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Ortsname / Ortsgeschichte und Brauchtum

Niederpierscheid, Gemeinde Niederpierscheid

Beschreibung

Historisches Die Geschichte des Dorfes lässt sich bis in das Jahr 1818 zurückverfolgen. Von dieser Zeit bis Ende des Jahrhunderts sind einige Bürger nach Amerika ausgewandert, um Arbeit zu finden. Bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts ernährten sich die Menschen ausschließlich von der Landwirtschaft. Auf den flachgründigen und mineralstoffarmen Böden waren die Erträge allerdings sehr gering. Brauchtum Niederpierscheid steht stellvertretend für einen Brauch vielerorts in der Eifel zum ersten Fastensonntag: Das Burgbrennen oder Hüttenbrennen. Das ursprüngliche Fastenfeuer findet seit langer Zeit seine Fortsetzung als Frühlingsfeuer zwischen dem Winter- und Sommerhalbjahr. Man kann nur über die Entstehung und den tieferen Sinn Vermutungen anstellen; aber es ist durchaus zu verstehen, dass man den Winter verbrennen und durch diesen Brauch Lebenskraft erwecken wollte. Zwei Formen des Feuers - immer auf einer Anhöhe - werden bevorzugt: Jugendliche schichten Stroh, Reisig und Holz zu einem 10 Meter hohen Berg auf, während die zweite Form viel mehr Arbeit mit sich bringt: Ein Fichtenstamm - mit stillschweigender Erlaubnis des Besitzers im Wald geschlagen - erhält eine Kreuzform und wird mit Stroh umwickelt. Unklar ist auch hier, ob der Strohmann eine Hexe, eine Ersatzfigur oder einer Art Vogelscheuche darstellt.  Jedenfalls nach getaner Arbeit und dem Abbrennen des Burgfeuers sammeln die rußgeschwärzten Jugendlichen Eier und Geld, um in Geselligkeit noch Spaß zu haben.

Einordnung

Kategorie:
Geschichte / Ortsname / Ortsgeschichte / Ohne
Zeit:
1818
Epoche:
Klassizismus

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.373797
lat: 50.078317
Lagequalität der Koordinaten: Ortslage
Flurname: Ortslage

Internet

http://www.niederpierscheid.de/

Datenquelle

Realschule Neuerburg - Projekt Heimatdörfer der Schüler/innen http://www.realschule-neuerburg.de/ Bearbeitung: Simone Hüllen und Sarah Kauth

Bildquellen

Stand

Letzte Bearbeitung: 11.05.2001

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