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Evangelische Kirche

Starkenburg, Gemeinde Starkenburg

Beschreibung

1764 von A. E. Ludolph erbaut. Orgelprospekt Ende 18. Jahrhundert im reizvollen Louis-Seize-Stil. (Dehio) Evangelische Kirche Starkenburg Die Starkenburg gehörte um 1200 Graf Heinrich von Sponheim, der sie zum Lehen hälftig Trierer Erzbischof und das Kloster Corvey aufgetragen hatte. Im Trierer Abschnitt ist erst mal 1294 eine Burgkapelle bezeugt, Johannes dem Täufer geweiht. In jenem Jahr nämlich verpflichtet Johann 11. die Zisterziensermönche vom Kloster Himmerod in der Eifel den Burgkaplan zu stellen und in der Kapelle die Messen zu lesen. Mitte des 17. Jahrhunderts war die Kapelle stark baufällig. Deshalb bauten die Starkenburge im Dorf eine notdürftige Kirche. Sie stand auf der gleichen Straßenseite wie die heutige, aber unterhalb davon in Richtung Enkirch . Als Erbprinz Friedrich von Hessen-Kassel 1704 im Spanischen Erbfolgekrieg von hier die Grevenburg belagerte, verbrannte die alte Kapelle, und offensichtlich litt auch die Dorfkirche Not. Diese besaß bereits einen Steinturm und auf der Seite zur Mosel hin schindelbeschlagenes Fachwerk. Die Bausubstanz verschlechterte sich, und 1747 wird die Kirche als baufällig bezeichnet. Bei den Gemeinsherren wurde um Bewilligung der nötigen finanziellen Mittel für einen Neubau nachgesucht ( Dem Vorschlag von 1761, das Gebäude niederzureißen, folgte zwei Jahre später die Erlaubnis in der ganzen Hinteren Grafschaft Sponheim eine Kollekte zugunsten einer neuen Starkenburger Kirche zu erheben. Zunächst Filialort von Enkirch und Traben, gehörte Starkenburg in jener Zeit zur Pfarrei Irmenach. Pfarrer Bartz legte am 12. (oder 24.) April 1764 den Grundstein für das heutige Gotteshaus. Den Bauplan riß Meister Ludolph aus Traben auf, und Maurermeister Johann Peter Jobs aus errichtete einen 12,30 Meter langen und 7,60 Meter breiten Saalbau mit sechs rundbogigen Fenstern und dreiseitigem Chorabschluß. Als Zimmermeister waren die Trabener Richard und Jost sowie Jörg Daniel Ring tätig. Neben dem Aufbau eines achteckigen Dachreiters über dem Giebel zogen sie auch die gebogene Holzdecke ein. Leyendecker Görg Hey kam aus Wolf. Der Enkircher Pfarrer Pfarrer Pfender weihte die Kirche am 30. Juni 1765, und elf Jahre danach malten Jakob Homburg und J.Peber für dreißig Reichstaler die Wände mit Steinfarben und die perlfarbig aus und schufen außerdem ein Dreifaltigkeits-Chorbild. Allerdings stammen die noch heute vorhandenen Malereien an der Westempore kaum von den beiden Künstlern. Die zeigen die zwölf Apostel und die sieben Propheten. Die hölzerne Kanzel könnte schon in der Vorgängerkirche gestanden haben. Bereits 1770 ist eine Orgel erwähnt. Die heutige stammt aus der Werkstatt Stumm, hat 1 Manual und 8 Register. Mit ihrem fünfteiligen Prospekt wurde sie 1785 eingebaut. Im Jahr vorher bekam die Kirche eine Uhr. Wahrscheinlich bei der Zerstörung der Kapelle 1704 ging eine kleine Glocke verloren. 1874 wurden vom Siegener Glockengießer Claren drei Klangkegel für die kleine Kirche gegossen. Deren zwei mußten im Ersten Weltkrieg abgegeben werden, wovon 1926 nur eine ersetzt wurde. Nachem die Gemeinde im Zweiten Weltkrieg erneut eine verlor, ertönte zu Pfingsten 1957 das durch zwei Glocken vervollständigte Geläute erstmals wieder in ursprünglicher Dreisamkeit. Es ist abgestimmt auf es-f-as. Der Innenraum der kleinen Kirche, die heute der Trarbacher Pfarrer bedient, wurde 1983 restauriert und zeigt sich nunmehr in ihren ursprünglichen Farben. (Dieter Diether: Die Gotteshäuser im evangelischen Kirchenkreis Simmern-Trarbach. Hrsg. Evangelischer Kirchenkreis Simmern-Trarbach, Sitz Kirchberg (Hunsrück). Bei letzterem erhältlich.)

Einordnung

Ersteller, Baumeister, Architekt, Künstler:
Ludolph, A. E.; Traben
Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Evangelische Kirchen
Zeit:
1764
Epoche:
Barock / Rokoko

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   7.138594
lat: 49.958375
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ortslage

Internet

http://www.starkenburg-mosel.de/ http://www.starkenburg-mosel.de/

Datenquelle

Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler: Rheinland-Pfalz, Saarland, 1984. und Dieter Diether: Die Gotteshäuser im evangelischen Kirchenkreis Simmern-Trarbach.

Bildquellen

1 Bild: © Helge Rieder, Konz, 2000
2 Bild: © Helge Rieder, Konz, 2000
3 Bild: © Dieter Diether: Die Gotteshäuser im evangelischen Kirchenkreis Simmern-Trarbach
4 Bild: © Dieter Diether: Die Gotteshäuser im evangelischen Kirchenkreis Simmern-Trarbach

Stand

Letzte Bearbeitung: 19.01.2010

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