Datenbank der Kulturgüter
in der Region Trier





© OpenStreetMap Mitwirkende
CC-by-SA 2.0















zum Vergrößern auf das Bild klicken

Löwenburg - Burg Gerhardstein (2)

Gerolstein, Gemeinde Gerolstein

Beschreibung

Das Entstehungsdatum der Löwenburg ist ungefähr auf das Jahr 1100 zurückzuführen. Vermutlich entstand dort am Anfang ein Jagdsitz oder Wirtschaftsgebäude. Ende des 13. Jahrhunderts wurde ein großer Ausbau vorgenommen, wo eine Wehrburg errichtet wurde. Es gab eine Vorburg, wo die Wachen und die Wirtschaftsgebäude untergebracht waren, sowie eine Hinterburg, wo der Herrensitz untergebracht war. Die Trennung der beiden Burgteile erfolgte durch einen Graben mit Zugbrücke. Im Jahr 1486 erhielt die Burg 2 Kapellen: die Schlosskapelle, die in einem Halbturm untergebracht war und die Hofkapelle, unterhalb des Felsens. Als im 16. Jahrhundert Feuerwaffen entwickelt wurden, wurde der Verteidigungsring noch mehr verstärkt. In dieser Zeit wurde auch die 2 Meter dicke Schildmauer errichtet. 1691 wurde die Burg total zerstört und nicht mehr aufgebaut. Nach 1700 wurden noch mehrere Abschnitte der Mauer abgetragen, da Gefahr bestand, dass Steinteile von der Klippe fallen könnten. Der Südturm und weitere Teile der Mauer wurden 1777 abgetragen. Im 2. Weltkrieg wurde ein großer Teil der noch vorhandene Mauer von Fliegern zerbombt. Nur wenige Ruinenteile verraten den Standort des einstmaligen Residenzschlosses Gerhardstein. Geschichte der Löwenburg: Die Entstehung der Löwenburg ist, wie die von vielen anderen Eifelburgen, unbekannt. Man weiß nur, dass der Erbauer Gerhard von Blankenheim war. 1115 ist die Burg erstmals in der Geschichte erschienen, da Gerhard von Blankenheim seinen Herrschaftssitz nach Gerolstein legte. Der Name Burg Gerhardstein ist auf den Herrscher Gerhard von Blankenheim, der die Burg regierte, zurückzuführen. Im 13. Jahrhundert führte Gerhard IV eine Erweiterung der Burg durch; die Burg Gerhardstein wurde zur Wehrburg. Gerhard V, der Burgherr von Blankenheim, Gerhardstein, Kasselburg und Bettingen, erwirkte 1336 beim Kaiser die Stadtrechte. Durch Aussterben der Blankenheimer gingen die Besitzungen 1423 an die Familie von Loen über. Diese stifteten 1487 zwei Priesterstellen. 1524 entstand durch Gerhard VIII die Gerolsteiner Linie, welche bewirkte, dass die Burg Gerhardstein ein Residenzschloss wurde. 1593 kam durch eine Erbschaft die Herrschaft Kronenburg nach Gerolstein. 1670 schlug ein Blitz in den Pulverturm, welcher großen Schaden am Schloß veRuhrsachte. Am 6. Juli 1691 besetzten Franzosen die Burg Gerhardstein, welche am 5. August 1691 von Jülich unter General Eltern zurückerobert wurde. Durch die Verwendung von Bomben und Feuerkugeln wurde die Burg in einen Trümmerhaufen verwandelt. Der letzte Graf, Graf Carl-Ferdinand, der auf der Burg Gerhardstein regierte, verstarb kinderlos, daher gingen die Rechte der Burg nach Blankenheim an Graf Salentin-Ernst von Manderscheid zurück, welcher die Burg nicht mehr aufbauen ließ. Das letzte auf der Burg Gerhardstein regierende Grafenpaar waren Gräfin Augusta und Graf Phillip-Christian von Sternberg, die 1794 vor dem Einmarsch der Franzosen nach Böhmen flüchteten. Mit der Rheinlandbesetzung endete schlagartig die Epoche der Burgzeit in der Eifel.

Einordnung

Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Wehrbauten und militärische Anlagen / Burgen
Zeit:
Um 1100
Epoche:
Frühmittelalter / Romanik

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.667717
lat: 50.221282
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Auf der Burg

Internet

http://www.eifel-service.de/info/

Datenquelle

Eifeler Internet Seiten und Kreisverwaltung Vulkaneifel, Abteilung 1 - Kommunales und Recht; 2008.

Bildquellen

1 Bild: © Wilma Herzog, Gerolstein, 2012.
2 Bild: © Uwe Widera, 54550 Daun, 2013.
3 Bild: © Uwe Widera, 54550 Daun, 2013.
4 Bild: © Uwe Widera, 54550 Daun, 2013.
5 Bild: © Wilma Herzog, Gerolstein, 2014.

Stand

Letzte Bearbeitung: 31.12.2013

Die Datenbank zum Mitmachen

Sie haben weitere Informationen und/oder Bilder zu diesem Kulturdenkmal oder zu anderen Kulturdenkmälern in der Region Trier. Wir freuen uns über alle weiteren Informationen. Bitte senden Sie uns eine e-mail an kulturdatenbank@gmx.de.

Vielen Dank!

Wir bedanken uns ganz herzlich bei den vielen Personen, die uns im Laufe der Jahre so viele Bilder und Objektbeschreibungen zugesendet haben. Ihre Namen sind auf den jeweiligen Seiten vermerkt. Darüber hinaus bedanken uns bei folgenden Institutionen für die Unterstützung unseres Projekts:


Volkskunde- und Freilichtmuseum Roscheider Hof, Konz


 
Fachbereich Wirtschaft und Rechenzentrum

 
NETGis, Gesellschaft für Geoinformation und Umweltplanung


Soziale Netzwerke

Bookmarken Sie diese Seite in einem sozialen Netzwerk:

facebook  twitter  studiVZ  Google  del.icio.us  digg  mrwong  webnews  yigg



Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit