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Ortsname / Ortsgeschichte

Oberbillig, Gemeinde Oberbillig

Beschreibung

Der Ortsname wird vom keltischen Billiacum als Besitz eines Billius abgeleitet. Erst 1293 läßt sich der Ort als Overbilliche zweifelsfrei identifizieren. Bis dahin ist die Unterscheidung mit dem auf den gleichen Namensursprung zurückgehenden Wasserbillig am ge­genüberliegenden Moselufer schwierig (992 Billich). In der Nähe der Kirche, auf der zweiten Uferterrasse, wurden in das frühe zweite Jahrtausend zurückreichende Siedlungsreste gefunden, Teile einer größeren römischen Bauanlage sind nachgewiesen, und fränkische Hausfunde liegen vor. Bis zu seiner Abtrennung von Luxemburg und Eingliederung in Preußen 1816 bildete Oberbillig mit dem gegenüber am linken Moselufer gelegenen Wasserbillig eine politische und kirchliche Gemeinde. Oberbillig entwickelte sich im Schatten von Wasserbillig. Hier hatte die Abtei Sankt Maximin im Mittelalter umfangreichen Be­sitz, darunter auch die ihr 1140 bestätigte Kirche. Der schon im 9. Jahrhundert bestehende grundherrliche Markt erhielt 992 von Otto III. Marktrecht. Die Grafen von Luxemburg, Schirmvögte der Abtei Sankt Maximin, unterhielten eine Zollstätte, die insbesondere für Trier nachteilig war und während des Mittelalters zu territorialen Ansprüchen der Erzbischöfe gegenüber Luxemburg führte und die Eroberung 1422 veranlaßte. In der Verwaltungseinteilung Luxemburgs in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts erscheinen Wasser- und Oberbillig als zur Herrschaft Berburg des Quartiers Grevenmacher gehörig. Das stärkere Gewicht von Wasserbillig verhinderte nicht die Ausbildung selbständiger Gemeindestrukturen. 1628 wird ein eigener, jedoch nicht konsekrierter Kirchhof erwähnt. 1738 wurde ein eigenes Schulhaus erbaut. Pfarrlich wurde Oberbillig noch bis 1871 von Wasserbillig verwaltet und dann zur Pfarrei erhoben. Etwa 40 Prozent der für beide Ortsteile gemeinschaftlich ermittelten Feuerstellen entfielen auf Oberbillig (1541 35, 1636 42, 1656 10). 1787 hatte Oberbillig 145 Einwohner. Die Einwohnerzahl nahm im 19. Jahrhundert rasch zu und erhöhte sich von 260 1828 auf 414 1862 und 606 1912. Wirtschaftsgeschichtlich von großer Bedeutung war die Moselschiffahrt. Die Zahl der hier ansässigen, sich meist außer Landes aufhaltenden Schiffer, betrug 1862 ca. 70 Personen und noch 1952 gab es 30 Schiffer. [1]

Einordnung

Kategorie:
Geschichte / Ortsname / Ortsgeschichte / Ohne
Zeit:
1293
Epoche:
Gotik

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.505337
lat: 49.71161
Lagequalität der Koordinaten: Ortslage
Flurname: Ortslage

Internet

http://www.oberbillig.de/

Datenquelle

[1] Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz, Kreis Trier-Saarburg, 12.1 Wernersche Verlagsgesellschaft 1994.

Bildquellen

1 Bild: http://www.konz.de

Stand

Letzte Bearbeitung: 25.01.2008

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