Datenbank der Kulturgüter
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Mehlbaumkreuz auch Feilenkreuz genannt

Liersberg, Gemeinde Igel
Trierer Straße/Am Feilenkreuz

Beschreibung

Mehlbaumkreuz, Pfeilerbildstock, bezeichnet 1678, Teilerneuerung bezeichnet 1786. [1] Material: Schaft aus rotem Sandstein, Abschlußkreuz gelber Sandstein Inschrifttext am Kreuz 1678 Inschrifttext am Schaft M.H. 1786 Beschreibung: Schaftkreuz 2,82m hoch. Sockelfuß mit profiliertem Abschluß, auf dem ein rechteckiger mehrfach gegliederter Schaft mit gerollter Schriftplatte sitzt, das direkt unterhalb eines einfachen Kapitells platziert ist. Als Bekrönung trägt das Wegmal auf einem profiliertem Kreuzfuss ein Kreuz mit doppelt gekerbten, runden Enden und einem im Flachrelief herausgearbeiteten, steinernen Korpus mit eingemeißelter Jahreszahl 1678 unterhalb der ausgestreckten Arme. Setzungsgeschichte / Besonderheiten: Das aus dem Schaft herausgearbeitet Wappenschild zeigt einen heute nur noch schwer zu erkennenden Baum mit Wurzelstock, das Hauszeichen des Trierer Ratsherrn Dr. jur. Theobald Meelbaum (der Familienname kommt vom gleichnamigen Meelbaum (crataegus aria) her, der auf dem Wappen dargestellt ist.), Er war ab 1653 Dekan der juristischen Fakultät und Professor an der Trier Universität, ab 24.7.1776 Schöffe am kurfürstlichen Hochgericht, und er war es der dem Kreuz seinen Namen gab. Für den anderen, geläufigeren Namen, nach dem auch die Straße "Am Feilenkreuz" genannt wurde, gibt es keine spezielle Erklärung. Die Initialen M. H. gehen eventuell auf eine Erneuerung des Schaftes im Jahr 1786 zurück. Es wäre jedoch auch denkbar, dass der Schaft ein Originalteil ist, dem irgendwann das Abschlusskreuz eines älteren Wegedenkmals aufgesetzt wurde. Der mündlichen Überlieferung nach wurden hier auch 1675 mehrere französische Soldaten begraben, die bei der Schlacht bei der Konzer Brücke gefallen waren. Schließlich wurde 1678 das Kreuz von einem Mitglied der Familie Meelbaum errichtet, wobei das eingemeißelte kleine Kreuz im Schaft auf ein Totengedächtniskreuz hindeutet. Der Schaft des Kreuzes ist heute rundum mit vielerlei kleinen Einritzungen versehen, wovon einige durchaus mit der Form von Hausmarken vergleichbar sind. [2] Die Familie Meelbaum in Trier MEHLBAUM,MEELBAUM, Jakob (rk) Geboren 1598, Gestorben 1671 Beruf: Dr.med./Dr. jur. Mitglied der jur. Fakultät der Uni Trier Verbindung: Kirchl. Heirat vor 1640 BURGLONIUS, Anna Johanna (rk) Geboren um 1600 in Saarburg. Kinder 1. Anna Juliane (rk) Verbindung: Kirchl. Heirat am 26.09.1674 in St. Antonius mit Balthasar DE LA EXCALOPIE (041534) 2. Johann Theodor (rk) Geboren um 1640 Verbindung: Kirchl. Heirat am 08.06.1670 in St. Antonius mit Anna Jakoba Margaretha SCHIENBEIN (151425) 3. Johann Heinrich (rk) Getauft am 23.11.1652 in St. Gangolf. Paten: für Herrn Johann Rorat Herr Peter Biedburg und Anna Margaretha, Ehefrau Herrn Belleau/Belvo?. MEHLBAUM,MEELBAUM, Johann Theodor (rk) Eltern: M., Jakob und BURGLONIUS, Anna Johanna Amtskellner in St. Maximin Geboren um 1640 Berufe: Amtskellner Anwalt Doktor_(JU). Gestorben vor 03.1716 in St. Gangolf. Verbindung: Kirchl. Heirat am 08.06.1670 in St. Antonius. SCHIENBEIN, Anna Jakoba Margaretha (rk) Getauft am 29.08.1651 in St. Antonius. Paten: Herr Jakob Kneipf (Sekretär) und Anna Paccia, Ehefrau von Herrn Kanzler Johann Anethan. Kinder 1. Anna Juliana (rk) Getauft am 14.03.1672 in St. Gangolf. Verbindung: Kirchl. Heirat am 24.05.1693 in St. Gangolf mit Karl Kaspar METZEN 2. Johanna Gertrud (rk) Getauft am 23.01.1674 in St. Gangolf. Verbindung: Kirchl. Heirat vor 01.1707 mit Maximilian Heinrich HEYDRICH 3. Alexander Tillmann (rk) Getauft am 30.03.1682 in St. Laurentius. Paten: A.D. Tilmann Beckers, Dekan an St. Simeon, und Anna Margaretha Schienbein. 4. Catharina Sabina Cäcilia (rk) Geboren um 1684 Verbindung: Kirchl. Heirat am 08.08.1712 in St. Gangolf mit Kaspar Franz POTESTA 5. Anna Margaretha (rk) Getauft am 01.09.1692 in St. Gangolf. Verbindung: Kirchl. Heirat am 28.09.1755 in St. Gangolf mit Johann Bernhard VILLE,VITH 6. Johann Heinrich (rk) Getauft am 31.12.1775 in St. Gangolf. Paten: R.D. Heinrich Anethan, Weihbischof, und Maria Catharina de Sötern. 7. Philipp Nikolaus Friedrich (rk) Getauft am 30.11.1779 in St. Laurentius. Paten: A.R.D. Nicolaus Schütz, Kanoniker an St. Simeon und Sybilla Gruntinger. Literaturtipps: Jakob Marx: Geschichte des Erzstifts Trier: d. i. der Stadt Trier & des Trier. Landes, als Churfürstenthum und als Erzdiöcese, von den ältesten Zeiten bis zum Jahre 1816. ¬ Die Geschichte der Stadt Trier und des Trierischen Landes von der Zeit der römischen Herrschaft in demselben bis zum Beginne der Regierung des letzten Churfürsten ; 2, Band 1,Ausgabe 2. Lintz, 1859 - 538 Seiten. https://books.google.de/books?id=PA9TAAAAcAAJ&pg=PA454&dq=Meelbaum&hl=de&sa=X&redir_esc=y#v=onepage&q=Meelbaum&f=false Jacob Meelbaum: Sylva Academica: sive de antiquitate urbis et Academiae Trevirorum discursus, 1657. https://books.google.de/books?id=pqBLAAAAcAAJ&printsec=frontcover&dq=Meelbaum&hl=de&sa=X&redir_esc=y#v=onepage&q=Meelbaum&f=false [3]

Einordnung

Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Bildstöcke und Kreuzwegstationen
Zeit:
1678
Epoche:
Renaissance

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.561472
lat: 49.711457
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: Ortslage

Internet

http://www.gemeinde-igel.de http://www.gemeinde-igel.de/

Datenquelle

[1] Grundlage ist die Denkmalliste des Landes Rheinland-Pfalz (Stand: 11. Februar 2014). [2] Info-Tafel des Vereins "Igel Augulia e.V. heimat- und kulturverein".Überarbeitet und ergänzt von Jürgen Bier, Trier-Tarforst, 2017. [3] Jürgen Bier, Trier-Tarforst, 2017.

Bildquellen

1 Bild: © Jörg Busch, Trier-Biewer, 2017.
2 Bild: © Jörg Busch, Trier-Biewer, 2017.
3 Bild: © Jörg Busch, Trier-Biewer, 2017.

Stand

Letzte Bearbeitung: 16.02.2017

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