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Jagdschloss Haus Bergfeld - Schlosspark

Haus Bergfeld, Gemeinde Eisenschmitt

Beschreibung

Nordwestlich der Ortslage im Wald: Haus Bergfeld; herrschaftliches Anwesen in parkartiger Umgebung; Bruchstein-Hauptgebäude, wohl um 1900. [1] [...] Der Erbauer, Hugo von Gahlen, aus Düsseldorf, Eigentümer des sogenannten Franzosenwaldes an der Salm nördlich von Eisenschmitt und seine Nachkommen, die Familie von Berghes, nutzten das Haus als Wohnsitz. Später vermieteten sie es, zunächst an den Caritas-Verband, der eine Tuberkulose-Heilanstalt einrichtete. Von 1962 bis 1998 wurde das Schloß unter dem Namen Haus Bergfeld von den Schönstatter Marienschwestern als Internat für körperbehinderte Kinder geführt. [2] Das Schloss Bergfeld ist ein ehemaliges Jagdschloss auf dem Gebiet der Ortsgemeinde Eisenschmitt in der Vulkaneifel, Rheinland-Pfalz. Prominentester Gast des Schlosses war seinerzeit der deutsche Kaiser Wilhelm II. Geschichte: Der Düsseldorfer Unternehmer Hugo von Gahlen ließ im Jahre 1900 als Eigentümer des sogenannten Franzosenwaldes auf einem Plateau für sich und seine Gäste ein Jagdschloss erbauen. Als Architekten verpflichtete er den Düsseldorfer Max Wöhler. Dieses erste Gebäude bildet heute den westlichen Teil des Schlosses und wurde 1911 erweitert, um die Anlage als Wohnsitz der Familie nutzen zu können. Im Jahre 1914 erfolgte der Bau eines separaten Gebäudes, in dem eine Kegelbahn (Scherenbahn) errichtet wurde. Gahlen nutzte das Anwesen zunächst gemeinsam mit seiner Ehefrau, später alleine, bis zu seinem Tod im Jahre 1938. Es verblieb bis 1998 im Besitz seiner Nachkommen, der Familie von Berghes, und wurde während des Zweiten Weltkrieges zeitweilig als Sitz des Generalstabs der VII. Armee genutzt. Nachdem erst Franzosen und Amerikaner das Schloss besetzt hatten, wurde es nach Kriegsende an den Caritasverband als Tuberkulose-Heilanstalt vermietet. Von 1962 bis 1998 nutzte es dann die Josefs-Gesellschaft, die dort durch die Schönstatter Marienschwestern ein Internat für schwerst-körperbehinderte Kinder unterhielt. 1998 wurde Schloss Bergfeld verkauft, zum Teil renoviert und wird seitdem ausschließlich privat genutzt, weshalb es nicht besichtigt werden kann. Beschreibung: Schloss Bergfeld ist umgeben von einem kleinen Park mit altem und seltenen Baumbestand, der an den Franzosenwald grenzt. Entsprechend damaliger Vorstellungen von mittelalterlichen Burgen wurde das Schloss in einem Stil erbaut, der sich an die Romanik anlehnt, und mit zahlreichen Giebeln, Erkern und zinnenbewehrten Türmen sowie einem Bergfried ausgestattet. Eine breite, von einer Mauer umschlossene Terrasse ist dem Schlossbau südöstlich vorgelagert. In der Mitte des Schlosshofs, der von einer Ringmauer mit schmiedeeisernem Tor umschlossen wird, befindet sich ein Brunnen, dessen Säule eine Ritterfigur trägt. Literatur: Ludger Pape: 50 Jahre karitative Nutzung (1947 bis 1998) in Erich Gerten: Eisenschmitt -- von der mittelalterlichen Eisenhütte zum Eifeler Wohn- und Erholungsort, Herausgeber: Ortsgemeinde Eisenschmitt in Verbindung mit dem Förderkreis Kultur und Geschichte e.V., 2006, S. 272-284 [3]

Einordnung

Ersteller, Baumeister, Architekt, Künstler:
Wöhler, Max [Architekt], Düsseldorf [1860-1922].
Kategorie:
Naturobjekte / Parks, Gärten und Friedhöfe / Schlossgärten
Zeit:
1900-01
Epoche:
Historismus / Jugendstil

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.713657
lat: 50.052328
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Auf dem Bergfeld

Internet

http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Bergfeld

Datenquelle

[1] Denkmalliste der Generaldirektion Kulturelles Erbe, Rheinland-Pfalz; 2010. [2] Erich Gerten und Manfred Morsbach: Die Salm. Hrsg. Peter-Zirbes-Kulturkreis der Verbandsgemeinde Wittlich-Land 1998. [3] Seite "Schloss Bergfeld". In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 1. Mai 2011, 16:10 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Schloss_Bergfeld&oldid=88344296 (Abgerufen: 5. Mai 2011, 14:26 UTC)

Bildquellen

1 Bild: © Helge Rieder, Konz, 2002
2 Bild: Alexander Buschorn (Wikipedia)
3 Bild: © Sir Gawain / Wikimedia Commons / CC-BY-SA-3.0

Stand

Letzte Bearbeitung: 05.05.2011

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