Datenbank der Kulturgüter
in der Region Trier





© OpenStreetMap Mitwirkende
CC-by-SA 2.0







zum Vergrößern auf das Bild klicken

Fürstengrab

Rascheid, Gemeinde Rascheid

Beschreibung

An der Schwelle zur Geschichte: Die Kelten Ab dem 8. Jahrhundertvor Chr. wird Mitteleuropa mit der Gewinnung und Weiterverarbeitung von Eisen vertraut, worauf dieses Metall zum dominierenden Werkstoff wird. Statt der zur Bronzeerzeugung notwendigen, weit entfernten Kupfer- und Zinnlagerstätten können jetzt örtliche Erzvorkommen ausgebeutet werden, selbst in den höheren Lagen von Eifel und Hunsrück, die deshalb trotz ihrer klimatischen Ungunst an Attraktivität gewinnen. Die geänderte Wirtschaftslage spiegelt sich im Siedlungsbild wieder, und führt zur Entstehung umwehrter Höhensiedlungen in Eifel und Hunsrück. In den neuen wirtschaftlichen und politischen Konstellationen gewinnt die einheimische Führungsschicht an Macht. Unter Grabhügeln, der wiederum vorherrschenden Grabform des Hunsrück - Eifel - Raumes, liegen bisweilen ausgesprochene Fürstengräber. Die Hügel selbst unterscheiden sich rein äußerlich nicht von ihren Vorgängern der Bronzezeit, zeigen aber im Innern die Toten als Kinder ihrer Zeit, die feine Handwerkskunst zu schätzen wissen und entsprechende Produkte als Standeszeichen mit ins Grab nehmen. Seit dem 5. Jahrhundertvor Chr. werden ausgewählte Mitglieder dieser Führungsschicht besonders luxuriös bestattet: Ihre Grabhügel sind höher aufgeschüttet und im Innern mit einer Kammer aus Brettern oder aufgeschichteten Bruchsteinen versehen; zu den Beigaben zählen unter anderem eisenbeschlagene Streitwagen und erlesenes Tafelgeschirr aus Bronze, das sich an Vorbildern aus der Mittelmeerwelt messen lässt. Wer sich heute im Gelände gut auskennt, kann die Reste eisenzeitlicher Hügelgräber noch an verschiedenen Orten erkennen, so am Hübel in Thomm, Kreis Trier-Saarburg, oder in Rascheid, Kreis Trier-Saarburg. Meist sind jedoch die obertägigen Spuren dieser Grabmonumente längst durch die moderne Bodennutzung getilgt, sodass allein die Grabungsdokumentation und die Funde im Rheinischen Landesmuseum Trier über die betreffenden Grabstätten Auskunft geben. Hans-Peter Kuhnen

Einordnung

Kategorie:
Archäologische Denkmale / Bestattungen / Grabhügel
Zeit:
Circa 500 vor Chr. bis circa 500 nach Chr.
Epoche:
Kelten- / Römerzeit

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.936647
lat: 49.712537
Lagequalität der Koordinaten: Ortslage
Flurname: Ortslage

Internet

http://www.landesmuseum-trier.de/ http://www.landesmuseum-trier.de/

Datenquelle

Archäologie zwischen Hunsrück und Eifel - Führer zu den Ausgrabungsstätten des Rheinischen Landesmuseums Trier. 1999. ISBN 3-923319-43-6 (Schriftenreihe des RLM Trier Nr. 15). Online-Shop: www.landesmuseum-trier-shop.de

Bildquellen

1 Bild: http://www.biebertalonline.de/gemeinde/grab1.jpg

Stand

Letzte Bearbeitung: 17.09.2001

Die Datenbank zum Mitmachen

Sie haben weitere Informationen und/oder Bilder zu diesem Kulturdenkmal oder zu anderen Kulturdenkmälern in der Region Trier. Wir freuen uns über alle weiteren Informationen. Bitte senden Sie uns eine e-mail an kulturdatenbank@gmx.de.

Vielen Dank!

Wir bedanken uns ganz herzlich bei den vielen Personen, die uns im Laufe der Jahre so viele Bilder und Objektbeschreibungen zugesendet haben. Ihre Namen sind auf den jeweiligen Seiten vermerkt. Darüber hinaus bedanken uns bei folgenden Institutionen für die Unterstützung unseres Projekts:


Volkskunde- und Freilichtmuseum Roscheider Hof, Konz


 
Fachbereich Wirtschaft und Rechenzentrum

 
NETGis, Gesellschaft für Geoinformation und Umweltplanung


Soziale Netzwerke

Bookmarken Sie diese Seite in einem sozialen Netzwerk:

facebook  twitter  studiVZ  Google  del.icio.us  digg  mrwong  webnews  yigg



Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit Kulturelle Sehenswürdigkeit