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Sankt Salvator-Basilika - Orgel (1)

Prüm, Gemeinde Prüm

Beschreibung

Im Westchor der Kirche hat man 1730 zwischen den beiden Türmen eine Orgelempore eingefügt. Geplant hatte man zunächst eine Dreiteilung des Emporengewölbes, dann aber wählte man einen weitgespannten Bogen und dekorierte Stirn und Leibung reich mit Stuck. Zweimal werden die Embleme der Musik, der Bildhauerei, der Architektur und des Kriegsbauwesens dargeboten, einmal in den Zwickeln rechts und links über dem Bogen einmal bei den weiblichen Figuren, die am Bogenansatz unter der Leibung angebracht sind. Die Mitte der Stirn bildet im Hochrelief das kurfürstl. Schönbornsche Wappen. Einen krönenden Abschluss bildet die Orgel, neben dem Chorgestühl der einzige Teil der Innenausstattung, der für die Abteikirche selbst geschaffen wurde. Schon vor 1576 hat es, einem Visitationsbericht zufolge, eine Orgel gegeben, die aber nicht in die neue Kirche übernommen wurde; denn mehrere Jahre behalf man sich mit einer geliehenen Orgel, bis Kurfürst Clemens Wenzeslaus 1782 die Auszahlung von 4000 Reichstalern für Altäre und Orgel anordnete. Das neue Werk wurde ausgeführt von dem Orgelbauer Nollet aus Orval (Belgien), der auch die Orgeln in Sankt Simeon und Sankt Paulin in Trier gebaut hat. Den Orgelprospekt entwarf Joh. Seitz (Schüler Neumanns), der Prümer Jean Bapt. Molitor führte den Plan aus. Seitz fügte das Orgelgehäuse vorzüglich in den hohen Kirchenraum ein mit fünf Teilen, die durch Gesimse besonders betont sind: Zwei höhere äußere und drei kleinere mittlere, von denen das mittelste tiefer herabgezogen ist. Durchbrochenes Ornament mit Laubwerk und Früchten steht im Gegensatz zu dem glatten Getäfel des Unterbaus. - Im letzten Krieg wurde die Orgel zum dritten Mal zerstört, das Gehäuse konnte jedoch gerettet werden. Der Wiederaufbau war 1973 vollendet: Das neue Werk stammt von der Firma Klais in Bonn. Im rechten Turm wurde 1992 die Marienkapelle erneuert, die eingebaute Treppe führt zur Orgel. [1]

Einordnung

Ersteller, Baumeister, Architekt, Künstler:
Seiz, Johannes [1717-1779], Orgelprospekt; Nollet; Klais
Kategorie:
Handwerk / Orgeln / Ohne
Zeit:
1721
Epoche:
Barock / Rokoko

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.425676
lat: 50.206555
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ortslage

Internet

http://www.basilika-pruem.de/

Audio




Datenquelle

[1] Franz Josef Faas

Bildquellen

1 Bild: © Orgelarchiv der Classic-Edition Online Studios in Monschau; 2003

Stand

Letzte Bearbeitung: 19.09.2007

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