Datenbank der Kulturgüter
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Ehemaliger Warsberger Hof

Mitte-Gartenfeld, Gemeinde Trier
Dietrichstraße 42

Beschreibung

Später Palais Rautenstrauch; Fassaden der um einen Innenhof gruppierten Gebäude; Bau A Herrenhaus: barocker Mansardwalmdachbau, wohl um 1720, Fassade gegen 1816 überformt; Bau B Wirtschaftstrakt mit Walmdach, im Kern wohl aus dem 17. Jahrhundert, Fassade um 1872 spätklassizistisch überformt; Bau C Torhalle: Hofffassade mit Arkaden, 18. Jahrhundert, Laubengang und Außenfassade 1869 spätklassizistisch überformt; Bau D ehemaliges Verwaltungshaus: repräsentativer Mansarddachbau über älterem Keller, Neurenaissance- und barocke Motive, Architekt Gerhard König (der auch Bau B und C klassizistisch überformte). [1] Die Geschichte des Warsberger Hofes Baustil und Baugeschichte Der Warsberger Hof geht in seiner jetzigen Gestalt im wesentlichen auf das 18. Jahrhundert zurück, ist aber vermutlich aus einem Anwesen des 14. Jahrhunderts, dem Schöffenhof Walgrave, hervorgegangen. Ältester erhaltener Teil ist der östliche Flügel mit seinen schönen Gewölben im Erdgeschoss, ehemaligen Pferdestallungen, in denen sich heute Hostel und Café Leonardy befinden. Der Warsberger Hof ist Beispiel für einen älteren Adelshof im Stil des fränkischen Landadelhofes, bei dem dem Herrenhaus meist ein mit Wirtschaftsgebäuden und Torhaus umrahmter Hof vorgelagert war. Die Warsberger Der Name Warsberger Hof geht auf die Barone von Warsberg zurück, ein angesehenes lothringisches Adelsgeschlecht, das fast 300 Jahre in Saarburg residierte und vom 17. bis Anfang des 19. Jahrhunderts den Hof in Trier als Stadtsitz nutzte. Der für das Haus und die Stadt wichtigste Vertreter der Barone von Warsberg war Freiherr Lothar Friedrich, der seit 1723 Statthalter in Trier war den Hof 14 Jahre bewohnte. Das traditionelle Wappen der Warsberger trug einen silbernen, goldgekrönten Löwen auf schwarzem Grund. Die Rautenstrauchs Vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis 1824 sah der Warsberger Hof wechselnde Besitzer. 1824 heiratete der Frankfurter Kaufmann Wilhelm Rautenstrauch, später Kommerzienrat und belgischer Konsul, die einzige Tochter des damaligen Besitzers, des reichen Trierer Bürgers Leonardy. Er begründete damit eine über 100 Jahre währende Kaufmannsdynastie der Rautenstrauchs in Trier mit Sitz im Warsberger Hof, nun "Palais Rautenstrauch" genannt. Der an den Warsberger Hof anschließende Park trägt noch heute den Namen dieser angesehenen Trierer Familie. Die Zeit nach dem 2. Weltkrieg 1944 erhielt das Haus einen Bombentreffer und stand jahrelang als Ruine. Pläne zur Nutzung des Geländes gingen vom Abriss des Gebäudes bis zur Einrichtung des Landesmuseums, des Finanzamtes, des Stadttheaters und schließlich eines neuen Kolpinghauses, das im Dezember 1961 nach einjähriger Bauzeit seiner Bestimmung übergeben werden konnte. Heute präsentiert sich der traditionsreiche Warsberger Hof seinen Gästen in vielseitigem Gewand. [2]

Einordnung

Ersteller, Baumeister, Architekt, Künstler:
König, Gerhard (Architekt).
Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Verwaltungsbauten / Pfarrhäuser
Zeit:
Um 1720
Epoche:
Barock / Rokoko

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.639223
lat: 49.757305
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ortslage

Internet

http://de.wikipedia.org/wiki/Trier-Mitte/Gartenfeld http://de.wikipedia.org/wiki/Trier-Mitte/Gartenfeld

Datenquelle

[1] Denkmalliste der Generaldirektion Kulturelles Erbe, Rheinland-Pfalz; 2010. [2 ]http://www.warsberger-hof.de

Bildquellen

Stand

Letzte Bearbeitung: 26.11.2010

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