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Sankt Johannes der Täufer - Bußkreuz

Waxweiler, Gemeinde Waxweiler
Hauptstraße

Katholische Pfarrkirche

An der Ostseite des südlichen Querarms vor einem vermauerten Eingang das sogenannte Culneruskreuz, ein gut erhaltener Kreuzigungsbildstock von 1615. Der Schaft an der Vorderseite in flachem Relief mit Rankenwerk verziert, am oberen Ende eine Wappenkartusche mit den Initialen DC des Pfarrers Daniel Culner, unterhalb die Jahreszahl. Der Aufsatz vom sogenannten Schönecker Typ zeigt zu Seiten des Gekreuzigten die fast vollplastisch gearbeiteten Figuren der Maria und des Johannes in qualitätvoller Darstellung. Ältester datierter Kreuzigungsbildstock im Bereich der Verbandsgemeinde Arzfeld. [1] Das Bußkreuz am äußeren Ostchor der Kirche ließ Pastor Daniel Culnerus im Jahr 1615, der Zeit des "Großen Sterbens", im Auftrag der Pfarrgemeinde aus einem roten Sefferner Sandsteinblock meißeln. Unterhalb der Kreuzigungsgruppe mit Jesus, Maria und Johannes wurde sein bürgerliches Wappen hinzugefügt: Auf einem Schild züngelt eine Schlange, ein Pfeil durchbohrt sie. Daneben leuchten zwei Sterne. In den Schildecken kann man die Initialen "D.C." lesen. Etwas tiefer am Schaft, zwischen Wappen und gerundetem Formwerk, steht 1615. Das Bußkreuz wurde zunächst von einem formgeschmückten Sockel getragen. Es stand am oberen Eingang, der gegen Pintesfeld lag. Von 1755-1799 war Johann Jacob Niesen (* 1723 in Trier, † am 02.11.1812 in Schönecken) Pfarrer in Waxweiler. Im Jahr 1788 verstarb in Waxweiler sein Verwandter, Colonel Heinrich Johann de Niesen. Der Pfarrer suchte nach einem würdigen Grab und das Bußkreuz wurde zum Denkstein des toten Soldaten. Das Kreuz wurde in den Schutz des Kirchturmes versetzt und bekam eine Inschrift für den am 29.04.1788 verstorbenen Oberst Johann Heinrich de Niesen. Später trennte man den Sockel vom Bußkreuz, welches an den zugemauerten Westeingang der Pfarrkirche versetzt wurde. Heute steht das Bußkreuz an der Ostseite der Kirche, an einem zugemauerten Eingang zum Ostchor. Der Sockel mit der Inschrift trägt heute das Kriegerehrenmal von 1870/71 und steht mit diesem am früheren Westeingang der Pfarrkirche. [2]

Einordnung

Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Bildstöcke und Kreuzwegstationen
Zeit:
1615
Epoche:
Renaissance

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.362884
lat: 50.092512
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Unten in der Acht

Internet

www.kirchengemeinde.waxweiler.com http://www.kirchengemeinde.waxweiler.com

Datenquelle

[1] Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz, Kreis Bitburg-Prüm, 9.3 Wernersche Verlagsgesellschaft ISBN 3-88462-170-X [2] Michael Fischer, Waxweiler, 2014.

Bildquellen

1 Bild: © Uwe Widera, 54550 Daun, 2011.
2 Bild: © Uwe Widera, 54550 Daun, 2011.
3 Bild: © Uwe Widera, 54550 Daun, 2011.
4 Bild: © Uwe Widera, 54550 Daun, 2011.
5 Bild: © Uwe Widera, 54550 Daun, 2011.
6 Bild: © Uwe Widera, 54550 Daun, 2011.

Stand

Letzte Bearbeitung: 02.11.2014

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