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Ortsname / Ortsgeschichte

Neuerburg, Gemeinde Wittlich

Beschreibung

Neuerburg wurde im Zuge der Verwaltungsreform im Jahre 1969, ebenso wie Bombogen, Dorf, Lüxem und Wengerohr, ein Stadtteil der Kreisstadt Wittlich. Markantes Wahrzeichen des Stadtteils Neuerburg ist der weithin sichtbare Neuerburger Kopf, auch Burgkopf genannt. Schon zur Römerzeit führte die Agrippastraße von Trier nach Koblenz unmittelbar an diesem Berg vorbei. Der Burgkopf zwischen Neuerburg und Bombogen ist als heiliger Weg Wuotans nachgewiesen. Noch zwischen 1140 - 1144 hieß er Mercusberg in deutscher Übersetzung bedeutet dies Wuotansberg. Die erste Burg auf dem Neuerburger Kopf soll angeblich von dem Frankenkönig Childerich I. zwischen 511 und 588 angelegt worden sein. In der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts hatte sich Graf Wilhelm von Luxemburg auf dem Burgkopf ein Raubnest eingerichtet. Erzbischof Menginher nahm im Herbst 1128 die Burg im Sturmlauf und zerstörte sie. Sein Nachfolger Erzbischof Albero (1131 - 1152) erbaute 1146 zum Schutze des Wittlicher Tales und besonders der Stadt Wittlich eine neue Burg und nannte sie novum castrum, das bedeutet Neue Burg oder Neuerburg. Erst im Jahre 1168 wurde sie unter Erzbischof Hillin vollendet. Am 9. Juni 1718 hatte eine große Feuersbrunst das ganze Dorf eingeäschert. Beim Wiederaufbau verschwand der größte Teil der Burgruine, die als Steinbruch genutzt wurde. So ist von der Neuerburg bis auf wenige Mauerreste auf dem Gipfel nur noch der Name des Dorfes am Fuße des Berges übrig geblieben. Ein zweites Mal wurde Neuerburg im Jahre 1840 von einer Brandkatastrophe heimgesucht. 21 Gebäude (mehr als 1/3 des Dorfes) brannten bis auf die Grundmauern nieder. Auch die alte Kirche, die 1698 erbaut wurde und demNikolaus geweiht ist, blieb zum Teil nicht verschont. Neuerburg, im östlichen Teil des Wittlicher Tales gelegen, hat einen fruchtbaren Boden, größtenteils aus Sand und stellenweise aus Lehm bestehend. Dieser Boden liefert nicht nur eine reiche Kartoffelernte, sondern ist auch der rechte Untergrund für den ausgedehnten Tabakanbau. Heute gehen die Neuerburger Bürgerinnen und Bürger überwiegend ihrer Arbeit in den Industrie-, Gewerbe- und Handelsbetrieben der Kreisstadt Wittlich nach.    

Einordnung

Kategorie:
Geschichte / Ortsname / Ortsgeschichte / Ohne
Zeit:
1146
Epoche:
Frühmittelalter / Romanik

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.946478
lat: 49.999976
Lagequalität der Koordinaten: Ortslage
Flurname: Ortslage

Internet

Stadt Wittlich http://www.wittlich.de/

Datenquelle

Homepage der Stadt Wittlich. HSB GmbH. 1997

Bildquellen

1 Bild: Internet
2 Bild: Internet

Stand

Letzte Bearbeitung: 15.07.2004

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