Datenbank der Kulturgüter
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Ehemalige Pfarrkirche

Kordel, Gemeinde Kordel
Friedhofstraße

Beschreibung

Die alte Pfarrkirche gehörte nach dem Fragebogen vom Jahre 1846 dem 15. oder 16. Jahrhundert an, 24x70 Fuß groß, damals mit einigen Stufen unter Bodenhöhe. Das Schiff wurde um 1720 nach Westen um 14 Fuß verlängert, um 1780 um 10 Fuß nach Osten. Dieser neue Chorteil, etwas schmaler als das Schiff, war im Halbkreisbogen geöffnet. Die Strebepfeiler ganz einfach. Auf der Südseite des alten Chores stand der Turm, mit zweiteiligen rundgeschlossenen Schallfenstern auf allen Seiten; die Turmhalle diente als Sakristei und hatte in der Ostwand ein ovales Fenster. Auf der Nordseite entsprechend ein größerer Ausbau, mit Rippen kreuzgewölbt wie das Schiff, das ohne Gurte im Querschnitt "rundbogig" war. Neubau vom Jahr 1865/67 nach den Plänen des Architekten Pleimes, Trier. Einfacher Beichtstuhl des 18. Jahrhunderts. Steinfigur des heiligen Franziskus, auf der Erdkugel stehend, 90 cm hoch, 18. Jahrhundert. Auf dem Felde vor 1850 gefunden. Reichhaltige Pfarrbibliothek, mit Werken des 16. Jahrhunderts beginnend, meist theologischen Inhalts. Vorhanden waren im Jahr 1846 drei Holzaltäre; die Seitenaltäre von Anfang des 19. Jahrhunderts, der Hochaltar älter. Die Steinkanzel war im Grundriß viereckig. Die Paramente waren einfach; eine,"sehr alte" Pollengarnitur in getriebener Arbeit war von Silber. Inschriften der im Jahre 1917 an die Kriegsmetallsammelstelle abgelieferten Glocken vom Jahre 1578, 1716 und 1731: 1. S. ROMANUS HEISEN ICH, LEONART WOLFF VAN TRIER GOSS MYCH 1578. 2. SANCTI AMANDE ET WOLFGANGE EPISCOPI, ORATE PRO NOBIS, FULGURA CUM TONITRU, DAMNOSUM DISSIPO VENTUM; SAGAS HINC PELLO, BELZEBUB INDE FUGO. MATHIAS FREYWALDT ME FECIT 1716. 3. DAMNOSUM DISSIPO VENTUM, SAGAS HINC PELLO, BELZEBUB INDE FUGO. MICH HAT LASSEN GIESSEN DIE GEMEIN CORDEL 1731. AVE MARIA GRATIA PLENA (vermutlich auch von M. Freywaldt}. [1]

Einordnung

Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Katholische Kirchen
Zeit:
15. oder 16. Jahrhundert
Epoche:
Gotik

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.634929
lat: 49.840665
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Bei der Kirch

Internet

http://kirchenmaus-online.de/kordel/index.html

Datenquelle

[1] Ernst Wackenroder: Die Kunstdenkmäler des Landkreises Trier. L. Schwan, Düsseldorf, 1936.

Bildquellen

1 Bild: Zeichnung: Thomas Mäs, Kordel.
2 Bild: Zeichnung: P. Rudolf Fritz. Pfarrkirche St. Vedastus und St. Amandus Kordel, 1985.

Stand

Letzte Bearbeitung: 09.08.2012

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