Datenbank der Kulturgüter
in der Region Trier





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Ehemalige Synagoge

Kirf, Gemeinde Kirf
Kirchstraße 6

Beschreibung

Die freistehende Synagoge stand in der Kirchstrasse, in unmittelbarer Nähe zur Kirche. Als Grundstücksbegrenzung diente eine mit Metallgitterstäben, dem Gefälle folgende, abgestufte Mauer, die im Osten an die Ostwand der Synagoge und im Westen an einen circa 1,50 Meter breiten, nach norden sich weitenden Weg angrenzte. Im Südwesten befand sich der Zugang zum Vorhof. Im Gebäudeinneren führte eine hölzerne Treppe zur Frauenempore. Die den Längswänden folgende Empore reichte bis an die Ostwand. Ob dem Gebetsraum ein Vorraum vorgelagert war lässt sich nicht eindeutig klären, dennoch lässt das in der Süd- und Nordansicht vorhandene Rundfenster einen Vorraum vermuten. Diese Fenster dienten normalerweise der Belichtung des Vorraumes. Nach Aussage der befragten älteren Mitbürger war die bemalte Decke zu den Wänden hin leicht gewölbt, ansonsten aber flach. Die Synagoge wurde am 10.11.1938 in Brand gesteckt und fand danach als Schmiede Verwendung. Nach dem Krieg nutzten die häufig wechselnden Besitzer das Gebäude als Wohnhaus. An der Nordseite gliedert sich heute ein Anbau an. (Robert Reichard / Thomas Heidenblut) Direkt (links neben dem Portal) der Pfarrkirche gelegen bildet sie mit dieser ein Bauensemble. Die Synagoge wurde 1938 demoliert, zum Wohnhaus umgebaut und erweitert. Die an der Giebelseite des traufständischen Satteldachbaus über am Sturz des ehemaligen Portal angebrachte hebräische Inschrift DIES IST DIE PFORTE DES EWIGEN, GERECHTE TRETEN DA EIN war noch Anfang der 90er Jahre sichtbar und ist auch im Band 12.1 der Reihe Kulturdenkmäler in Rheinland Pfalz, Kreis Trier Saarburg abgebildet. Mittlerweile ist diese wie das vermauerte Portal unter einer Putzschicht verschwunden. So erinnern derzeit nur noch die ovalen Fenster im ersten Stock an die ehemalige Bestimmung des Gebäudes. (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz, Kreis Trier-Saarburg, 12.1 Wernersche Verlagsgesellschaft 1994)

Einordnung

Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Synagogen
Zeit:
Um 1845-46
Epoche:
Klassizismus

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.478944
lat: 49.551528
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ortslage

Internet

http://www.vg-saarburg.de/tourismus/kirf/index.htm

Datenquelle

Robert Reichard / Thomas Heidenblut: Synagogen im Landkreis Trier-Saarburg. 2000 und Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz, Kreis Trier-Saarburg, 12.1

Bildquellen

1 Bild: Ortsgemeinde Mehring
2 Bild: © Helge Rieder, Konz, 2000
3 Bild: © Robert Reichard / Thomas Heidenblut: Synagogen im Landkreis Trier-Saarburg. 2000
4 Bild: © Willi Körtels

Stand

Letzte Bearbeitung: 15.01.2010

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