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Josephshof

Graach, Gemeinde Graach an der Mosel
Hauptstraße 2

Beschreibung

An der Straße nach Zeltingen. Hof der Abtei Sankt Martin in Trier, 975 erstmals urkundlich erwähnt. Wegen seiner hervorragenden Weinlage war es eines der wertvollsten Besitztümer des Klosters. Kapelle von 1672. [1] Josephshof nordwestlich der Ortslage. Spätestens seit dem 12. Jahrhundert bis 1794 im Besitz des Klosters Sankt Martin in Trier, 1858 an die Grafen von Kesselstatt. [2] Die Geschichte des Josephshofes Der heutige Josephshof, der – nach Christian von Stramberg, dem Klassiker unter den Weinautoren, - "stattlich und gastlich in festlicher Behaglichkeit sich auf dem rechten Moselufer ausbreitet", wird von den Graachern immer noch der Merteshof genannt. Fast ein Jahrtausend lang nämlich gehörte er der Trierer Abtei St. Martin, deren Namen er auch trug. 1803 steigert ihn Matthias Joseph Hayn aus Trier, der Gütersammler in der Franzosenzeit, zum Spottpreis von 247 Gulden und gab dem herrlichen Weingut den Namen Josephshof. Sein Schwiegersohn Mohr verkaufte den Hof im Jahr 1858 für 58.000 Taler dem Grafen von Kesselstatt. Der Josephshof war eines der wertvollsten Besitztümer der Trierer Abtei, Sitz eines von ihr ernannten Probstes. Erzbischof Hillin, wahrscheinlich ehemaliger Pfarrer von Graach, berichtet 1168, der heilige Magnerich, gestorben 596, habe den Hof dem Kloster geschenkt. Bei der Neugründung der Abtei im Jahre 975 durch den Erzbischof Theoderich werden die Höfe zu Sivenich, Irsch, Ockfen, Graach und Ürzig als das Rückgrat der Klösterlichen Güterverwaltung genannt. Der Josephshof verdankt seinen hervorragenden Ruf als Weingut seinen Weinbergen in den besten Lagen in Graach, schon 1830 konnte Christian von Stramberg feststellen, der Josephshof sei "eine Musterschule für die Mosel geworden, gleich wie der Josephshöfer Wein unter den Moselweinen kaum seinesgleichen haben wird". Im ehemaligen Kloster Josephshof befindet sich heute Arbeitsplatz und Zuhause für geistig behinderte Menschen (DRK). [3]

Einordnung

Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Wohn- und Wirtschaftsgebäude / Bäuerliche Wohn- und Wirtschaftsgebäude
Zeit:
975
Epoche:
Frühmittelalter / Romanik

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   7.055833
lat: 49.940196
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Pichter

Internet

http://www.graach.de/

Datenquelle

[1] Trouet, Dorothe. - Die Hofgüter der Abtei St. Martin in Trier : ihre Geschichte, Funktion und architektonische Gestaltung. (1997) [2] Denkmalliste des Landkreises Bernkastel-Wittlich, Juni 2008. Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich, Fachbereich Beraten, Planen, Fördern. Postfach 1420, 54504 Wittlich. [2] http://www.kesselstatt.com/cgi-bin/cms?_SID=fake&_bereich=artikel&_aktion=detail&idartikel=100107

Bildquellen

1 Bild: © Dorothe Trouet: Die Hofgüter der Abtei St. Martin in Trier

Stand

Letzte Bearbeitung: 10.09.2008

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