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Im Ramsteiner Maar

Burg Ramstein, Gemeinde Kordel

Beschreibung

Flur 20 nimmt den größten Teil der Ramsteiner Talfläche in Anspruch. Die Kyll durchfließt mit weiten Windungen die Talweite. Ihr Lauf ist hier vom durchnagenden Spülvermögen verschiedener Bodenarten und Dichten gekennzeichnet, was der Gegend den Namen "(T)Deich" eingebracht hat. Im Westen, unterhalb der Burg, liegt die Maargegend mit ihrem tonigen Untergrund, der das Absinken des Oberflächenwassers verhindert und dadurch die Versumpfung bewirkt. Im übrigen haftet der Gegend und den Feldern vielfach noch die Namensabhängigkeit vom frühen Hof Ramstein an, was sich in "Hofland im Teich" verrät. Dann liegt dort am südlichen Ufer der Kyll entlang ein größeres Feld "Auf der Kosteranwand" (auch -anweld). Es war dies ein Acker, der dem zeitlichen Küster der Kirche überlassen war. Den Namen des Flurteiles "Unter der Geisley" gab die hoch darüber stehende "Geiersley". Die Kordeler Sprache "Geischley" wird den Katasterschreiber wohl veranlaßt haben, den Felsen "Geisley" zu taufen. Interessanterweise klingt in "Auf dem Reuwert", womit der schmale, verbleibende Landstreifen zwischen der Kyll und dem ansteigenden Berg unterhalb des Gruppenwasserwerkes bis zur Laufbachmündung gemeint ist, noch französische Vermessungstechnik nach, die ja im Ramsteiner Hofland eine ausgedehntere Rolle spielt. Es mag auch sein, daß den preußischen Landmessern die französischen Ausdrücke noch bekannt waren und die französische Meßrutenlänge noch gebräuchlich. "Reu" = von "ruisseau" = der Bach; "wert" = Wiese am Wasser. Kordeler Aussprache: "Reiwiatchen". [1] Die Maar (von niederdeutsch mâr, auch môr oder mêr, vgl. Moor, Meer, Marsch) ist in der Region Niederrhein, in der Ville und in der Eifel von alters her die allgemeine Bezeichnung für ein Feuchtgebiet (Sumpf, Moor, Au- oder Bruchwald, Feuchtwiese, Ried) oder ein Stillgewässer (See, Teich, Weiher). Eine Maar kann sowohl einen natürlichen Ursprung haben, als auch künstlich angelegt worden sein. Viele solche Feuchtgebiete stehen inzwischen unter Naturschutz. Davon zu unterscheiden ist die fachsprachliche Bezeichnung das Maar: eine Erdmulde vulkanischen Ursprungs. [2]

Einordnung

Kategorie:
Geschichte / Ortsname / Ortsgeschichte / Flurnamen
Zeit:
Undatiert
Epoche:
Undatiert

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.646547
lat: 49.822682
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Im Ramsteiner Maar

Internet

http://burgramstein.geheimnisvolles-trier.de http://burgramstein.geheimnisvolles-trier.de/

Datenquelle

[1] Anton Obser: Kordel. Geschichte der Kylltalgemeinde. Hrsg. Ortsgemeinde Kordel, 1982. [2] Seite "Maar (Feuchtgebiet)". In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 31. Oktober 2013, 17:46 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Maar_(Feuchtgebiet)&oldid=123999560 (Abgerufen: 13. Dezember 2014, 23:50 UTC)

Bildquellen

1 Bild: © Peter Valerius, Kordel, 2010.
2 Bild: © Peter Valerius, Kordel, 2010.

Stand

Letzte Bearbeitung: 14.12.2014

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