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Ehemalige Kapelle im Tal

Gerolstein, Gemeinde Gerolstein
Bergstraße 11

Beschreibung

[...] Außer der Pfarrkirche bestanden Kapellen auf der Burg und im Tal. Für diese beiden errichtete Graf Dietrich im Jahre 1486 zusammen mit dem Junggrafen Coyn (Kuno) und Johann sowie dem Schultheis und den Schöffen zu Gerolstein aufgrund von Vermächtnissen des Clais Hulman und des Peter Hoyntze die Stelle eines Priesters, der die Kapelle auf der Burg und die neugebaute und im Jahre 1487 durch den Generalvikar des Erzbistums Köln geweihte Kapelle im Tal versehen soll. Der Priester erhielt durch Schenkung ein Burghaus, das dem Thomas von Gense gehört hatte. [...] Die Kapelle im Tal [...] ebenso oft als Kapelle des Fleckens Gerolstein bezeichnet, stand [...] auf halber Höhe des Burghügels an einer Stelle, wo sie nach dem Jahre 1691 durch die von der Ruine herabfallenden Steine gefährdet war. Sie brennt im Jahre 1691 mit Burg und Ort bis auf die Mauern nieder und erhält im Jahre 1694 durch Meister Andrees im Auftrage des Grafen Carl Ferdinand neues Dachwerk und ein Türmchen "viel besser als vorher gewesen", anscheinend mit reicher Gesimsaufteilung; ein Strohdecker wird bestellt und Steinmetzmeister Johannssen aus Oberbettingen soll Bilder der heiligen Antonius und Lucia machen. Ein Inventar vom Jahre 1701 zeigt die Ausstattung mit Paramenten. Im Visitationsprotokoll vom Jahre 1713 wird sie als Kapelle "bei der Burg" bezeichnet; es heißt in den Jahren 1708 (Stadtbrand) und 1745, dass hier "seit undenklichen Zeiten", an anderer Stelle "per trecentos annos" von Allereiligen bis Palmsonntag excl., also im Winter, Gottesdienst abgehalten wird. [1] Die Hofkapelle oder Antoniuskapelle, auch Kapelle des Fleckens genannt oder Kapelle im Tal (nicht zu verwechseln mit der Schlosskapelle in einem der Halbtürme direkt im Schloss), wurde am 28.5.1487 geweiht. Sie war recht groß und stand etwas weiter rechts neben Wasserturm, nah am hohen Burgfels. Sie war praktisch die Kirche für die Gerolsteiner, nachdem die alte Pfarrkirche in Sarresdorf "Unserer lieben Frauen Kirch" (erbaut 1525-1528) verfallen war und es zu weit war dort hin zu gehen. Die Kapelle im Tal hatte mehrere Altäre und wurde auch als Gruft der gräflichen Familie genutzt. Von diesem Bauwerk blieb nichts erhalten. [2] Zu den Zeichnungen: Sie wurden nach einem Kostenvoranschlag aus dem Jahr 1792 mit den Maßangaben der Fenster für den Wiederaufbau der Kapelle vom Architekten Alf Hoinkis gefertigt. [Anm. d. Red.]

Einordnung

Kategorie:
Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Katholische Kirchen
Zeit:
1487 [Weihe]
Epoche:
Gotik

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.6673
lat: 50.22167
Lagequalität der Koordinaten: Genau
Flurname: In der Haag

Internet

http://www.gerolstein.de/

Datenquelle

[1] Ernst Wackenroder; Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz; 1928. [2] Wilma Herzog, Gerolstein, 2013.

Bildquellen

1 Bild: © Alf Hoinkis (Architekt), 2014.
2 Bild: © Alf Hoinkis (Architekt), 2014.
3 Bild: © Wilma Herzog, Gerolstein, 2014.
4 Bild: © Wilma Herzog, Gerolstein, 2014.

Stand

Letzte Bearbeitung: 19.06.2014

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