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Welschnonnenkirche - Altar

Mitte-Gartenfeld, Gemeinde Trier
Flanderstraße 2

Katholische Welschnonnenkirche Maria Himmelfahrt

Die Welschnonnenkirche Maria Himmelfahrt zu Trier hat ihren Namen nach den Augustinerinnen aus Lothringen, den Welschen Nonnen, die vom Pierre Fourier gegründet wurden. Dem Orden obliegt der Unterricht von Mädchen und jungen Frauen und die Pflege sozialer Aufgaben. Die Kirche liegt mitsamt den ehemaligen Schul- und Klostergebäuden an der Flanderstraße, am nördlichen Rand der Domimmunität. Der einfache, durch Strebepfeiler gegliederte Baukörper mit seinem steilen, zur Straße gewendeten Giebel, dem mächtigen Schiefersatteldach und dem zierlichen Dachreiter mit welscher Haube bestimmen das Viertel. Die Windfahne hat den Umriß eines Mädels, das seine Arme ausstreckt. - Nachdem bereits 1640 die lothringischen Schulschwestern nach Trier gekommen waren und man 1713 mit dem Bau eines Schul- und Pensionatsgebäudes begonnen hatte, konnte 1714 der Grundstein zur Kirche gelegt werden. 1716 wurde sie konsekriert. - Die Welschen Nonnen überstanden die Klosterauflösungen im Gefolge der französischen Revolution, da sie als Schulschwestern einem nützlichen Zweck dienten. Erst die Preußen haben sie 1875 im Kulturkampf verjagt. Die Welschnonnenkirche ist in den schweren und einfachen Formen des Hochbarock erbaut. Der entwerfende Architekt ist nicht zu ermitteln. Es handelt sich um einen einfachen fünfjochigen Saalraum mit schmalen Wandpfeilern, Gurtbögen und Kreuzgratgewölben und geradem Chorschluss. Eine von Säulen getragene Nonnenempore nimmt fast die westliche Hälfte des Schiffes ein. Auf ihr befindet sich hinter der Orgel der Nonnenchor mit seinen Stallien. Die reiche Ausstattung ist erhalten. Die Seitenaltäre des 17. Jahrhunderts entstammen einer älteren Kirche. Das barocke Hochaltarretabel bedeckt fast die ganze Fläche der Stirnwand. Es ist eine vorzügliche Arbeit in furniertem Holz. Das Altarblatt von Counet stellt die Aufnahme Marias in den Himmel dar. Zwischen den Säulen rechts und links stehen lebensgroße und qualitätsvolle Figuren des heiligen Pierre Fourier und des heiligen Augustinus. Hinter dem Hochaltar steigt man über eine Wendeltreppe zum reich mit Stallien ausgestatteten Kapitelsaal empor; die Sakristeien befinden sich im Erdgeschoss. Besonderes Schmuckstück der Kirche ist die Orgel der Gebrüder Stumm von 1757. Es ist die einzige in Trier erhaltene Stumm-Orgel. Nach Aufhebung von Kloster und Klosterschule in Folge der Säkularisation diente die Kirche nach dem Zweiten Weltkrieg der Pfarrgemeinde Unserer Lieben Frauen und Sankt Laurentius (Liebfrauen) als Ausweichkirche. DDr. F. Ronig Hochaufragender, turmloser hochbarocker Saalbau mit zweigeschoss. Dachreiter, originale Ausstattung nahezu vollständig erhalten. Stumm-Orgel von 1757. (Homepage Tag des offenen Denkmals 12.09.2004 http://tag-des-offenen-denkmals.de/programm)

Einordnung

Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Altäre
Zeit:
Circa 1700 bis circa 1780
Epoche:
Barock / Rokoko

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.64524
lat: 49.75762
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ortslage

Internet

Trierer Orgelpunkt, Chor- und Orgelmusik in Konstantin-Basilika und Dom http://www.trierer-orgelpunkt.de/

Audio




Datenquelle

DDr. F. Ronig in Trierer Orgelpunkt, Chor- und Orgelmusik in Konstantin-Basilika und Dom

Bildquellen

1 Bild: © Peter Valerius, Kordel, 2010.
2 Bild: © Peter Valerius, Kordel, 2010.
3 Bild: © Peter Valerius, Kordel, 2010.
4 Bild: © Peter Valerius, Kordel, 2010.
5 Bild: © Peter Valerius, Kordel, 2010.

Stand

Letzte Bearbeitung: 24.04.2010

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