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Steinkreuz mit Chronogrammen

Kanzem, Gemeinde Kanzem

Beschreibung

Künstlerisch anspruchsvolles Kruzifix mit 1,10 m hohem Korpus auf knappem Sockel, dessen Vorderseite in Kartusche das Wappen des Abtes Petrus Marx von Wadgassen trägt. Der plastisch herausgearbeitete Korpus eine sorgfältige Steinmetzarbeit des Barock. Auf Sockelplatte verwitterte Inschrift in Form zweier Chronogramme, die auf die Errichtung 1695 anlässlich der Erneuerung des Weinberges hinweisen und die frühere Benennung als Halfenkreuz berichtigen. [1] fortIVs has VVas CIngIt ter Den Vo abbas petrVs MarX Longae posterItatIs opVs "Abt Petrus Marx von Wadgassen hat diese Weinstöcke fester eingezäunt, ein wohl länger bestehendes Werk." stabILIVs nIhIL est naM IVngItVr anChrao sIC CrVX In petra (hIC) LoCata VIget "Nichts steht fester als ein Kreuz mit einem Anker verbunden, auf Felsen gesetzt, bleibt es bestehen." [2] Das Wappen des Abtes Petrus Marx Abt Petrus Marx (1678-1705) ist einer der ersten Wadgasser Äbte nach der Rückkehr der Wadgasser Prämonstratenser von ihrem Trierer Exil, wo sie sich während des Dreißigjährigen Krieges und während der auch nach 1648 noch andauernden Kampfhandlungen und weiter gehenden Plünderungen in ihrem Haus aufgehalten hatten. Nicht zuletzt der Bau der Festung Saarlouis im Zuge der französischen Reunionen unter Louis XIV. mag dem Wiederaufbau des Wadgasser Klosters in die Hände gespielt haben, steht die Festung doch auf altem Wadgasser Klosterland, das lukrativ an die französische Krone verkauft werden konnte. Abt Marx ließ einen der Weinberge des Wadgasser Klosters in Kanzem (Cantzheim) neu befestigen und errichtete an seinem unteren Ende in der Nähe des Saarufers ein schön erhaltenes barockes Steinkreuz, auf dessen Sockel sich ebenfalls eine Reliefdarstellung seines Wappens befindet. Ebenso befindet sich in direkter Nähe dieses schönen Steinkreuzes das 'maison de wadgasse' der Wirtschafts- und Weingutshof der Abtei Wadgassen in Kanzem. [3]

Einordnung

Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Bildstöcke und Kreuzwegstationen
Zeit:
1695
Epoche:
Renaissance

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.56895
lat: 49.66696
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Im untersten Berg

Internet

http://www.kanzem.de/

Datenquelle

[1] Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz, Kreis Trier-Saarburg, 12.1 Wernersche Verlagsgesellschaft 1994. [2] Eduard Lichter: Chronogramme aus dem Regierungsbezirk Trier und dem Saarland 1419-1994. In: Neues Trierisches Jahrbuch 1994. Hrsg. Verein Trierisch e.V. [3] Patrik H. Feltes, M.A. Geschichte und Kultur des Wadgasser Raumes und der Kultur, 2017. http://wadegotia.info

Bildquellen

1 Bild: © Jörg Busch, Trier-Biewer, 2016.
2 Bild: © Jörg Busch, Trier-Biewer, 2016.
3 Bild: © Jörg Busch, Trier-Biewer, 2016.
4 Bild: © Jörg Busch, Trier-Biewer, 2016.
5 Bild: © Patrik H. Feltes, M.A. Geschichte und Kultur des Wadgasser Raumes und der Kultur, 2017. http://wadegotia.info

Stand

Letzte Bearbeitung: 05.03.2017

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