und auch von vielen einzelnen Personen besucht wird. Es hat sich eingebürgert, dass am zweiten Sonntag im Mai jeden Jahres eine Prozession von Kirchweiler, begleitet von dem jeweiligen Pfarrer, betend und singend zu dieser Grotte wallfahrtet. Das Ehrenmal wurde auf Initiative von Frau Magdalena Kleusch, geboren ca. 1902, gestorben am 20.10.1969 in Kirchweiler, erbaut und gestiftet. Frau Magdalena Kleusch, war in Kirchweiler geboren und auch dort wohnhaft. Als Haushälterin begleitete sie ihren Bruder, Jakob Kleusch, der Pfarrer in Pellingen (Saargebiet) und später Dechant in Prüm war, in seine Pfarrgemeinden. Wie es zu dem Gelübde, das "Muttergottes-Ehrenmal" zu errichten, kam, schilderte Frau Magdalena Kleusch mit eigenen Worten (s. Schul-Chronik von Kirchweiler und auch Kirchenchronik von Kirchweiler): "Beim Einmarsch der amerikanischen Truppen in Pellingen im März 1945 gab es starken Widerstand von einer fanatischen SS-Truppe gegen die Übermacht der Amerikaner. Zehn Gehöfte wurden vollständig zerstört. Wir waren mit 300 Personen im Luftschutzbunker. Als dann noch das Pfarrhaus abbrannte und viele Verwundete zu uns in den Luftschutzkeller gebracht wurden und der stundenlange Beschuss nicht aufhörte, das sagte mein Bruder: "Jetzt hilft nur das Gebet!" Trinkwasser und Nahrungsmittel waren nicht mehr vorhanden. Mein Bruder und ich flehten in höchster Not die Hilfe der Gottesmutter auf uns herab." In dieser bedrohlichen und schwierigen Situation gab Frau Magdalena Kleusch das Versprechen, dass sie eine Grotte zu Ehren der Heiligen Mutter Gottes bauen würde, sofern sie alle überlebten. Alle überlebten! Nach vielen schlaflosen Nächten und nach langem Ringen über das "Wie?" und "Wo?" veranlasste Frau Kleusch schließlich den Bau der Grotte auf der in ihrem Eigentum befindlichen Parzelle am Weierborn, in deren Nähe sich eine kleine Wasserquelle befindet. Seit dem Tode von Frau Kleusch, also seit 40 Jahren, sorgen Eheleute Ewald Klaus, Gerolsteiner Straße 2, dafür, dass diese Grotte auch heute noch sehr schön gepflegt und immer mit frischen Blumen geschmückt ist. Hierfür gebührt Familie Klaus höchste Anerkennung. [2]

Einordnung

Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Wallfahrtsstätten
Zeit:
1959
Epoche:
20. Jahrhundert

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.741745
lat: 50.211827
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ober Roth

Internet

http://www.mausefallendorf.de/

Datenquelle

[1] Uwe Widera, 54550 Daun, 2009. [2] Josef Schneider, 2012.

Bildquellen

1 Bild: © Uwe Widera, 54550 Daun, 2009.
2 Bild: © Uwe Widera, 54550 Daun, 2009.
3 Bild: © Uwe Widera, 54550 Daun, 2009.
4 Bild: © Uwe Widera, 54550 Daun, 2009.

Stand

Letzte Bearbeitung: 16.06.2012

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