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Sankt Wendelin, Joseph und Barbara - Altar

Loogh, Gemeinde Kerpen (Eifel)
Kapellenweg

Sogenannte 14 Nothelferkapelle

Katholische Filialkirche. Zweiachsiger Saalbau, 1763; barockes Schaftkreuz, Rotsandstein, wohl 2. Hälfte 18. Jahrhundert. [Denkmalliste der Generaldirektion Kulturelles Erbe, Rheinland-Pfalz; 2009.] Die heutige Kapelle wurde mit Genehmigung des baufreudigen Priors Wachendorf vom Kloster Niederehe 1763 von den beiden Keulenhäusern (nach Schug) an Stelle einer älteren erbaut. Das Kloster Niederehe unterstand seit seiner Gründung um 1200 der Abtei Steinfeld. Während manches Dorf der Region unter den Feudalherren mehrgeteilt wurde, finden wir dieses Kuriosum in kirchlicher Hinsicht in dem kleinen Ort Loogh. Loogh besaß bis Anfang des 19. Jahrhunderts 5 Hofstätten und die Loogher Mühle. 1218 schenken die Herren von Kerpen 2 Hofstätten zu "Log" dem Niedereher Kloster. Die heute noch fast an derselben Stelle stehenden Keulenhäuser. Das sogenannte "Jungfernhöfchen" gehörte bis 1805 der Abtei Steinfeld. Die restlichen beiden Höfe und die Loogher Mühle gehörten immer zur Pfarrei Walsdorf. Die Kirche und der Friedhof von Walsdorf befanden sich bis 1826 auf dem Basaltkegel des Arnulfusberges, welcher längst nicht mehr zu sehen ist. 1758 kommt es zwischen den genannten Pfarreien zu folgender Einigung. Im Wechsel von Jahr zu Jahr gehört Loogh entweder zu Niederehe oder Walsdorf. Mit der Angliederung an Frankreich um 1794 endet dieses Kuriosum. Noch eines fällt beim Blättern durch die Geschichtsbücher auf. Während im Arenberger Land, zum Leidwesen des Herzogs, um 1750 der Anteil an Analphabeten durchschnittlich 70%, an manchen Stellen gar 100% betrug, gab es solche in Loogh nicht. Loogh besaß bis um 1700 eine der einträglichsten Zollstationen des Arenberger Landes und konnte jedem Hofbesitzer 64 Morgen Gemeindeland, darunter 40 Morgen Acker zur Verfügung überlassen. Ein Umstand aus dem sich dann auch erklärt, dass sich der Wald – im Gegensatz zu anderen Ortschaften – in einem ordentlichen und gepflegtem Zustand befand, weil die Leute keine Schafe und Ziegen hielten, welche im Wald großen Schaden anrichteten. So die Chronik. Die Kapelle ist ein Bruchsteinbau von zwei Achsen, im Lichten 4,84 m. breit und mit Dreiseitigem Chorschluß 8,20 m. lang. Hochaltar: In der Mittelnische steht Maria mit dem Kind. Rechts und Links zwischen zwei Säulen mit korinthischem Kapitell stehen Mathias und Barbara. Im Aufsatz das Symbol Gottvaters im Strahlenglanz begleitet von zwei Engeln. 18. Jahrhundert. Die Kapelle ist dem heiligen Wendelin und dem heiligen Antonius von Padua, der auch außen über dem Eingang steht, geweiht. Sankt Wendelin wird als Feld- und Viehpatron angerufen. Abt des Klosters Tholey 6. Jahrhundert. Antonius von Padua 1195 – 1231 Kirchenlehrer wird angerufen zum Wiederfinden verlorener Sachen. Beide Figuren aus dem 17. Jahrhundert stehen im Chor neben dem Hochaltar. Wahrscheinlich alte Kapelle. Weiterhin die 14 Nothelfer, eine einfache aber recht ausdrucksvolle, wahrscheinlich bäuerliche Arbeit vom Anfang des 19. Jahrhunderts. [Clemens Baasch, 54570 Wallenborn, 2010.]

Einordnung

Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Altäre
Zeit:
1763
Epoche:
Barock / Rokoko

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.737992
lat: 50.301265
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ortslage

Internet

http://www.kerpen-eifel.de/

Datenquelle

Denkmalliste der Generaldirektion Kulturelles Erbe, Rheinland-Pfalz; 2009. Clemens Baasch, 54570 Wallenborn, 2010.

Bildquellen

1 Bild: © Clemens Baasch, 54570 Wallenborn, 2010.
2 Bild: © Clemens Baasch, 54570 Wallenborn, 2010.
3 Bild: © Clemens Baasch, 54570 Wallenborn, 2010.

Stand

Letzte Bearbeitung: 22.03.2010

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