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In der Kaderich

Kordel, Gemeinde Kordel

Beschreibung

Flur 8 - Hinter dem neuen Schwimmbad hoch verläuft die Kaderich-Senke, in der Kordeler Sprache "Kode-richt" genannt. Der Name "Kodericht" im Kordeler Deutsch ist unter vielen ähnlich klingenden Namen verbreitet. Er geht aus von Katarakt, was Wasserfall bedeutet. Bei uns wird der Begriff auf die bekannte Wiesensenke mit einem Holzabfuhrweg aus der Schlucht im Hintergrund übertragen. Im unteren Teil der Kode-richt lag der alte Tierfriedhof des Dorfes. Die Kodericht wird nördlich vom Kobengründchen begrenzt. Hinter ihr beginnt die "Tauer", welche mit dominierenden Anteilen das gesamte Bergmassiv charakterisiert. Die Erklärung des Begriffs "Tauer" soll deshalb zweckmäßig schon hier vorausgeschickt werden. Tauer bedeutet einen Berg, der deutlich abgetaut, dahingeschmolzen, abradiert, sich aufgelöst hat Das macht sich schon im auffallenden Höhenunterschied zu allen Kordel umgebenden Bergen bemerkbar. Der Berg mit dem ganzen Vogelskopfmassiv muß in seiner grauen Entstehungs- und Folgezeit abnormen geologischen Verhältnissen ausgesetzt gewesen sein. Die geologische Karte weist für das Welschbilliger Bachtal eine Absenkung aus, die auch den im Erdzeitalter des Tertiär ausgewaschenen Kyllgraben durchzieht. Interessanterweise können wir nämlich an der Neumauer "Ober den Brücken" entlang Felsen des oberen Buntsandsteines anstehen sehen, dessen brauchbares Steinmaterial in den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts fleißig zum Bau der alten Schule, der Bahngebäude und anderem mehr gebrochen worden ist. Dies im Gegensatz zu unserem Wissen, daß die Kordeler Steinbrüche nur oben in den Bergen liegen. Der übrige Aufbau des in Frage stehenden Bergzuges besteht hoch hinauf oberflächlich aus lettenhafter Schichtung oder Zerbröckelung verschiedenfarbigen, kaum verfestigten Gesteins und Sandmassen. Nicht selten kommt es nach vielem Regen zu ausgedehnten Erdrutschen in den Hängen. In gleichem Sinne liegen rings um den Vogelsberg herum an der Basis ausgedehnte Lager meist grobkörnigen Sandes, äußerst reinen Sandes, der, zu Bauzwecken geschätzt, abgebaut wurde. Erst zum Tauerkopf hin gewinnt das Bergmassiv wieder die Höhe und normale Struktur der übrigen Kordeler Berge. In Flur 8 erstickt sich der Fluranteil "Unter der Tauer" von den "3 (2) dicken Eichen" an über "In der Kaderich" und über "Kobengründchen" bis in den Sammerberg hinein. [1]

Einordnung

Kategorie:
Geschichte / Ortsname / Ortsgeschichte / Flurnamen
Zeit:
Undatiert
Epoche:
Undatiert

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.646851
lat: 49.845463
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: In der Kaderich

Internet

http://gemeinde-kordel.de/

Datenquelle

[1] Anton Obser: Kordel. Geschichte der Kylltalgemeinde. Hrsg. Ortsgemeinde Kordel, 1982.

Bildquellen

1 Bild: Ansichtskarte von 1915 (Ausschnitt) Sammlung Peter Valerius, 2013.

Stand

Letzte Bearbeitung: 11.01.2013

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