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Chronik der Gemeinde Kaschenbach

Kaschenbach, Gemeinde Kaschenbach

Beschreibung

Wir kennen keine schriftlichen Belege, den Ort Kaschenbach betreffend, die aus der Zeit vor dem 13. Jahrhundert stammen. 1258 wird erstmals ein Kirsenbach" erwähnt. Im Jahre 1337 erfahren wir von einem Ort Kursenbach", der dem Welschbilliger Burglehn zugeteilt wurde. 1353 erscheint die Siedlung wieder unter dem Namen Kirsenbach", um dann gegen Ende des 15. Jahrhunderts in Kerschenbach" umgewandelt zu werden. 1458 belehnt der Trierer Erzbischof Otto den Godart von Brandenburg mit Kirsenbach". Im Jahre 1570 heißt die Gemeinde Kassenbach". Von ihr wird berichtet, daß sie einen eigenen Friedhof habe und daß ihr jährlich abwechselnd die Pfarrer von Alsdorf und Meckel in jeder zweiten Woche eine heilige Messe in der dem heiligen Thomas geweihten Kapelle halten und dafür drei fl. (Florin = Gulden) beziehen. Schon 1613 wurde die Kapelle von Kirschbach" für baufällig erklärt. In dem französisch - niederländischen Krieg fand sich 1658 im ganzen Ort Kirsenbach nur noch ein einziger Bürger vor; die anderen waren wohl entflohen (de Lorenzi: Geschichte der trierischen Pfarreien). Kaschenbach ist Jahrhunderte hindurch ein sehr kleiner Ort geblieben. Er ist auch heute noch der kleinste Ort der Verbandsgemeinde Irrel. Trotzdem hatte Kaschenbach noch im vorigen Jahrhundert eine gewisse Bedeutung durch seinen jährlich am 21. Dezember abgehaltenen Gesindemarkt. Die Heutige Gemarkung Kaschenbach umfaßt 460 Hektar Boden, auf ihr stehen neun Bauernhöfe. Noch im Jahre 1750 gab es in Kaschenbach nur vier Höfe, jahrhundertelang gehörten zu einem Bauernhof in Kaschenbach durchschnittlich 100 Hektar Boden. Solche Höfe waren Stockgüter, die die Grundform der Bauernhöfe im Bitburger Gutland darstellen. Stockgüter sind Bauernhöfe, die nach uralten Erb- und Besitzverhältnissen von gesetzen weiter vererbt wurden. Die Stockrechte gehen auf ein altes Herkommen der adeligen Herrenhöfe zurück. Die rechtlichen Grundlagen der Stockgüter finden wir in der sächsischen Hofverwaltung erhalten. Kein einziges Dorf im Bitburger Gutland hat auf so einmalige Art und Weise die Grundformen der mittelalterlichen bäuerlichen Kultur, das bäuerliche Erbgut der Ahnen, so rein bewahrt wie die Bauern von Kaschenbach" (Dr. Hainz: Heimatkalender für den Kreis Bitburg 1969).

Einordnung

Kategorie:
Geschichte / Ortsname / Ortsgeschichte / Ohne
Zeit:
1258
Epoche:
Gotik

Lage

Geographische Koordinaten (WGS 1984) in Dezimalgrad:
lon:   6.479884
lat: 49.876151
Lagequalität der Koordinaten: Ortslage
Flurname: Ortslage

Internet

https://de.wikipedia.org/wiki/Kaschenbach

Datenquelle

Homepage der Verbandsgemeinde Irrel, 2002.

Bildquellen

1 Bild: © Homepage der Verbandsgemeinde Irrel, 2003. www.irrel.de
2 Bild: © Homepage der Verbandsgemeinde Irrel, 2003. www.irrel.de

Stand

Letzte Bearbeitung: 07.10.2003

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